szmtag Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Auf der Suche - Seite 7
Seite 7 von 8 ErsteErste 12345678 LetzteLetzte
Ergebnis 151 bis 175 von 193
  1. #151
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
    Registriert seit
    10.2004
    Ort
    Hammerburg
    Beiträge
    1.188
    Nachrichten
    0
    Auch wenn Eysa ihm schöne Augen machte blieb Telemachos misstrauisch, immerhin wusste er dass diese Frau noch wenigstens einen Verbündeten in der Hinterhand, beziehungsweise im Hinterland hatte.
    Gerade wollte er der Frau antworten als Aegis offenbarte nun etwas Leichtfertiges zu tun und bevor Telemachos etwas dagegen unternehmen konnte ging der junge Mann in Richtung des Wegrandes. Wahrscheinlich hatte er gesehen was auch Trakis gesehen hatte. Am liebsten hätte Telemachos erst sich selbst und dann Aegis vor den Kopf gehauen. So schüttelte er nun nur kurz den Kopf und blickte dem jungen Mann einen kleinen Augenblick hinterher.

    Dann sah er wieder zu der Frau.
    „Wenn ihr nach Athen wollt könnt Ihr entweder den Weg gehen den wir gerade kommen sind, dort ist auch noch ein Dorf in dem Ihr Rast machen könnt. Wir kommen selber aus Athen und werden in nächster Zeit wohl nicht dorthin zurück kehren. Andererseits könnt Ihr auch einfach weiter der Handelsstraße folgen dann kommt ihr fast von ganz alleine nach Athen.“
    Telemachos spielte auf Zeit und er wusste dass er nicht gut darin war. Er ging ein paar Schritte auf Eysa zu.
    „Ihr könntet natürlich auch mit uns Reisen das würde Euch aber weiter von Athen und Euren Rachegelüsten fortführen.“

  2. #152
    Mitglied Avatar von Attam Fadrûr
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    da wo man Alaaf sagt
    Beiträge
    394
    Nachrichten
    227

    Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Auf der Suche

    Vielleicht war es besser, nicht nach Athen zurück zu kehren. Auch wenn Eysa sich mit den Gedanken wenig an freunden konnte. Sie selbst runzelte die Stirn als Aegis zum Wegesrand ging. Was auch immer er mit seiner Aussage grade hatte sagen wollen, sie kam nicht dahinter.

    "Nach Athen geht's also da lang?", sie deutete auf den Trampelpfad hinter Telemachos. Es war offensichtlich das sie sich hier wirklich nicht auskannte, aber auch, das sie den Weg nicht wirklich alleine zurücklegen wollte, immerhin war sie eine Frau. Wenn sie alleine unterwegs sein würde, würde sie wohl noch mehr solcher unangenehmer und vermutlich nicht so glimpflich ablaufenden Begegnungen haben.
    Meinen Nick spicht man übrigens
    Az - am Fa - dru - ur aus

  3. #153
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
    Registriert seit
    10.2004
    Ort
    Hammerburg
    Beiträge
    1.188
    Nachrichten
    0
    Sie spielte Ihre Rolle wirklich ausgezeichnet. Aber das Vorspielen war ja auch Beruf. Aber er nickte ihr zu.
    „Ja wenn Ihr dort entlang geht kommt Ihr zuerst in einen kleinen Ort, es sind Gastfreunliche Menschen wenn man sich zu benehmen weis. Und von dort aus müsst Ihr in südlicher Richtung weiter Reisen dann kommt Ihr nach Athen. Allerdings…“
    Telemachos musterte Eysa von oben bis unten.
    „… ist dieser Weg recht anstrengend und Steil. Für eine solche Reise seht ihr mir nicht richtig gerüstet aus. Vielleicht solltet Ihr den Handelsweg weiter folgen, der Weg ist zwar länger aber auch viel einfacher zu gehen.“
    Er hoffte das seine Männer sich schnell um die Leute im Hinterhalt kümmer würden damit die Reise weiter gehen konnte.

  4. #154
    Mitglied Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    09.2012
    Ort
    Cybertron \o/
    Beiträge
    150
    Nachrichten
    49
    Plötzlich kam einer der Männer genau auf ihn zu und Aiolos war etwas perplex was das nun sollte. Hatten sie ihn vielleicht doch bemerkt? War er zu leichtsinnig gewesen und hatte sich mit irgendwas selbst verraten? Er könnte ihm da ein Pfeil in die Brust schießen, das wäre kein Problem aber sicherlich würde das seiner eigenen Gesundheit ziemlich abträglich sein. Er macht sich hinter dem Felsen noch etwas kleiner, lag schon fast, als ihm dann so eien Idee kam, eine die so verrückt war, das sie schon wieder funktionieren könnte.
    Er legte den Köcher neben sich, den Bogen dazu und schloß die Augen.
    Aiolos tat einfach so, als würde er hier am Wegesrand rasten. Ihm vielen noch die Pfeile ein, die könnten ihn verraten also drapierte er seinen Köcher mitsamt Bogen so, das sie halb auf ihm lagen. Es sah nun so aus, als wenn die Pfeile herrausgerutscht seien und nicht das sie bereitgelegt wurden.
    Das ganze war ziemlich riskant, aber vorerst viel ihm nichts besseres ein. Aber Sicherheitshalber hatte Aiolos eine Hand nahe bei seinem Jagdmesser um wenn nötig einen möglichen Angreifer die Kehle aufschlitzen zu können, sollte der sich zu nahe an ihn rantrauen.

  5. #155
    Mitglied Avatar von Attam Fadrûr
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    da wo man Alaaf sagt
    Beiträge
    394
    Nachrichten
    227

    Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Auf der Suche

    Eysa hob die Augenbrauen. "Wenn man sich zu benehmen weiß? Demnach habt ihr euch nicht benommen?", sie kicherte leicht und blickte seine Muskeln an und in ihren Gedanken versuchte sie bereits die Kraft ein zu schätzen, mit der sie zu rechnen hatte, wenn sie ihn dazu bekommen hatte, ihre Sexuellen Dienste in anspruch zu nehmen.

    Es brachte ihr sichtlich vergnügen sich das ganze vorzustellen, so das sie sich auf die Unterlippe biss. "Sagt, was macht euer junger Freund? Ich hab nicht verstanden was er dort im... Dreck sucht. Oder ist er nur austreten?"
    Meinen Nick spicht man übrigens
    Az - am Fa - dru - ur aus

  6. #156
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
    Registriert seit
    10.2004
    Ort
    Hammerburg
    Beiträge
    1.188
    Nachrichten
    0
    Nach der Frage ob sich die Gruppe in dem Dorf nicht benommen hatte, wanderte Telemachos Blick zu den nach hinten stehenden Männern. Und speziell sah er zu Erasmos.
    „Sagen wir so, einige von uns haben eine bessere Kinderstube genossen als andere.“
    ‚Und einige sind mit dem Esel hindurch galoppiert.‘ fügte er in Gedanken hinzu.

    Als Telemachos wieder zu Eysa blickte biss diese such gerade auf die Unterlippe. Das sah wirklich niedlich aus. Doch wusste er nur zu gut das Freudenmädchen ihre Reize allzugut einsetzen konnten. Außerdem sah es immer noch so aus als würde sie versuchen Telemachos und seine Männer in einen Hinterhalt zu locken.
    Aegis? Was in seinem Schafskopf vor geht wissen die Götter alleine. Aber jetzt will er wahrscheinlich nur austreten. Oder er hat Ein Tier gesehen das er für seinen kleinen Bruder einfangen will.“

  7. #157
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
    Registriert seit
    08.2001
    Ort
    Bei den Eckhexen
    Beiträge
    5.846
    Nachrichten
    0
    In den Bergen

    Während Aiolos die Gruppe beobachtet hatte, war seine Aufmerksamkeit vor Allem auf Aegis gelenkt gewesen. So war es Trakis gelungen, sich recht unauffällig an den Hinterhalt zu schleichen und kaum hatte der Jäger sich zurecht gelegt und die Augen geschlossen, spürte er auch schon eine scharfe Klinge an seinem Hals. Mit seiner freien Hand beeilte der Assassine sich, Aiolos‘ Waffen aus dessen Reichweite zu entfernen. Inzwischen hatte auch Aegis eine Position erreicht, von der aus er sowohl den Jäger, als auch das neueste Mannschaftsmitglied gut sehen konnte, doch ebenso die restliche Gruppe im Blickfeld hatte.

    Die übrigen Männer waren ebenfalls ausgeströmt, jedoch hatten sie sich wohl bewusst von dem Felsen des Jägers ferngehalten und in andere Richtungen orientiert. Nun aber konnte Telemachos sehen, wie einer nach dem anderen ein Zeichen gab. Anscheinend war die Situation vorerst unter Kontrolle. Auch Eysa war nicht entgangen, dass während ihres Gespräches die Männer zunächst das Gelände erkundet und sie nun locker umkreist hatten. Lediglich Erasmos schien sich der Lage nicht bewusst und gesellte sich nun, da der Hüne ihn ansah, zu den beiden.

    Bei der Hütte


    Sie war kein Junge... weder innen noch außen. Kaum war Chrys zu dieser Überzeugung gelangt, spürte sie erneut Hitze, die durch ihren Körper brannte. Ähnlich wie in ihrem Traum, und doch ganz anders. Sie sah, wie die Hände, mit denen sie die Seherin hielt, sich wandelten. Doch in diesem Moment schob Mykos sie unsanft zur Seite und drehte seine Frau so, dass er ihren Puls fühlen konnte. „Das ist die Aufregung. Cherek, hilf mir sie auf euer Lager zu bringen. Und du, Mädchen, steh da nicht so rum. Mach mir Wasser heiß.“ Trotz der Lage behielt der Schiffarzt wie gewohnt einen kühlen Kopf, seine Worte waren bestimmt. Doch für Cherek machte zumindest der letzte Teil des Satzes wenig Sinn, denn in der Richtung in die Mykos seine Worte gerichtet hatte sah er lediglich seinen besten Freund Chrysanthos.
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  8. #158
    Mitglied Avatar von Sac
    Registriert seit
    09.2002
    Ort
    Zauberwald
    Beiträge
    2.991
    Nachrichten
    0
    Seufzend stützte Aegis seine eine Seite an seinem Stock ab, während er auf der anderen die Hand in die Hüfte stemmte. "Was habt ihr nur für Manieren", sagte er an Trakis gewandt, mit einem gespielt leichten, tadelnden Ton. "Ihr würdet wohl sogar die Götter dazu bringen, aus dem Olymp zu fallen." Er musterte den Mann [Aiolos] vor sich. "Und, was Schönes gefunden?", sprach er ihn an. Trotz seiner offensichtlichen Unbefangenheit stand ein wachsamer Ausdruck in Aegis' Augen.
    Totgesagte leben länger.

  9. #159
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
    Registriert seit
    08.2001
    Ort
    Zwischen Traum und Wachen
    Beiträge
    7.416
    Nachrichten
    0
    Hitze floß durch Chrysanthes Körper und verwundert konnte sie beobachten, wie ihre eben noch grobschlächtigen, dicken Finger wieder schmal und zierlich wurden. Diesmal tat nichts weh, fast war es, als würde nur eine Illusion von ihr genommen und sie konnte sich wieder richtig sehen. Bevor sie noch etwas sagen konnte, schob Mykos sie beiseite, um bei seiner Gattin sein zu können. Doch er sprach Chrysanthe als Mädchen an! War der Fluch wieder von ihr gewichen? Plötzlich bemerkte sie, daß es ihr an der Brust plötzlich kühler wurde und als sie hinuntersah, entdeckte sie, was sie noch vorkurzem verloren geglaubt hatte... Allerdings waren ihre beiden, wenn auch kleinen, Freundinnen unbedeckt, was hieß, daß jeder sie sehen konnte. Hochrot und aufgeschreckt zog Chrysanthe ihre Tunika wieder hoch und schlang dann noch die Arme um die Brust... Brüste...
    "W-wasser... Ja, gleich." Sie sprang auf und eilte zum Brunnen, um das Geforderte mit einem Beutel aus Tierhaut zu schöpfen und dann eilig ins Haus zu tragen. Am Rande sah sie, wie Cherek sie komisch ansah. Sie dachte an eben und glaubte, ihr Kopf müßte vor Hitze gleich platzen. Schnell fachte sie ein Feuer an und ließ darüber das Wasser erhitzen.

  10. #160
    Mitglied Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    09.2012
    Ort
    Cybertron \o/
    Beiträge
    150
    Nachrichten
    49
    Aiolos versuchte so gut es geht den schlafenden, nein eher einen Dösenden zu spielen, in der Hoffnung man würde es ihm abkaufen. Als er angesprochen wurde, reagierte er nur langsam, was aber wohl eher der Klinge an seinem Hals herrührte als den Worten.
    Er öffnete die Augen, blickte zuerst auf den kalten Stahl, dann in das Gesicht des Trägers jenes Tötungswerkzeuges. er hob langsam seine Hand, nicht um nach seinen Bogen zu greifen, der würde ihm kaum helfen, sondern um den Mann zu zeigen das er nichts schlimmes im Schilde führte. "Ihr habt eine sehr eindringliche Art, rastende Männer zu wecken." Der Ton war nicht unbedingt freundlich, aber Angst oder etwas ähnliches hörte man ebesoweing herraus. Aiolos Blick lieb ruhig, wohlwissend das dies auch sein letzter Tag sein könnte.

  11. #161
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
    Registriert seit
    10.2004
    Ort
    Hammerburg
    Beiträge
    1.188
    Nachrichten
    0
    Eysa schien von Aegis zu sehr abgelenkt als das Sie auf seine Erklärungen nicht reagierte. So hatte er sich noch ein paar Schritte genähert.
    „Wir können uns ja angucken was der gute Aegis dort gefunden hat.“ Telemachos Worte waren deutlich als Aufforderung zu verstehen und nicht als Vorschlag. Er deutete mit seinem Speer und die Richtung von Aegis.
    „Nach euch meine Liebe.“
    Telemachos blickte kurz an seinem Speer entlang und rief dann noch in Aegis Richtung: „Sagt mein Freund was habt Ihr dort interessantes gefunden?“

  12. #162
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
    Registriert seit
    08.2001
    Ort
    Bei den Eckhexen
    Beiträge
    5.846
    Nachrichten
    0

    Trakis

    Wortlos hatte Trakis die Waffen des Fremden eingesammelt, und auch nun da dieser sprach blieb die Klinge weiterhin an den Hals des Jägers gepresst, gerade so fest, dass sie die Haut nicht ritzte. Ob der Kritik einen Schlafenden unsanft geweckt zu haben, hob er nur eine Augenbraue, bevor er nach dem Jagdmesser griff, welches Aiolos bereitgehalten hatte. Ein verächtliches Grinsen huschte über sein Gesicht, als er sich nun erhob, und eben dieses Messer vor die Füße des ankommenden Jünglings warf. "Die Höflichkeiten überlasse ich dir, immerhin habe ich ihn nur aus dem Sekundenschlaf gerissen und ihn nicht in den ewigen Schlaf befördert, wie es einem Wegelagerer gebührt." Sein Blick wandte sich wieder Aiolos zu, er hatte sich so positioniert, dass er zwischen ihm und den Waffen stand, doch seine Haltung war abwartend, nicht drohend. Offensichtlich hatte er nicht weiter vor, sich einzumischen, nun da die akute Gefahr gebannt war.
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  13. #163
    Mitglied Avatar von Attam Fadrûr
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    da wo man Alaaf sagt
    Beiträge
    394
    Nachrichten
    227
    Eysa blickte Telemachos an, ohne seinem Blick zu Aegis zu folgen, oder gar seiner Speerbewegung. "Wenn ich fragen darf, warum?", sagte sie mit einem leicht trotzigen Unterton, den sie ihm entgegen warf, als sei es nicht in ihrem Sinne sich an den Straßenrand zu begeben. Dennoch blickte sie nun den Speer entlang zu Aegis und Trakis, wobei letzterer für sie überraschenderweise dort aufgetaucht war. Sie seufzte und setzte sich nun doch, ohne auf eine Antwort zu warten in Bewegung, sich dabei eher Ruppig in die gehrichtung drehend. Dabei streifte ihr Blick Erasmos, der, ihrer Meinung nach, leicht dümmlich das ganze verfolgte. Sie schenkte ihm ein Lächeln, das, so hoffte sie, Schwerter hätte schmelzen können.

    Sie ging zielgerichtet auf die beiden Männer zu und blieb wenige Armlängen von Aegis entfernt stehen. Nun konnte sie Aioles auch sehen und ihre Augenbrauen hoben sich vor Schreck in die Höhe, ebenso entfuhr ihr Überraschungslaut, den sie mit einer Hand abwürgte. Sie blickte erst Trakis dann Aegis und Aioles an, nur um wieder bei Aegis zu landen. "Wer.. ist dieser mann?", fragte sie halblaut, ehe sie wieder Trakis anschaute, nur um Bruchtteile später wieder bei Aegis zu landen.

    In ihrem Kopf prügelten sich die GEdanken darum wahr zu sein. Einerseits konnte die Gruppe tatsächlich einen Wegelagerer gefunden ahben, der sie ausrauben wollte. Andererseits konnte das nur eine Masche sein um sie davon zu überzeugen das alles in Ordnung war und sie sich in Sicherheit wog, nur um schließlich doch ausgeraubt zu werden, abseits der Straße und dann hier verschart. SIe schluckte bei dem Gedanken an ihr ableben, dessen sie hier anscheinend immer näher kam.
    Meinen Nick spicht man übrigens
    Az - am Fa - dru - ur aus

  14. #164
    Mitglied Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    09.2012
    Ort
    Cybertron \o/
    Beiträge
    150
    Nachrichten
    49
    Aiolos wurde es schwer haben, hier heile raus zu kommen. Er blieb fürs erste bei der Version, das er hier nur am rasten war, vielleicht würden sei es ihm doch noch abkaufen. Er erhob sich, nicht zu schnell um den beiden Männern keinen Grund zu geben, ihn anzugreifen. Vom der Handelsstarsse her kamen nun auch der andere Mann und das Mädchen zu ihm. Eine miese Ausgansposition für ihn und so sah er sich alle nochmal an, bevor er an Aegis gewandt wieder Sparach. "Eure Freund scheint noch nichts von Höfflichkeit gehört zu haben, wie ich seinen Worten entnehme, also sagt ihr mir, wie kommt ihr dazu mich für einen Wegelagerer zu halten?" Auf den Ausruf des sehr überraschten wirkenden Mädchens, reagierter er vorerst nicht, sie schien gerade mehr damit beschäftigt zu sein, ihre Gedanken zu ordnen, so sehr wie ihr Kopf hin und her flog. Es hatte schon etwas amüsantes, wie sie so gar nicht wusste, wohin sie eigentlich blicken sollte, aber die Situation selbst war alles andere als amüsant und Aiolos war auch nicht nach scherzen zu mute. Sein Blick glit für alle Sichtbar auch durch die Runde, aber nicht so energisch wie von der unbekannten, etwas zersausten, Schönheit.
    Ihm war es eienrlei, wer zu ihm Sprach, auch wenn Aegis im am nächsten war und einer der Männer ihm schon das Wort übergeben hatte. Vielleicht war er der Anführer der Gruppe, dann würde er natürlich weiter das Wort haben. Aiolos war nun auf Antwort gespannt.

  15. #165
    Mitglied Avatar von Sac
    Registriert seit
    09.2002
    Ort
    Zauberwald
    Beiträge
    2.991
    Nachrichten
    0
    "Ich bin mir noch nicht sicher, mein Freund", gab Aegis an Telemachos zurück, ohne seine Position oder seine Blickrichtung zu verändern [er schaut folglich weiter zu Aiolos und ist immer noch auf seinen Stab gestützt]. "Eine Elster oder ein Fuchs, eine Schlange oder ein Kaninchen. So sicher zeigt sich das noch nicht."

    Als Trakis ihm das Messer zu Füßen warf, bewegte er sich geschmeidig darauf zu und hob es auf. Spielereisch drehte er es in der Hand, während er überlegte, wie weiter zu verfahren war. Er entschied sich für den direkten Weg: "Höfliche Männer haben bisweilen die Eigenschaft, tote Männer zu sein. Und ihr liegt hier keineswegs bereits seit einer Weile. Eure Waffe hat euch verraten." Ein Grinsen huschte über sein Gesicht. "Ich denke, jetzt bin ich wieder dran im Frage-Spiel. Was tut ihr hier hinter diesem Stein? Falls in eurem Satz noch einmal das Wort Schlaf vorkommt, befördern wir Euch gerne genau dahin. Wir wollen ja nicht unhöflich sein, in dem wir Euch dieses dringliche Anliegen, auf dem ihr so beharrt, dauerhaft verwehren würden."
    Totgesagte leben länger.

  16. #166
    Mitglied Avatar von Schiller
    Registriert seit
    03.2000
    Ort
    Wo die Sonne nich scheint
    Beiträge
    3.424
    Nachrichten
    0
    Maristos hatte - seit sie das kleine Dorf verlassen hatten - einen schlechten Tag gehabt. Hatte sich der gestrige Abend bisher lediglich in anhaltender Betrunkenheit geäußert, waren ihm alle anderen ihm bekannten Nebenwirkungen des Alkohols erspart geblieben. Doch seit sich die Gruppe in dem Dorf verpflegt hatte, schlug der Kater gnadenlos zu. Er malträtierte Maristos Kopf ohne Unterlass und ließ ihm die Glieder schwer werden. Aus dem fröhlich gestimmten Dieb war ein kaum ansprechbarer, übellauniger Zeitgenosse geworden, der schon vergessen hatte, warum er sich überhaupt mit diesen Leuten in der Hitze herumtrieb.

    Auch die junge Frau, welche sich ihnen mehr oder weniger in den Weg gestellt hatte, vermochte es nicht, seine Laune nachhaltig zu bessern. Daran änderte auch das auffällige und durchaus amüsante Interesse Telephanos' an Eysa nichts.

    Als nun auch noch Aegis und Trakis den Wegelagerer aufgestöbert hatten, fand die Geduld des jungen Griechen ihr Ende. Er wollte weiter. Er wollte laufen, so quälend es auch wahr, denn es betäubte ihn und war die beste Wahl, ihn so lange in der Spur zu halten, bis die Gruppe lagern konnte. Stehen und reden waren eindeutig schlechter, denn es strengte ihn, seinen Kopf und seinen Körper unregelmäßig an, trieb ihm die Hitze aus den Poren und mehrfach hatte er schon seinen Gallensaft geschmeckt. Außerdem hatte Maristos nie erlebt, dass ihm oder einem seiner Freunde oder Bekannten je Gnade zuteil geworden war.

    Er schlurfte also behebig nach vorn zu Aegis. "Ich kenne solche Burschen. Der wird nicht reden." Er zückte einen seiner beiden Dolche. "Und selbst wenn, was wird er uns erzählen?!" Er blickte abwechselnd zwischen allen Anwesenden hin und her. "Ich bin dafür, dass wir ihm entweder eine ordentliche Tracht Prügel verpassen, seine Ausrüstung an uns nehmen, ihn hinter den Stein stoßen, hinter dem er hervorgekrochen ist und sein weiteres Schicksal den Göttern überlassen." Maristos kam in Fahrt. Ein kleines Lächeln huschte über sein müdes, ausgezehrtes Gesicht. "Oder, wir schneiden ihm gleich hier und jetzt die Kehle durch. Hauptsache ist aber ...", und um seine Worte zu untermauern sah er Trakis, Aegis und Telemalkos tief in die Augen "dass wir das, was wir mit ihm tun, schnell tun. Wir haben keine Zeit bei unserem Vorhaben zu verlieren.", schloss er mit einem dramtischen Gestus und einer entsprechenden Mimik, die darüber hinwegtäuschen sollte, dass der Inhalt jenes beschworenen Vorhabens ihm selbst mittlerweile entfallen war.
    Das Neue dringt herein mit Macht, das Alte,
    Das Würdge scheidet, andre Zeiten kommen,
    Es lebt ein andersdenkendes Geschlecht!

  17. #167
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
    Registriert seit
    10.2004
    Ort
    Hammerburg
    Beiträge
    1.188
    Nachrichten
    0
    Als Eysa allen Ernstes fragte warum Sie seiner Aufforderung nach kommen sollte, war Telemachos versucht seinen Kopf fassungslos zu schütteln. Er unter ließ es allerdings und dachte sich seinen Teil.
    Nicht das seine Größe, seine Kraft und der Speer in seiner Hand genug Argumentation gewesen währen. Für diese Frau anscheinend nicht.
    Nur um etwas zu erwidern sagte er: „Weil ich dich höflich darum gebeten habe.“
    Immerhin kam Eysa letztendlich doch noch zu Verstand und begab sich ohne körperlichen Zwang zu Aegis und Trakis.
    Telemachos selber hielt sich dicht hinter ihr und erblicke den fremden Mann zur selben Zeit wie Eysa Auch wenn diese erschrocken tat und behauptete diesen Mann nicht zu kennen so glaubte Telemachos ihr derzeit kein Wort.

    Er blieb dicht hinter der jungen Frau stehen und beugte sich zu ihr hinunter so dass sie seinen Atem auf ihrem Nacken spüren konnte.
    „Ich glaube dass du ganz genau weist wer dieser Mann ist.“
    Er legte seine freie Hand auf ihre Schulter und übte etwas Druck aus damit sie sich nicht sofort seinem Griff entwinden konnte. Mit einem Lächeln registrierte er sowohl die Befragung durch Aegis als auch die Vorschläge von Maristos.
    „Zuerst sollten dieses Pärchen von Wegelagereren gebunden werden damit Sie uns keine Schwierigkeiten mehr machen können. Nehmt ihnen Waffen und Ausrüstung ab. Wir nehmen Sie mit vielleicht bringen Sie ja etwas auf dem nächsten Sklavenmarkt ein. So haben unsere Beutelchen und somit später auch unsere Kehlen auch noch etwas von dieser Begegnung.“

  18. #168
    Mitglied Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    09.2012
    Ort
    Cybertron \o/
    Beiträge
    150
    Nachrichten
    49
    "Ihr hab euer Urteil doch scheinbar eh schon getroffen? Warum also wartete ihr? Ihr glaubt wir gehören zusammen, was keinsfalls der Wahrheit entspricht."
    Aiolos war dann so langsam des redens überdrüßig, wohlwissend das ihm sein Ton nun wirklich schnellstmöglich zu den Göttern befördern konnte. Er ließ es daher, weiter in unterschwelliger Agression zu reden, hoffte er. Ohne Worte würde es aber nicht gehen, als sagte er ihnen, was sie hören "Nun, aber um euch zu beruhigen... Das Messer, seht es euch genau an, sieht es aus wie eine Waffe oder würde es eher zu einem Jäger passen?" In der Tat hatte sie ihm das Jagdmesser abgenommen. Es sah anders aus, hatte eine andere Form als ein Dolch oder etwas vergleichbares und auch wenn man mit jedem Messer jemanden angreifen konnte konnte, so hatte das hier eine andere Aufgabe, als jemanden zu verletzten, oder gar die Kehle aufzuschlitzen. "Ich bin Jäger. Nichts weiter. Ich hab nur kein Glück heute.", fügte er mit zynischem Unterton hinzu. Jedoch war das auf sich selbst gemünzt und seine Situation. Denn zu dem fehlnden Jagdglück kam nun diese unerfreuliche Begengnug dazu.
    "Sklavenmarkt?" Aiolos zog bei diesem Wort die Augenbraue hoch, denn der nächste Sklavenmarkt würde ihn zurück nach Athen führen. Ansonsten gab es keinen weit und breit, zumindest kannte er keinen weiteren. Aber es war auch etwas, was sich seinem Wissenstand entzog. Er hatte mit dem Sklavenhandel nie auseinander gesetzt, war mehr in den Bergen und Wälder unterwegs und überließ es anderen, sich um die Sklaven zu kümmern. Natürlich, die großen Märkte in den Städten kannte er, sofern er denn mal dahin kam, denn auf jedem Markt gab es sowas zu Genüge. Aber der nächstgelegende war Athen, glaubte Aiolos.
    "Ihr wollt nach Athen und mich da verkaufen? Nur zu, ich denke da wird man euch sagen können, erst recht auf dem Markt, das ich die Wahrheit spreche. Man kennt mich dort gut."
    Das war in der Tat so. Die Menschen dort kannte ihn, zumindest viele Händler. Immerhin war er oft derjenige, der den Frauen seine Beute brachte, die er erlegt hatte, damit sie es verkaufen konnten.






    Mehr viel mir grad nicht ein, hoffe es genügt so ^^


  19. #169
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
    Registriert seit
    10.2004
    Ort
    Hammerburg
    Beiträge
    1.188
    Nachrichten
    0
    Telemachos war nun zur Gänze an Aiolos herangetreten und schaute zu dem Mann hinunter der immer noch von sich behauptete ein Jäger zu sein. Ohne jede Vorwarnung schlug Telemachos, Aiolos mit der Rückhand ins Gesicht. Dann ließ er sich das Jagdmesser aushändigen und prüfte seine Schneide. Sie war scharf und das Messer war offensichtlich für den Zweck geschaffen worden den der Fremde angegeben hatte. Dennoch war das kein Beweis für seine Aufrichtigkeit.
    „Vielleicht bist du ja wirklich ein Jäger, aber du hast uns belauert und warst nicht aufrichtig.“
    Zu seinen Kammeraden wiederholte er noch einmal die Aufforderung die beiden zu binden.
    „Ihr habt Zeit mich zu überzeugen und zwar bis zu dem Zeitpunkt an dem wir zu einem Sklavenmarkt kommen.“
    Er grinste Aiolos an.
    „Und mach dir keine Hoffnungen auf Athen von dort kommen wir gerade und wir beabsichtigen nicht dorthin zurück zu gehen nur um zwei Strolche dort auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen.“

  20. #170
    Mitglied Avatar von Attam Fadrûr
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    da wo man Alaaf sagt
    Beiträge
    394
    Nachrichten
    227
    Das wurde Eysa nun doch zu viel. Sie blickte Telemachos nun mit einer Abneigung an, die, wenn man dem Sprichwort glauben schenken würde, töten hätte können. "Eure beutel, eh?", murmelte sie zu sich selbst und wog ab, was sie grade tun konnte. Wirklich etwas tun konnte sie nicht. Erstens war sie von schierer Manneskraft umgeben, noch dazu verdächtigte man sie eine Wegelagerin zu sein. Nicht, dass sie das aus der Fassung brachte. Ehrlich gesagt war sie Entrüstet darüber nun, angeblich, so sozial abgerutscht zu sein. Was erlaubten sich diese Herren eigentlich? Sie konnte mindestens einen der Kerle als jemanden einschätzen der die Dienste ihresgleichen nutzte oder nutzen würde.

    Die Backpfeife die Aiolos nun bekam ließ sie den mann vor ihr fast anspringen. Doch sie hielt inne. Es würde zu ihrem Nachteil ausgelegt. Sie konnte machen was sie wollte. Sie war eine Frau, da lag das Problem bei dieser Auseinandersetzung. Eysa ließ den Kopf hängen, als Telemachos sie nun nicht zurück nach Athen kommen würde. Hatte sie sich nicht mit dieser... dieser Schlampe aus einander gesetzt, wäre sie nicht hier gewesen, hätte noch das meiste ihres Geldes und würde vermutlich einem Seemann den Abend hübscher machen. Aber sie kamen von Athen, so hatte edr Krieger doch Preis gegeben aus welcher Richtung sie gekommen waren, auch wenn Eysa sich sicher war, das sie nicht sehr direkt auf diesem Wege liefen, der sie zusammen geführt hatte. Immerhin war sie von einem Händler hier heraus geworfen worden und diese Männer waren einen Bergpfad herunter gekommen.

    Immerhin konnte sie sich damit anfreunden, das der neuerlich aufgefundene Mann ein Jäger sein sollte. hatte dieser etwa einfach gute Absichten gehabt, die das ganze einfach zu sehr nach Wegelagereo aussehen ließ? Der Gedanke hatte was, aber war einfach zu absurd als wahr zu sein. Jäger hieß ja nicht, das er Wild jagte, nein, jagen konnte man auch Menschen. Und nun musste sie unweigerlich daran denken, das man ihn in ihrer nähe gefunden hatte - hatte er sie gejagt? Sie schüttelte sich, drehte sich herum und schaute den Weg entlang. Das hier war wirklich Einöde... hier kannte sie niemand und würde sie auch ob ihres Berufes nicht grade mit Freuden aufnehmen. "Strolche!", spottete sie leise und konnte, obwohl sie bestürzt war das man wirklich gedachte sie zu verkaufen, ein abfälliges Zucken der Mundwinkel nicht verbergen. "Weiter als eure Messerspitze denkt ihr ja nicht.", setzte sie anch, jedoch leise genug, das man genau hinhrören musste um sie zu verstehen.

  21. #171
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
    Registriert seit
    04.2000
    Ort
    Stuttgart
    Beiträge
    7.477
    Nachrichten
    0
    Blog-Einträge
    16
    Cherek beeilte sich, Mykos zur Hand zu gehen, und gemeinsam mit dem Arzt die vor Schmerzen wie gelähmte Eutychia in seine und Chrys Hütte auf die Schlafstatt zu tragen. Die Verwirrung und der schwelende Ärger der letzten Minuten war wie davon gewischt im Angesicht der jetzigen Situation und so blieb Cherek auch keine Zeit, die seltsame letzte Bemerkung Mykos' an Chrys näher zu deuten, auch wenn der Ägypter bei sich dachte, dass für einen derart schlechten Scherz, den Freund aufgrund seines Knabenalters als Mädchen zu titulieren, wohl kaum der richtige Zeitpunkt war.

  22. #172
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
    Registriert seit
    08.2001
    Ort
    Bei den Eckhexen
    Beiträge
    5.846
    Nachrichten
    0

    Master

    Bei der Hütte

    Als sie Eutychia auf das Lager gebracht hatten, legte Mykos ihre Füße nach oben und begann mit gekonnten Bewegungen ihren Leib abzutasten. Trotzdem es seine Frau und sein Kind waren, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich nahm er das heiße Wasser von Chrys entgegen, zog ein kleines Fläschchen aus seinem Kräuterbeutel und zählte sorgsam zehn Tropfen ab. Das Wasser nahm sogleich eine tiefrote Farbe an. Dann wies der Schiffsarzt Cherek an, Eutychia beim Aufrichten zu helfen und flößte ihr langsam die Tropfen ein. Deutlich konnte der junge Ägypter spüren, wie die Seherin sich bei jedem Schluck mehr entspannte. Als das Gefäß leer war, schlief sie umgehend ein und Mykos deutete, sie sollten nach draußen gehen.

    Sobald sie die Hütte verlassen hatten und ein paar Schritte vom Eingang entfernt waren, drehte sich der Schiffarzt zu Cherek und Chrys. Mit verschränkten Armen und stürmischem Blick musterte er die beiden. Dann aber breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus. „Es ist alles in Ordnung. Eutychia braucht ein wenig Ruhe. Sie vergisst stets, dass ihr Körper nicht mehr so wendig und widerstandsfähig ist. Wenn sie aufwacht, wird sie hungrig sein, also würde ich euch gerne noch ein paar geräucherte Fische und etwas Brot abkaufen. Danach werden wir aufbrechen und eure Gastfreundschaft nicht weiter strapazieren.“ Obwohl die Worte ruhig und höflich klangen und keine Zuckung seines Gesichtes auf anderes schließen ließ, so wirkte er doch sehr distanziert.

    In den Bergen

    Die übrigen Männer waren zu der Gruppe herangetreten und hatten das ganze Gespräch teils amüsiert, teils teilnahmslos verfolgt. Nun da Telemachos seinen Entschluss verkündete, übergaben Darion und Tatenos ihre Waffen an Aegis und näherten sich Aiolos um ihm die Hände zu binden. „Wir binden seine Hände nach vorn, dass er nicht stürzt oder sich verletzt in diesen Bergen“ schlug Darion vor, als sein Gefährte die Arme des Jägers auf dessen Rücken befestigen wollte. Er warf Aiolos einen freundlichen Blick zu, bevor er dann mit ähnlich neutralem Tonfall einen Widerspruch abwies: „Sollte er versuchen zu fliehen, erschießt du ihn einfach.“

    Inzwischen war Raidos zu Eysa getreten. Grob fasste er das Mädchen unter dem Kinn, drehte ihren Kopf zur Seite und stieß sie dann ein wenig von sich, genug dass sie aus dem Gleichgewicht geriet, ohne zu stürzen. „Dachte ich mir doch, dass ich dieses freche Mundwerk kenne.“ Grinsend wandte er sich zu Telemachos „Das ist eine Hure aus den Hafenvierteln Athens. Wir hatten zwar noch nicht das Vergnügen, aber ich glaube sie im Freudenhaus und in den Tavernen gesehen zu haben. Der Kleidung nach zu urteilen ist sie noch nicht sehr lange in den Bergen.“ Er spuckte aus. „Ob sie inzwischen Reisende auf eine andere Art ausnimmt, kann ich natürlich nicht sagen. Aber ich bin dafür, dass wir sie mitnehmen. Spaß haben können wir mit ihr auf jeden Fall.“

    Er wandte sich von Eysa ab, offenbar nicht weiter an ihr interessiert oder gar von ihrem Zorn beunruhigt. Stattdessen musterte er Aiolos eindringlich. „So ein strammer Bursche bringt auf dem Sklavenmarkt sicher ein hübsches Sümmchen, da gebe ich dir Recht. Aber wir könnten ihn auch gut an den Rudern gebrauchen, wenn wir in See stechen. Wenn er seekrank wird, oder keine Kraft mehr hat, dann opfern wir ihn Poseidon für eine sichere Reise. In jedem Fall sollten wir uns nicht weiter mit den beiden aufhalten, wenn wir heute noch weitere Gefährten einsammeln und in See stechen wollen.“
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  23. #173
    Mitglied Avatar von Attam Fadrûr
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    da wo man Alaaf sagt
    Beiträge
    394
    Nachrichten
    227
    Als Raidos sie grob anfasste dachte Eysa, dass man ihr für ihre bissige Zunge den Kopf umdrehen würde, doch, auch wenn der mann damit mehr zu verstehen gab als ihr lieb war, rettete er sie vor der Bindung ihrer Hände, zumindest glaubte sie das. Dennoch brodelte es in ihr weiter. immerhin hatte man sie der Wegelagerei bezichtigt. SIe war ein freudenmädchen, wie sie zähneknirschend dachte, keine 'Hure'.Kein daher gelaufener Straßenköter, der versuchte mit ein wenig gebettel etwas vom tische zu bekommen. Allerdings horchte sie auf, als er von weiteren Gefährten sprach. Das hieß diese Männer wollten in See stechen, jedoch warum?

    Angestrengt dachte sie weiter nach, den sie musste die Männer dann schon mal gesehen haben, immerhin war sie lange genug im hafen unterwegs um einige der Männer zu kennen - und eine ein oder andere Geschäftsbeziehung zu führen. Wobei, sie musste an diese exotin denken, diese sich vermutlich inzwischen alles unter den nagel gerissen hatte. Die würde noch mit einer Klinge in der Brust aufwachen, schmiedete Eysa ihre Racheplane, wenn sie den jemals zurück nach athen kommen würde.

    Nun sank der letzte Teil von Raidos Behauptung in ihr Gedächnis und die junge Frau musterte die Gruppe. Das konnte heiter werden, sie wusste nicht so recht was sie von den stilleren der Gruppe halten sollte, da sie nicht so einfach preisgaben wie man sie bezirzen konnte - Telemachos war mit ein wenig Konter zu ihm selber ein wenig hitzig zu bekommen, richtig eingesetzt würde er Sachen tun, die er eiegntlich gar nicht tun wollte. Aiolos schien ein ehren Mann, allerdings musste sie sich nicht wirklich mit ihm rum schlagen - er war grade nicht mehr wert als sie selber - wenn man von der Muskelmasse absah - und das ließ ihr seine Gesinnung oder gar die umpolung dieser nebensächlich erscheinen.

    Sie seufzte leise und setzte mehrmals zum Sprechen an, doch jedes Mal versagte ihr die Stimme. So ließ das Freudenmädchen es sein etwas sagen zu wollen und nahm hin, das man sie schief anschaute. Wenigstens das bischen Würde das sie hatte würde sie sich nicht nehmen lassen - nicht jetzt und hoffentlich auch nicht später.
    Meinen Nick spicht man übrigens
    Az - am Fa - dru - ur aus

  24. #174
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
    Registriert seit
    08.2001
    Ort
    Zwischen Traum und Wachen
    Beiträge
    7.416
    Nachrichten
    0
    Chrysanthe ging Mykos stumm zur Hand, hoffend, daß es Eutychia bald wieder besser gehen würde. Als diese tief und fest einschlief, entspannten sich auch Chrysanthes Züge. Gemeinsam mit Cherek folgte sie Mykos wieder vor das Haus.
    Sie erwartete eine erneute Strafpredigt, doch, was vielleicht noch unangenehmer war, Mykos bleib ruhig. Fast schon beängstigend ruhig. Sie wußte nicht, was sie von seiner Bestellung und der Ankündigung des baldigen Aufbruchs halten sollte, doch sie fühlte sich bemüßigt, diesen Unfrieden nicht weiter schwelen zu lassen.
    "Es tut mir leid, ich war aufgebracht und... Entschuldige. Ich weiß nicht, wie, aber der Zauber hat sich ja nun wieder verflüchtigt. Ich bin wieder ich, ein Mädchen. Auch wenn ich nicht verstehe, nwas da vorgegangen ist, ich hätte mich besser beherrschen müssen." Reumütig senkte sie den Kopf und wartete auf eine Reaktion der beiden Männer.

  25. #175
    Mitglied Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    09.2012
    Ort
    Cybertron \o/
    Beiträge
    150
    Nachrichten
    49
    Aiolos fing erst gar nicht an, zu wiedrsprechen oder gar Wiederstand zu leisten. Die Männer hatten sich wohl ihr Urteil schon gebildet. Es nüzte nichts. Seine Händen waren schon bald fest in Seilen verschnürt, rauskommen so ohne weiteres nicht möglich. Sein Bogen und auch sein Jagdmesser wurden zwar mitgeführt, aber er bezweifelte das er die in allzu naher Zukunft wieder in den Händen halten würde. Vielleicht auch nie mehr.
    Wortlos und mit recht unfreudlicher Mine blickte Aiolos wieder in die Runde, die Männer hatten was von einem Schiff gesagt. So ganz war es nicht richtig, einer sprach nur davon, das sie in See stechen würden. Mit was genau war zwar nicht sonderlich wichtig, so viele Möglichkeiten gabs ja auch nicht, aber ob nun nur ein kleines Boot oder aber ein großes Schiff, war dann doch schon ein Hinweis darauf, wie weit so eine Reise gehen würde. Ihm selbst war es eigentlich egal, wohin es dann gehen würde. Es war allemal besser, als auf dem Sklavenmarkt einer völlig ungewissen Zukunft entgegen zu blicken. Sein Blick streifte auch das Freudenmädchen. Gesehen hatte er sie noch nie, war er auch nicht oft im Hafen zugegen. Sicherlich hatte auch sie schon bessere Tage gesehen, aber ihn wunderte dann doch, was sie so weit hier außerhalb der Stadtmauern tat.

    So ärgerlich seine Situation nun auch war, so egal war es ihm doch, wohin ihn das Schicksal gerade führt. Hier hielt ihn ja nicht mehr viel und schlimmer als jetzt wäre eh nur noch der tot, der ihn auf ironische Art gerade passend vorkam, zumindest wenn man den Verlauf der letzten Zeit betrachtete.

Seite 7 von 8 ErsteErste 12345678 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Das Comicforum gehört zu den 6.000 wichtigsten Internetadressen 2013
comicforum.de ist Partner von Entertain Web und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
comicforum.de ist Partner von Entertain Web
und unterliegt als Bestandteil des
Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.