szmtag Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Auf der Suche - Seite 2
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  1. #26
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Wie zufällig machte Telemachos einen Schritt zur Seite so das der betrunkene Seemann nun auch ihn anrempeln musste.
    "Pass lieber selber auf trunkenbold." Er gab dem Betrunkenen einen kräftigen Stoß so das dieser die Straße hinunterstolperte.
    "Wie get es deinem Kopf Fremder? Wir sollten hinein gehn Der Wein wird dich deine Begegnung mit der Tür schon vergessen lassen."
    Freundlich Lachend hielt der Hüne die Tür auf.

  2. #27
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    Sehr langsam erwachte Maristos aus seinem Dämmerzustand. Er spürte seinen Kopf kaum. Allein ein dumpfes, unangenehmes Gefühl erinnerte daran, dass er noch auf seinen Schultern saß. Maristos' Zunge war schwer und es fühlte sich an, als sei darauf eine Eichhörnchenfamilie eingezogen.
    Er regte sich und stellte fest, dass weiterer Schlaf nur gut sein konnte. So beschloss Maristos, die Augen wieder zu schließen und ...

    Er hörte scharrende Geräusche von der Tür. Plötzlich war er hellwach (so weit das sein Zustand eben zuließ)
    Wo zum Teufel war er hier eigentlich? Und wer machte sich da an der Tür zu schaffen?
    Nicht, dass er es sich betrunken in einem fremden Haus gemütlich gemacht hatte und jetzt kam der Hausherr heim.
    'Ein Dieb, rattenstramm beim Einbruch gestellt. Toll!' dachte sich Maristos.
    Während er sich von seinem Lager hochquälte schoss ihm der Gedanke ein, dass er ja in Begleistung von ... von ... Tele ... äh ... Telemanos. Ja, das war der Name: Telemanos! ... dass er in Begleitung von diesem Telemanos gewesen war und nun? Wo war der jetzt eigentlich?

    Hektisch (und wankend) sah sich der Dieb in dem Raum um, ob er ein geeignetes Versteck ausmachen konnte.
    Das Neue dringt herein mit Macht, das Alte,
    Das Würdge scheidet, andre Zeiten kommen,
    Es lebt ein andersdenkendes Geschlecht!

  3. #28
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    Pfeifend und mit einer Münze in der Hand spielend, hatte sich Aegis aufgemacht, den Hafen zu erkunden, nachdem er ausgezahlt worden war. Der Lohn war in Ordnung gewesen, nicht weltbewegend, aber immerhin fair. Das Päckchen mit seinen wenigen Habseligkeiten, baumelte ihm über der Schulter.

    Als Aegis in der Nähe einer Taverne stehen blieb und überlegte, ob ihm eine Frau oder ein kühles Getränk lieber wäre, trat auf einmal ein Betrunkener auf die Bildfläche. Doch eigentlich war es nicht diese arme Gestalt, an der sein Blick hängen blieb, sondern der riesenhafte Kerl, mit der er (beinahe) zusammenstieß. Nachdenklich runzelte Aegis die Stirn. Bekannte Gesichter? Nein, den zweiten Mann kannte er nicht. Aber der Hüne...

    Kurzerhand ging Aegis weiter pfeifend auf die Tavernentür zu. Es würde sich ja zeigen, ob er Große ihn erkannte (Telemachos).
    Totgesagte leben länger.

  4. #29
    Mitglied Avatar von Armisael
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    Bäng. Der Aufprall von Holz auf Haut und Knochen kam überraschend. Kurz zog ein stechender Schmerz blitzend durch Trakis` Stirn und Augen. Er machte leise fluchend einen Schritt rückwärts, während er die Augen zusammenkniff und sich die Strin mit der linken Hand hielt. Die Fahne des wohl sehr, sehr angeheiterten Matrosen traf ihn fast ebenso hart im Gesicht wie die Holztür und liess seine halboffenen Augen tränen. Am liebsten hätte er dem Trunkenbold ohne zu zögern die Nase gebrochen, doch dazu hatte er momentan keine Lust. Sich an betrunkenen vergreifen war nunmal nicht seine Art... obwohl er sich kurz überlegte bei diesem Typen eine Ausnahme zu machen.
    Doch dann war der auch schon vorbei und eine tiefe, doch recht freundlich klingende Männerstimme zog die Aufmerkamkeit von Trakis auf Telemachos. Er musste kurz seine Blickhöhe korigieren, als er in das Gesicht des Hünen blickte. War dies gerade eine Einladung? Warum nicht!
    "Warum nicht." sagte er und trat an Telemachos vorbei in den Schankraum.

  5. #30
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    Ein Ruck ging durch Chereks Körper und in dem Moment, als er sich aus der Reglosigkeit befreite, bemerkte er erst, wie kalt ihm war. "Wirf es weg", meinte er tonlos zu Chrys und sah dabei mit starrem Blick in die anbrechende Nacht. "Dieses Amulett hat von Anfang an nur Unglück gebracht, wir haben unser Leben dafür auf dieser Insel riskiert und wofür? Dafür, dass wir auf der Rückfahrt verraten und verstoßen werden. Noch einmal wird dieser Stein mein Leben nicht bestimmen. Wenn du etwas gesehen hast, dass dir Angst macht - vergiss es. Du bestimmst dein Schicksal, nicht dieses Amulett."

    Mit diesen Worten ging er in Richtung der Feuerstelle und biss sich auf die Lippe. Ihm schauderte, doch Chrys wollte er das nicht spüren lassen. Die Vision konnte eine Warnung gewesen sein, doch ebensogut eine Falle. Meg hatte den Stein bei sich getragen und musste selbst dessen Magie benutzt haben, schließlich hatte sie viel auf sich genommen, um daran zu gelangen. Und nun war er im Bauch eines Fisches aufgetaucht - und das bedeutete, dass Meg sich seiner entweder entledigt hatte, oder aber ...

    Er wagte nicht, den letzten Gedanken zuende zu denken und machte sich stattdessen wieder daran, das Feuer zu entfachen, in der Hoffnung die Beschäftigung würde ihm Ablenkung verschaffen.

  6. #31
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    Chrys betrachtete die Kugel noch einen Moment, dann holte er weit aus und schleuderte sie zurück ins Meer. Sollte Poseidon mit dem Ding machen, was er wollte! Chereks Rat war durchaus weise, aber ebenso war es weise, die Vision nicht zu vergessen. Wer wußte schon, was es noch nützen könnte? Ein Windstoß ließ Chrys erzittern und erinnerte ihn an die Sommerkleidung der Männer und daran, daß es noch eine Weile bis zum Sommer hin war. Er würde die Augen offenhalten, das nahm er sich fest vor. Unklug war das sicher nicht. Fröstelnd folgte er Cherek ins Haus. Ein heißes, kräftigendes Abendessen, so dachte er, wäre jetzt genau das Richtige und ohne darüber nachzudenken, fing er an, einen der kleineren und weniger wertvollen Fische zu zerteilen und zu würzen.

  7. #32
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    Masterpost

    "Die verdammte Tür geht nicht auf!" hörte Maristos auf einmal ein lautes Lallen. Wieder knackte und schabte das Schloss. Von Telemachos war im Raum weit und breit nichts zu sehen, dort standen nur drei Liegen, drei Truhen und ein Waschtisch.

    Die Taverne war inzwischen zum Bersten voll und Telemachos und Trakis brauchten um sich zu einem freien Platz durchzuschieben einiges an Zeit und Kraft. Auch Aegis hatte die Taverne mittlerweile erreicht und sah die Rücken der beiden nahe vor sich. [Gehe davon aus, wenn bisher nicht drauf reagiert wurde ob Telemachos Aegis der auf ihn zugeht erkennt oder nicht, hat er ihn einfach mal nicht gesehen!]

    Ein eisiger Wind kam vom Meer auf und schien die Nacht vor sich herzutreiben, so dass es binnen kürzester Zeit finster war. Kein Stern war am Himmel zu sehen und auch nicht der Mond. Nichteinmal vom Dorf drang Lichtschein herauf. Auch die Luft kühlte immer weiter herunter, morgen würden sie wahrscheinlich Eis in den Fässern finden, ungewöhnlich für diese Zeit im Jahr. Selbst das Feuer vermochte Cherek und Chrys nicht so richtig Wärme zu vermitteln.
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  8. #33
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    Telemachos hatte sich regelrecht durch den Schankraum gepflügt um zu einem gerade leerwerdenen Tisch zu gelangen, im gleichen Augenblick wie Telemachos und Trakis gelangten auch drei weitere Männer an den Tisch und wollten sich an eben diesen setzen.
    Allerdings hatte der hünenhafte Telemachos schon die Rückenlehne des einen Stuhles in der Hand gehabt als eine fette Hand ebenfalls nach dem Stuhl griff.

    Telemachos festigte seinen Griff so das der fette Mann es nicht schafte den Stuhl auch nur in die eigenen Richtung zu ziehen. Die muskeln spannten sich am Arm des Ithakers und als der Fette am Arm empor blickte sah er das freundlich aber bestimmt lächelnde Gesicht von Telemachos.
    "Freund wir waren zuerst hier. Also laß doch bitte meinen Stuhl los."
    Der Griff von Telemachos verstärkte sich noch weiter so das sich jetzt seiner Brustmuskulatur deutlich unter seiner Tunika abzeichnete. Der Fette und seine beiden Freunde zogen ich ohne ein Wort zurück und warteten offensichtlich auf den nächsten frei werdenen Tisch.
    Nachdem der Tisch nun endlich frei war setze sich der Mann aus Ithaka und bot auch seinem Begleiter einen Stuhl an. Nun bemerkte er auch ein ihm bekanntes Gesicht. Welch ein seltsamer Tag erst begenete er Maristos und nun sah er ein weiteres Besatzungsmitglied der Margaretha Negra.
    "Aegis? bist du das wirklich, setz dich doch zu uns."

  9. #34
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    "Verd....!" Maristos hielt ich schnell die Hände vor den Mund. Fast hätte er laut geflucht.
    Mit einem Mal war er hellwach. Ständig in sich hineinfluchend inspizierte er den Raum.

    Die Liegen waren wahrscheinlich zu flach (?!?) um sich darunter zu verstecken. Hastig versuchte er die Truhen zu öffnen und zu sehen, was darin war und ob sie (bzw. eine davon) genug Platz boten, dass er sich darib verstecken könnte.
    Das Neue dringt herein mit Macht, das Alte,
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  10. #35
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    Obwohl er Chrys selbst dazu aufgefordert hatte, bemerkte Cherek wie sich etwas in ihm zusammenzog, als er das Amulett im hohen Bogen gen Meer in die Nacht fliegen sah. Und wenn dies doch ein Fehler gewesen war? Er schüttelte den Gedanken ab. Nein, gewiss nicht. Visionen waren wie tückische Skorpione, sie flößten einem nichts als Gift ein. Seine Mutter hatte ihm einst eine Geschichte erzählt von einem Pharao, der sein vorhergesagtes Schicksal überhaupt erst dadurch, dass er es hatte abwenden wollte, letztendlich selbst heraufbeschwor.

    Er setzte rasch das Feuer in Gang, um zwei der gefangenen Fische darüber zu garen und dann, da es inzwischen kalt und garstig war, begaben er und Chrys sich ins Innere des Hauses, um sie dort zu verzehren. Cherek schwieg die meiste Zeit, noch immer kreisten seine Gedanken um den so unerwarteten wie unverhofften Fund und Erinnerungen an die Zeiten auf der Margaretha sowie an ihre alten Gefährten wurden wach, so als nutzten diese Gedanken nach langer Verbannung die willkommene Gelegenheit.

    Als sie fertig waren, richtete Cherek sich unvermittelt auf und fragte plötzlich und mit vollkommen unbekümmertem Tonfall, so als sei der Abend nicht in eigenartiger Stille verlaufen: "Was hältst du davon, morgen, nachdem wir die Fische auf dem Markt versetzt haben, Eutychia und Mykos zu besuchen? Wir haben sie schon eine Weile nicht gesehen."

  11. #36
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    Chrys sagte kein Wort, während sie ihr Abendessen zubereiteten, auch nicht, als sie aßen. Der heiße Fisch wärmte ihn von innen und vertrieb etwas seine Sorgen. Bis zum Sommer war es noch hin und niemand wußte, was geschehen würde. Wenn sie gut aufpaßten, würden sie bestimmt merken, ob ihnen jemand auf die Schliche kam und dann konnten sie immernoch ihr Bündel schnüren. Mit einer Hand wischte er sich den Saft von Mund und Kinn, als Cherek aufstand und, als sei nichts ungewöhnliches passiert, seinen Vorschlag machte. "Sicher doch! Sie freuen sich bestimmt, wenn wir sie besuchen", erwiderte Chrys und lächelte befreit. Und ihnen beiden würde es auch guttun, auf andere Gedanken zu kommen, als sich mit dem Gewesenen zu beschäftigen. Er stand auf und wusch sich Gesicht und Hände. Für eine Weile stand er danach noch stumm neben der Schüssel, bevor er leise sagte: "Ich bin froh, daß du für mich da bist, Cherek. Bitte gib auf dich acht."

  12. #37
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    Trakis hatte mit Neugier die kleine Kraftprobe des Hünen mitangesehen. Anscheinend wusste dieser genau wie man seinen Willen durchsetzten konnte. Diese Art von Denken gefiel dem Spartaner.
    Ohne zu zögern setzte er sich auf den Stuhl der Telemachos ihm anbot und liess sein Gepäck unter den Tisch gleiten, während er seinen grossen Schild an die Wand lehnte. Gerade als er sich wieder zu seinem neuen Bekannten zurückdrehte, sah er wie dieser anscheinend jemand wiedererkannt hatte.

  13. #38
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    Mit einem jungenhaft-schelmischen Grinsen trat Aegis an Telemachos heran. "Hey, alter Gauner, ich bin es wirklich. Hab gerad meinen letzten Auftrag erledigt und genieße mit klimperndem Gold die Zeit der Muße. Hast du einen neuen Lakaien im Schlepptau? Wie lange hat euch der Kapitäin denn frei gegeben, bevor es mit Zuckerbrot und Peitsche zu neuen Abenteuern geht?"
    Totgesagte leben länger.

  14. #39
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    Telemachos konnte nicht anders und lachte kurz auf.
    „Kleiner ich hatte noch nie einen Lakaien und jetzt werde ich damit auch nicht anfangen. Wir sitzen nur zufällig an einem Tisch. Und was die Margaretha Negra angeht die habe ich schon seit über einem halben Jahr nicht mehr gesehen. Die wurde anscheinend vom Hardes verschluckt. Und den Kapitän habe ich genauso lange nicht gesehen. Ich bin selber auf der Suche nach einer neuen Heuer.“
    Nun blickte Telemachos zu dem anderen Mann. „Nun Freund was treibt dich an diese Gestade? Suchst Du auch eine Heuer?“

  15. #40
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    Masterpost

    Ein lauter Schrei ließ Cherek schweißgebadet erwachen und der raue Schmerz in seiner Kehle deutete darauf hin, dass er selbst es war, der geschrien hatte. Nur bruchstückhaft konnte er sich an seinen Traum erinnern. Chrys dagegen erinnerte sich nur zu gut an ihren Traum und noch immer spürte sie etwas Schweres, Kaltes unter dem Hemd, zwischen ihren Brüsten liegen.

    Je später der Abend, desto ausgelassener war die Stimmung in der Taverne. Ein Musiker war von der Straße hereingekommen und spielte fröhliche Melodien, der Wein floss in rauen Mengen durch die Kehlen der Männer und einige Dirnen tanzten auf den Tischen. Telemachos, Trakis und Aegis widmeten sich lebhaft ihrer Unterhaltung (ihr könnt auch gerne noch ein wenig weiter interagieren, würde mich sehr freuen!!!), doch auf einmal wurden am Nebentisch die Stimmen immer lauter und aufgeregter. „Und ich sage dir, sie ist nicht verschwunden. Erst vor kurzem hat der Cousin meiner Schwägerin von einem Freund berichtet, der das Schiff gesehen hat!“ „Unsinn, man hat seit Monaten nichts von diesen vermaledeiten Piraten gehört!“ knurrte eine tiefe Stimme. „Neulich hat mir jemand eine Karte angeboten, wo das Schiff gesunken sein soll… unendliche Schätze sagte er…“ „Das glaubt doch keiner, sonst würde niemand diese Karte aus der Hand geben!“ „Ich habe gehört, dass Schiff ist in den Tartaros zurückgekehrt, wo es herkam um die Seelen abzuliefern die gesammelt wurden…“ Ein unsicheres Lachen. „Sicher ist nur, dass es ungewöhnlich ruhig war auf den Meeren und im Hafen…“ Die Unterhaltung flaute wieder etwas ab.

    Die erste Truhe, welche Maristos öffnete war bis an den Rand mit allerlei Besitztümern gefüllt, jedoch keines davon hätte ihn gereizt auch nur die Hand danach auszustrecken. Die zweite Truhe enthielt Kleidung und ein Fischnetz, definitiv nicht genug Platz um sich darin zu verstecken. Die dritte Truhe war fest verschlossen und mit Seilen zusätzlich verschnürt. Im Gang hatte der Fremde es nun offensichtlich geschafft, den Schlüssel ins Schloss zu stecken. Knarrend öffnete sich die Tür, doch kein Licht drang herein. „Hoffentlich bist du nachher treffsicherer!“ kicherte eine scheinbar ebenso volltrunkene weibliche Stimme.

    *~*~*~*~*~*

    Last but not Least, ich entschuldige mich für die lange Wartezeit und hoffe der aktuelle Masterpost motiviert euch ein wenig zur Interaktion. Bald geht es auf Reisen und damit richtig los, versprochen!
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
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  16. #41
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    Der Traum war so schön und er war so warm...
    Erschrocken fuhr Chrys hoch, als er einen lauten Schrei hörte. Wann war er eingeschlafen? Doch die Binden waren fort, er spürte deutlich etwas auf seiner Brust, kalt und schwer und doch war es ihm nicht unangenehm. Er runzelte die Stirn und versuchte kopfschüttelnd zurück in die Wirklichkeit zu finden. Plötzlich saß er senkrecht im Bett und die Vision von gestern fiel ihm wieder ein. Ging es Cherek gut?
    Sein Körper protestierte, als Chrys das warme Bett verließ und zu Chereks Lager tapste. Vorsichtig ging er in die Knie und versuchte im dunklen etwas auszumachen. "Cherek? Alles in Ordnung?" flüsterte er besorgt und ohne darüber nachzudenken faßte er die kühle Schwere, die um seinen Hals lag. Was für ein Traum... Aber war es wirklich ein Traum gewesen? Warum war dann das Geschenk immernoch da? Und was war mit Cherek?
    Die Müdigkeit in Chrys' Kopf machte Verwirrtheit und Fragen platz.

  17. #42
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    "Ein Heuer?" Trakis schien im ersten Moment von der ganzen Atomsphäre des Schankraums zu abgelenkt um die Frage von Telemachos richtig zu verstehen. Doch schon gleich besann er sich.
    "Ja! Ich suche Arbeit hier." Trakis hatte zwar nicht gerade die grösste Ahnung von Schiffen, doch der Begriff Heuer konnte er zumindest soweit zuortnen, dass er wusste was es sein musste.
    Die übrigen Gespräche in der Taverne drangen an sein Ohr und halbwegs wieder daran vorbei. Es handelte sich wohl dabei um den üblichen Seemannsgarn.

  18. #43
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    Keuchend und wie vom Donner gerührt saß Cherek da, die Finger krallten sich in das Lager, so dass die Knöcheln weiß hervortraten und der Schweiß stand ihm auf der Stirn. Er brauchte einen Moment, um seinen Atem unter Kontrolle zu bringen und zu realisieren, wo er sich befand. Sein Geist war schwer und orientierungslos. Er wusste, dass er geträumt haben musste, doch er konnte sich kaum erinnern, woran, noch war er bereits gänzlich im Reich der Wachen angelangt. Ein Gefühl tiefer Schuld ergriff ihn, ohne dass er so recht wusste, woher es rührte. "Samira ...", hörte er jemanden flüstern und realisierte im gleichen Moment, dass er es selbst war. Im gleichen Moment sah er ihr Gesicht vor seinem geistigen Auge, doch etwas daran stimmte nicht. Bevor er jedoch gewahr wurde, was fremd daran war, riss Chrys' besorgte Frage ihn aus seinem Zustand zwischen Traum und Wachen und er war mehr als dankbar dafür.

    "Chrys?", antwortete er und bemerkte, das seine Stimme trocken und brüchig klang. "Mir geht es gut", beeilte er sich zu versichern, "ich habe nur schlecht geträumt." Sein Hals kratzte unangenehm bei jedem Wort.

  19. #44
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    "Samira..."
    Das Wort war so fremd und Chrys mußte einen Schauder unterdrücken. Für einen Moment glaubte er, Cherek würde noch immer alpträumen, doch dann sagte die Stimme, die Chrys inzwischen so gut kannte, seinen eigenen Namen. Im Dunklen ertastete er Chereks Hand und drückte sie sanft. "Ich bin hier, mein Freund." Seine Sorgen konnten Chereks Worte dennoch nicht so einfach zerstreuen. "Du hast geschrieen... Ich dachte, jemand würde dir etwas antun. Warte, ich hole dir etwas Wasser." Chereks kratzige Stimme war ihm nicht entgangen. Leise stand er auf und holte einen Holzbecher mit Wasser. Diesen drückte er vorsichtig in chereks Hand. "Hier. Du klingst, als hättest du rostige Nägel verschluckt." Die verwirrenden Gedanken ließen langsam nach. Es tat Chrys gut, etwas zu tun zu haben.

  20. #45
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    Noch bevor Aegis oder Trakis auf Telemachos Fragen reagiert hatten hörte er einige Gesprächsfetzen vom Nachbartisch. Irgendwie erinnerte dieses wirre Gerede ihn an die Margaretha Negra. Doch bevor er weiter darüber Nachdenken konnte antwortete Trakis auf Telemachos Frage.
    Offensichtlich hatte der Mann bisher nicht oder nur selten auf Schiffen gedient.
    „Wenn Du Arbeit suchst kann es gut sein das du hier in der Gegend welche findest, allerdings wird es hier eher Arbeit auf Schiffen geben immerhin sind wir hier im Hafen.“
    Telemachos schlug ihm kameradschaftlich auf die Schulter, wobei der freundliche Klaps durch aus etwas kräftiger ausfiel als beabsichtigt.
    „Kräftige Männer werden immer gesucht.“

  21. #46
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    Dankbar nahm Cherek das Wasser entgegen. Erst später sollte ihm bewusst werden, dass sie in diesem Moment die Rollen getauscht hatten - schließlich sah der Ägypter sich üblicherweise als denjenigen an, der sich um Chrys kümmerte, nicht umgekehrt. Doch jetzt gerade war er dankbar für die Anwesenheit der jungen Freundin ... sie verscheuchte die Geister der Nacht, so vage und wenig erinnerlich selbige auch sein mochten.

    Er lachte angesichts der Metapher, was aber nur noch unangenehmer war für seinen Hals, so dass er innehielt und stattdessen gierig trank. "Danke", sagte er dann, zog die Beine heran und setzte sich in den Schneidersitz. "Und tut mir Leid, dass du aufgewacht bist."

  22. #47
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    Aegis ließ sich auf einen Stuhl fallen. Lässig lehnte er sich zurück und legte den linken Fuß seitlich auf dem rechten Bein ab. "Verschwunden? Mir scheint, ich war zu lange weg. Das klingt sehr nach Legende. Wäre es nicht unser alter Kapitän, würd ich behaupten, du erzählst nur eine Geschichte, die den Kindern vorgetragen wird." Er löegte nachdenklich einen Finger an die Lippen. "Niemand bringt den Kapitän zum Verschwinden, wenn er es nicht selber will. Wer weiß, an welchem Hafen unser altes Schiff vor Anker liegt. Gibt genug unbekanntes Gebiet auf diesem Ozean. - Arbeit klingt gut", ging er dann auf den Dialog zwischen seinen Tischnachbarn ein, "aber erstmal ein paar Tage Müßiggang. Dann hätt ich nichts einzuwenden, mit nem alten Kameraden rumzuziehen. Einige Matrosen neigen dazu, meine Langeweile anzuregen."
    Totgesagte leben länger.

  23. #48
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    "Bitte. Und du mußt dich nicht entschuldigen. Ich jedenfalls kenne niemanden, der freiwillig alpträumt." Chrys setzte sich neben Cherek und zog fröstelnd die Beine an sein Kinn. Es erleichterte ihn ungemein, daß sein Freund wieder lachen konnte. "Irgendwie seltsam... Ich träume etwas so schönes und etwas so schreckliches..." Nachdenklich starrte er ins Dunkel, während er sich durch seine wirren, kurzen Locken strich. "Ich habe von meiner Mutter geträumt", erklärte er schließlich und wartete, ob Cherek ebenfalls etwas erzählen wollte oder ob es ihm reichte, daß Chrys ihm etwas erzählte. "Ich habe schon lange nicht mehr von ihr geträumt. Sie... hat mir etwas geschenkt. Eine Kette." Unbewußt tastete er nach dem schweren Geschmeide unter seinem Hemd.

  24. #49
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    Trakis Oberkörper bog sich leicht nach vorn als der Hühne ihm auf die Schulter klopfte. Er bedachte ihn einen kurzen Moment mit einem Blick von mach das nicht noch mal, hörte aber seinen Worten aufmerksam zu. Anheuren auf einem Schiff?
    Naja, er war Krieger, kein Matrose. Doch momentan herrschte Frieden zwischen den Statten der Ägeis. Leute wie er schoben Wache und hatten nicht viel zu tun. Höchstens als Leibwächter. Doch schien ihm der Gedanke an die Möglichkeit einer Seereise und der damit verbunden Tatsache das er nicht an einem festen Ort verweilen musste, garnicht mal so unrecht zu sein.
    "Und könntest du mir da was empfehlen?" sprach er Telemachos an.

  25. #50
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    Aegis ich schwöre dir beim Leben meiner armen alten, blinden Mutter das sich der Kapitän und das Schiff praktisch von dem einen Augenblick zum anderen den Hafen von Athen verlassen hatte und das in einer Zeit in der kein Schiff dies hätte machen können. Und vor allem ohne Besatzung denn wir waren alle an Land. Ich war keine halbe Stunde vom Schiff und als ich zurück kahm war die Margareta Negra verschwunden. Und war im ganzen Hafen nicht mehr zu finden. Und unser Hab und Gut war auch von Bord gebracht worden. Ich weiß bis heute nicht wie der Kapitän das gemacht hat.“
    Telemachos schenkte jedem etwas Wein in den Becher. Auf die Entgegnung das Aegis eventuell auch mit Telemachos zusammen eine Heuer suchen würde erfreute den Hünen von Ithaka.
    „Schön dass Du auch mit auf Heuersuche gehst. Es dauert meistens eh ein paar Tage bis man etwas Passendes findet.“

    Telemachos hatte den warnenden Blick von Trakis nicht richtig aufgefasst. „Einen direkten Tipp bei wem Du anheuern kannst habe ich natürlich nicht ansonsten würde ich dort anheuern. Aber einen Rat kann ich dir geben.“
    Telemachos nahm einen Schluck aus seinem Becher. Und stellte ihn schwungvoll zurück auf dem Tisch.
    „Mach dir keine Sorgen dass du keine Ahnung von der Seefahrt hast. Es werden immer wieder Krieger und Kämpfer für Überfahrten gesucht. So bin auch ich zur Seefahrerei gekommen.“ Das war zwar nicht ganz die Wahrheit aber der Fremde musste ja nicht gleich wissen dass seine erste Seereise nach Troja ging und das er seit Ende des Krieges auf der Suche nach seinem Freund und Mentor Odysseus war.
    „Ich habe schon auf einigen Schiffen als Krieger gedient, meistens um Mannschaft und Fracht zu beschützen. Erst bei meiner letzten Heuer habe ich es zum Vertrauensmann des Kapitäns gebracht. Auf dem Schiff habe ich auch unseren Aegis kennengelernt.“

    Bei diesen Worten erinnerte Telemachos sich daran das er ja gerade vor ein paar Stunden Maristos getroffen hatte und das dieser gerade in Telemachos Unterkunft seinen Rausch ausschlief.
    Aegis du glaubst nicht wen ich vor einigen Stunden genau hier getroffen habe. Maristos den alten Halsabschneider.“

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