szmtag Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Auf der Suche
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  1. #1
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Auf der Suche

    Prolog

    Sechs Monde waren verstrichen, seitdem die Margaretha Negra mitsamt ihrem verfluchten Kapitän Athen verlassen hatte und seitdem schien sie in den weiten des Ozeans verschwunden und niemand hatte auch nur Gerüchte zu erzählen.

    Nachdem Megaira sie in den Bergen zurückgelassen hatte, hatten Cherek und Chrys beschlossen zusammen zu bleiben. Der junge Ägypter hatte das Meer welches ihm Freiheit und Heimat über so viele Jahre gewesen war nicht vergessen können und sie hatten sich in einem kleinen Fischerdorf niedergelassen. Trotz dem kleinen Vermögen das er mit auf den Weg bekommen hatte, lebten die beiden von Fischerei und gingen nur gelegentlich nach Athen um auf dem Markt ihre Vorräte aufzustocken. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen und nicht in die Hände ihrer Familie zu geraten, gab Chrys sich weiterhin als Junge aus und sie waren wie Brüder im Dorf anerkannt. Auch Cherek gab sich große Mühe, sein Geheimnis sicher zu wahren, besonders nun da er wieder in der Nähe des Ortes war an dem seine Geschichte begonnen hatte.

    Ab und an besuchte Cherek auch seine ehemaligen Freunde Eutychia und Mykos, welche sich in einem anderen Dorf im Landesinneren niedergelassen hatten. Die Seherin hatte ihn kurz nach dem Verschwinden des Schiffes aufgesucht und erzählt was geschehen war, inzwischen aber ihre Gabe aufgegeben und erwartete ihr erstes Kind.

    Telemachos hatte nach einigen Tagen auf einem Handelsschiff in Richtung Ithaka angeheuert. Die Reise verlief gut, doch in seiner alten Heimat erfuhr er, dass sein Herr noch immer nicht zurückgekehrt war und so machte er sich erneut auf die Suche und landete schließlich nach etwa sechs Monden erneut in Athen. Dort wartete er auf seine nächste Gelegenheit in See zu stechen, doch aufgrund widriger Frühlingswinde würde er wohl einige Zeit hier verbringen müssen. Seine Heuer erlaubte ihm zwar ein angenehmes Leben, doch über kurz oder lang würde er sich eine Beschäftigung suchen müssen.

    Seitdem er das Schiff verlassen hatte, schlug Maristos sich mit kleinen Gelegenheitsaufträgen durch. Das Geld, das er für seine Dienste an Bord erhalten hatte hätte ihm zwar gereicht ein ehrliches Leben zu beginnen – doch wer wollte das schon? Eines Abends traf er in der Taverne einen alten Kameraden wieder, der von seiner Reise nach Ithaka berichtete. Dieser Mann hatte zuletzt als erster Mann die Margaretha Negra geführt… doch wie war noch gleich sein Name?

    Allen brannten noch die Erinnerungen an die letzten Geschehnisse im Gedächtnis und selbst jene, die nur kurz an Bord gewesen waren sehnten sich nach der Zeit zurück als die Mannschaft gemeinsam die See unsicher gemacht hatte. Doch zu viel war geschehen und es schien als habe das Meer Schiff samt Kapitän verschlungen.

    Gedankenverloren stand Aegis am Bug des kleinen Handelsschiffes, auf dem er die letzten Monate verbracht hatte. Seit er die Margaretha auf Kythira verlassen hatte um eine bessere Position an Bord eines anderen Schiffes einzunehmen, hatte er sich gefragt ob es der richtige Entschluss gewesen war. Natürlich waren Handelsschiffe nicht annähernd so gefährlich, die Mannschaft um vieles zivilisierter und das Einkommen gut und gesichert. Doch selbst als Schiffsjunge hatte er zu weilen mehr Mitspracherecht gehabt und sowohl die Mannschaft die Mannschaft als auch der Kapitän hatten ihm stets das Gefühl gegeben einer von ihnen zu sein. Nun also näherte sich seine Reise dem Ende und vor sich sah er im Abendrot die Dächer Athens. Ob die anderen wohl in der Nähe waren?
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  2. #2
    Mitglied Avatar von Sac
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    Aegis zupfte an seinem Kinnbart. Waren Sicherheit und Zivilisiertheit denn so anstrebenswert? Stocksteif lief es hier ab, nur die Schiffe der Soldaten mochten da wohl schlimmer sein. Von einem Seil mit den Füßen herabzubaumeln konnte er sich hier nicht erlauben. Wieder schweifte sein Blick das Farbenspiel der Dächer. Und Humor... manche Menschen hatten wohl andere Vorzüge. Versteckte Vorzüge. Sehr versteckt.

    Außerdem hatte der Kapitän immer auf Sauberkeit geachtet. Aegis verzog das Gesicht, als er an die Gerüche in den Schlafkammern dachte. Er lehnte einen Ellenbogen auf die Reeling und stüzte den Kopf in die Hand. Was sollte es? Bald war er hier runter. Athen war immerhin für einen Spaß zu haben. Seine Augen blitzten. Ja, ein wenig Spaß wäre genau das richtige. Und einen Becher heben auf andere Zeiten.
    Totgesagte leben länger.

  3. #3
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos war erst seit einigen Tagen wieder Athen. Tagsüber war er meistens am Hafen um sich eine Heuer zu beschaffen. Abends ging er in die Tavernen am Hafen. Solange seine Heuer noch reichte würde brauchte er die Arbeit nicht wirklich dringend. Aber es lag Telemachos nicht mittellos zu sein. Deshalb würde er nicht bis zum letzten Silberling warten bis er eine neue Heuer hatte.
    Eines Abends traf er auf einen alten Schiffskammeraden von der Margaretha Negra. Maristos schien Telemachos ebenfalls wieder zu erkennen. Telemachos hatte sich nicht lumpen lassen und hatte schon den zweiten Krug Wein spendiert. Und hatte auch ausgiebig von seinen Erlebnissen berichtet die er erlebt hatte seit er die Margareta Negra verlassen hatte.

  4. #4
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    slushhht

    Mit einer geübten Bewegung führte Cherek das Messer entlang der Bauchwölbung des Fisches, der vor ihm lag. Fische zu fangen und auszuweiden war ein Handwerk, das Meg ihm damals mit als erstes auf der Margaretha beigebracht hatte - allzu oft, wenn die von Land mitgebrachten Vorräte zu neige gegangen waren, hatten sie sich aus dem Meer ernährt. Es war nur eine von vielen Fertigkeiten, die er an Bord erlernt hatte.
    Cherek seufzte und versuchte den Gedanken abzuschütteln. Er sah von seiner Tätigkeit hoch, über die Klippe, an der ihre Unterkunft gelegen war, hinaus auf die See, ließ den Blick dann schweifen, vorbei an den steinernen Wänden ihrer Behausung und hinunter zum Dorf. Es war zwar nicht immer praktisch, dass sie sich ein klein wenig außerhalb niedergelassen hatten, doch Cherek fühlte sich weitaus wohler hier, als wenn er mitten im Dorfzentrum gelebt hätte und es war auch nur ein kurzer Fußweg von wenigen Minuten. Ab und an kamen Besucher vorbei - sie hatten viele nette Menschen hier kennen gelernt und die wenigstens fragten genauer nach ihrer Herkunft, worum speziell Cherek froh war. Seine Haut, seine dunklen Augen und Brauen und das tiefschwarze Haar machten einem jeden klar, dass er kein Grieche war ... und wer kein Grieche war, der war höchstwahrscheinlich Sklave. Ein Teil des Goldes, das Meg ihnen hinterlassen hatte, hatte ihm zwar einen gefälschten Freiheitsbrief beschafft, doch Cherek war umso angenehmer, dass er diesen bisher nicht einmal gebraucht hatte.

    Überhaupt hatten Chrys und er das vergangene halbe Jahr ruhig und ohne Schwierigkeiten verbracht. Wie schnell es vergangen war! Noch zu Beginn hatte er sich das nicht vorstellen können. Sicher, oft genug hatte er sich, wenn Meg sie einmal wieder in ein hanebüchenes Abenteuer gebracht hatte, gedacht, wie schön ein stetes Leben wäre - doch als er sich diesem dann gezwungenermaßen gegenüber gesehen hatte, hatte die Aussicht ihn plötzlich geängstigt. Doch dann waren die Wochen und Monate vorbeigeflogen und es war ihnen gelungen, sich hier ein Leben aufzubauen. Neben der Fischerei lehrte Cherek einige der Kinder das Lesen und Schreiben, wobei er es den Müttern und Vätern freistellte, was sie ihm dafür gaben. Einige unterrichtete er auch umsonst, auch wenn er deren Eltern mühsam hatte überzeugen müssen, dass er es gerne tue und sie das Geld nötiger hatten als er und Chrys. Die Tätigkeit machte ihm Spaß und dann und wann brachte er den Kindern auch die ägyptischen Zeichen bei, wenn sie versprachen, es ihren Eltern nicht zu erzählen.

    Doch, sie hatten es schön hier, er und Chrys. Es war friedlich und harmonisch.




    Warum also nagten die Erinnerungen so oft an ihm?
    Geändert von Foxx (09.02.2010 um 16:33 Uhr)

  5. #5
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Chrysanthos saß auf der kleinen Bank vor ihrer beider gemeinsamen Behausung. Gerötete, doch geschickte Finger flickten die Löcher in den Netzen. Keine sonderlich aufregende Arbeit, aber sie erfoderte nicht viel Konzentation. Er war sich sicher, daß er die Netze selbst noch im Schlaf würde flicken können. Das seltsam befriedigende Schlitzgeräusch zeigte ihm, daß Cherek noch immer mit dem Ausnehmen der heute gefangenen Fisch beschäftigt war. Ab und zu sah Chrys zu Cherek, aber er sagte nichts. Ihr Mitbewohner und Freund hatte wieder diesen düsteren Ausdruck in den Augen. Wahrscheinlich dachte er gerade an Meg oder die Margaretha Negra. Das führte immer zu einer düsteren Stimmung.

    Chrys sah verbittert auf das Netz und zog es auseinander, auf der Suche nach einem weitern Loch. Meg... Dieser Name rief inzwischen nur noch Unbehagen in ihm wach. Wochenlange hatten er und Cherek im Schiffsbauch einem ungewissen Schicksal entgegen gesehen. Versklavung... Chrys hatte sich nächtelang in den Schlaf geweint als er daran dachte, daß er wohl bald unter einem fetten Männerkörper liegen und sich dabei in qualvollen Schmerzen winden würde. Nein, Unbehagen war nicht das richtige Wort. Es war Haß auf Meg! Sollten sie und ihr verfluchtes Schiff von Poseidon verschlungen werden! Vielleicht fände dann nicht nur er selbst sondern auch Cherek endlich Frieden. Cherek... Chrys hatte Cherek in dem letzten halben Jahr immer lieber gewonnen und sicher mußte das Cherek aufgefallen sein, aber er hatte nie etwas gesagt und so hatte auch Chrys dazu geschwiegen. Sie waren zwei Männer und es war besser, wenn sie sich so unauffällig wie möglich verhielten.

    Chrys zog eine Schulter nach hinten und die Binden, die seine Brüste flach drückten, verschoben sich in eine angenehmere Position. "Cherek? Ich bin mit den Netzen fertig," sagte er mit seiner gespielten Jungenstimme. "Soll ich dir mit den Fischen helfen?"
    Geändert von Felicat (11.02.2010 um 20:40 Uhr)

  6. #6
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Chrys' Rufen ließ den Ägypten aus seinen Gedanken hochfahren. Vor ihm lag noch immer der Fisch, den er eben aufgeschnitten und dann nicht weiter bearbeitet sondern stattdessen gedankenverloren angestiert hatte, so als sei von ihm eine Antwort auf ungestellte Fragen zu erwarten.
    "Nein, danke, ich bin gleich soweit, es ist nur noch ein weiterer", gab er zur Antwort, und beeilte sich, den Fisch fertig auszunehmen, bevor er den letzten anging. Er schmunzelte, angesichts der Tatsache, wie ernst Chrys ihre Tarnung nahm, so dass sie selbst hier, wenn sie alleine waren, ihre Stimme verstellte.

    Als er fertig war, tat er die präparierten Fische in einen Korb, nahm diesen und ging rüber zu Chrys. "Du wirst immer schneller", stellte er schmunzelnd fest, stellte den Korb ab und prüfte die Netze kurz, wenngleich er wusste, wie sorgfältig sie war. "Ich dachte, wir könnten diese hier räuchern und morgen auf dem Markt verkaufen", überlegte er und deutete auf den Korb.

  7. #7
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    OOC: Hab gar keine Zeit

    Es mochte Frühling sein, doch Maristos hatte sich den ganzen Tag (asunahmsweise) mit ehrlicher, harter Arbeit, dem Beladen eines Schiffes, verdingt, weshalb in ihm den vollen Tag schon eine unangenehme Hitze wallte.

    So verwunderte es nun auch nicht, dass er bereits nach dem zweiten Krug des Gesöffs ausgiebig lallte und Telemachos zumeist nur "He-l-mos" oder "Eh-Leh-Wachohs" nannte.

    Unhöflicherweise unterbrach er seinen alten Kameraden in seinen Erzählungen, indem er ausgelassen an Gejohle und Gesängen von Nachbartischen teilnahm oder den Schankdamen mehrfach eine rosige Zukunft an seiner Seite offerierte.

    Schließlich wandte er sich doch wieder dem Freund zu. "Hör zu El .. Ehlahchos! Mir ist langweilig. Ich bin steinreich. Und ich arbeite jeden Tag, den die Götter mir geben, daran auf die ein oder andere Weise noch reicher zu werden. Aber seien wir ehrlich: Wer einen ... ich meine .. hah .. einen Zyklopen gestohlen hat (nachdenkliche Miene) ... ich meine BE! haha ... BEstohlen ... häh! (unsinniges Grinsen) ... ich meine, der sieht ei'fach keine Heersfrdrng mehr bei einem fetten alten Griechen in seinm Plast. Oder so ... Vrstst dumisch?!"
    Freundschaftlich legte Maristos Telemachos seinen Arm um die Schulter und hatte so die Möglichkeit den Kumpan näher zu sich zu ziehen und ihn das gesamte Spektrum seines alkoholgeschwängerten Atems auskosten zu lassen.
    "Ich muss dir was sangn, Hephaistos: Ich will wieder was erlehm, mit dir un' den Annern oder was auch immr! Hauptsache See odr was?" Plötzlich richtete er sich auf und fing an laut zu lachen, gefolgt von einem kurzen, jauchzenden Aufschrei, den man noch draußen auf der Straße hören konnte: "Hah! Zyklopen und alte, fette Griechen. Und DAS hier. Ahahahahahahaha!"

    Dann, offenbar eine Reaktion abwartend, sah Maristos Telemachos ruhig und mit glasigen Augen an und lächelte freundlich und selbstzufrieden, wie ein kleiner Junge.
    Das Neue dringt herein mit Macht, das Alte,
    Das Würdge scheidet, andre Zeiten kommen,
    Es lebt ein andersdenkendes Geschlecht!

  8. #8
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos war erstaunt wie schnell Maristos augenscheinlich betrunken wurde, nun ja immerhin hatte er auch mehr getrunken als Telemachos selber.
    Der Atem seines ehemaligen Schiffskammeraden verschlug ihm den eigenen. Dieser Mann stank aus dem Mund wie ein Minotaurus aus dem ..., aber das spielte jetzt keine Rolle. Der Mann von Ithaka meinte zu verstehen was sein Kamerad da von sich gab.
    „Ja es wird wieder Zeit für ein Abenteuer, deshalb suche ich mir auch ein Schiff auf dem ich anheuern kann, begleite mich doch einfach.“

  9. #9
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Masterpost

    Als Cherek sich erhob, sah Chrys , dass sie einen Fisch übersehen hatten. Es war ein besonders großes Exemplar mit silbrigem Bauch, fast schwarzem Rücken und wie sie wussten rotem Fleisch, welches stets einen besonders guten Preis brachte. Die toten Augen waren noch nicht getrübt und wirkten fast als würden sie die beiden Männer betrachten. Offenbar war der Fisch ein wenig hinter die Kiste gerutscht auf der Cherek gesessen hatte und so dem scharfen Messer entkommen. Als es nun in den festen Körper glitt, vorsichtig um die bittere Galle nicht zu verletzen, stieß das Messer gegen etwas hartes, ein leises Klicken war zu hören.

    Die Schankmaid stemmte beide Hände in die stämmigen Hüften und musterte Maristos missmutig. „Du solltest deinen Freund an die frische Luft bringen und noch besser ins kalte Wasser!“ wandte sie sich an Telemachos „Du kannst ja später wieder kommen, wenn du ihn schlafen gelegt hast!“ bei diesen letzten Worten strich sie ihm sanft über die muskulösen Schultern, bevor sie sich umwandte und einem anderen Gast einen weiteren Krug reichte.

    Hinter sich spürte Aegis jemanden an den Rand des Schiffes treten. Es war der einzige Fahrgast, den der Kapitän in Mykonos aufgenommen hatte – ein junger, etwas düster wirkender Mann. Das schwarze Tuch, welches dieser um den Kopf gebunden hatte erinnerte ein wenig an Meg, die ihre wallend rote Mähne oft unter einem eben solchen verborgen hatte. Er kannte den Namen des Fremden nicht, doch dem Akzent nach war er aus Sparta.
    Hinter ihnen versank die Sonne nun endgültig, als endlich der lang ersehnte Ruf des Kapitäns erschallte „Zum Anlegen bereit machen! Segel einholen! An die Ruder!!!“ Trakis konnte weiter die Stadt im Abendlicht betrachten, während Aegis sich zum Anlegemanöver bereit machte.
    Geändert von Felina Noctis (09.02.2010 um 22:06 Uhr)
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  10. #10
    Mitglied Avatar von Armisael
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    Trakis liss seinen Blick über die im Farbenspiel des Sonnenuntergangs leuchtenden Dächer der Stadt schweifen.
    Dies war also Athen; der wohl verruchteste Ort in Griechenland - Sitz einer Regierung, die zu Fett zum Laufen und zu zerstritten war um etwas recht auf die Reihe zu kriegen, es sei denn ein Feind stände direkt vor den Toren. Inhaber der schlechtesten Armee von hier bis zu den östlichen Greznen- so hatte man es ihm damals immer wieder beigebracht, doch für ihn war es nun kein Ort den man als grössten Konkurrent bezeichnen konnte. Für Trakis war es ein möglicher Ort der Hoffung.

    Da das Schiff sich bereit machte anzulegen, liess der junge Mann den Ausblick hinter sich und ging seine Sachen überprüfen. Dann schulterte er das Bündel und den grossen Schild, das Schwert kam an seinen angestammten Platz an der Hüfte.
    Mal sehen was für Abenteuer und mögliche Gewinne diese Stadt im zu bieten hatte.

  11. #11
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek hatte Chrys das Feld überlassen, als dieser ihn auf den überbliebenen Fisch aufmerksam machte. "Ich mach dann schon mal das Feuer an", erklärte er. Das seltsame metallische Klicken aber entging ihm nicht - es war nicht unbedingt die Art von Geräusch, die man erwarten durfte, wenn man einen Fisch ausnahm. "Was war das?", fragte er verwundert, während er etwas Feuerholz in der Feuerstelle über Reisig und Stroh schichtete.

  12. #12
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    "Räuchern wäre eine gute Idee," erwiderte Chrys bevor er sich setzte, um den letzten verbliebenen Fisch auszunehmen. "Wir könnten uns ein oder zwei für uns selbst aufheben," fuhr er fort während er den Fischsbauch aufschlitzte. Klick! Klick? Er sah verwundert auf den Fisch, da hörte er auch schon Chereks Frage. "Mal sehen. Klicken sollten Fische nämlich nicht." Neugierig zog er den Fischbauch weit auf, um hineinsehen zu können.

  13. #13
    Mitglied Avatar von Sac
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    Aegis hätte gerne die Chance genutzt, den Fremden anzusprechen. Doch von Bord zu kommen, war auch nicht schlecht. Da wusste er immerhin, dass es ihm etwas brachte. Beschwingt schnappte er sich ein Tau und kletterte auf die Reeling. Der Wind spielte in seinem Haar, während das Schiff sich seitlich zu der Steinmauer drehte, an der sie anlegen wollten. Ausgerechnet nach Sonnenuntergang in den Hafen einzulaufen war vielleicht nicht der klügste Schachzug, aber immerhin mehr Abenteuer, als es in den letzten Wochen der Fall gewesen war. Das Licht der Fackeln, die in regelmäßigen Abständen auf und vor der Steinmauer brannten, leuchtete in Aegis Augen, als er abschätzte, wann sie der Mauer nahe genug wären.
    Geschmeidig sprang er von Bord auf die Steinmauer, mit ihm einige weitere Crewmitglieder, ebenfalls mit Tauwerk über den Schultern behangen. Währenddessen mühten sich andere Mitglieder redlich damit an, das Schiff mit dicken Stöcken auf Abstand zur Mauer zu halten, damit kein Teil davon mit plötzlicher Wucht die Mauer rammte.
    Aegis schob sein Tau durch einen metallenen Ring, der an der Mauer befestigt war. Mit sicherem Tritt stemmte er einen seiner Füße gegen die Mauer und hielt das Tau fest in beiden Händen. Auf ein Zeichen zog er gemeinsam mit den anderen das Tau an -und schob das Schiff damit Zentimeter um Zentimeter an die Hafenmauer.
    Als das Schiff angelegt hatte, befestigte er das Tau, dann sprang er zurück und machte Platz für die Stelling, die klappernd vor ihm auf dem Boden aufkam.
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  14. #14
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    Masterpost

    Als Chrys den Fisch des Bauches aufschob sah er darin zunächst etwas, dass aussah wie ein Augapfel, gräulich verfärbt und von Gedärmen verschmiert. Doch diese Kugel war von Akanthusblättern umrankt, feine rotgoldene Blätter die ein Geschmeide bildeten. Der Junge erkannt die Kette sofort. An jenem Tag hatte Meg diese Kette getragen. Chrys erinnerte sich nur zu gut, wie der Kapitän über ihm gestanden hatte, das Messer erhoben so als wolle sie ihn nun töten in den Bergen, ihn und Cherek. Damals war die Kugel schwarz gewesen, nicht wie die Onyxkette seiner Mutter, sondern ein tieferes schwarz, das von innen heraus kam und den Anhänger auszufüllen schien. Dieses alles verschlingende schwarz – auch Megs Augen hatten diese Farbe gehabt, einen Augenblick, bevor dass Messer herabsauste, die Fesseln zerschnitt und ihnen die Freiheit gab.

    Nun also fand sich eben diese Kette, die Meg bei ihrer letzten Begegnung getragen hatte, im Bauch dieses großen Fisches. Noch hatte Cherek es nicht sehen können, doch ein Sonnenstrahl traf das Geschmeide und es schimmerte leicht im Innern und würde sicher bald Aufmerksamkeit erregen. Es schien kostbar zu sein, aus Gold und was immer diese Kugel sein mochte und kunstvoll gefertigt.

    Ohne weitere Probleme legte das Schiff im Hafen an. Nachdem der Kapitän noch mal alles überprüft hatte, verabschiedete er Trakis. Dann zahlte er die Löhne aus, Aegis war einer der ersten da man ihn im Moment nicht mehr brauchte und er das Schiff längerfristig verlassen würde. So kam es, dass er bereits kurz nach dem Fremden Fuß in die Stadt der Weisen setzte. Vor ihnen breitete sich der Hafen Athen aus, Tavernen und Bordelle säumten die Hafenmauer, einige Frauen waren schon auf sie aufmerksam geworden und warfen sich in Pose. Trotzdem die Nacht gerade erst hereingebrochen war, war es bereits sehr kühl – es war noch früh im Jahr. Einige Matrosen waren schon jetzt zu betrunken um sich noch aufrecht zu halten und aus manch offener Tür und manchem Fenster drangen feuchtfröhliche Gesänge und haarsträubende Geschichten.

    Zitat Zitat von Felina Noctis Beitrag anzeigen
    Die Schankmaid stemmte beide Hände in die stämmigen Hüften und musterte Maristos missmutig. „Du solltest deinen Freund an die frische Luft bringen und noch besser ins kalte Wasser!“ wandte sie sich an Telemachos „Du kannst ja später wieder kommen, wenn du ihn schlafen gelegt hast!“ bei diesen letzten Worten strich sie ihm sanft über die muskulösen Schultern, bevor sie sich umwandte und einem anderen Gast einen weiteren Krug reichte.
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  15. #15
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    Chrys spürte Übelkeit in sich aufsteigen als er mit einer zitternden Hand die Kugel aus dem Fischbauch zog, sie abwischte und völlig verwirrt besah. Meg... "Nein, daran will ich nicht denken," flüsterte er gequält und schloß die Augen als die Erinnerungen an den Tag zu ihm zurückkamen, an dem er gedacht hatte, er und Cherek würden bald ihr Leben verlieren. Ob Meg sie getötet oder verkauft hätte, beides wäre auf dasselbe hinausgelaufen. Er hatte Mühe, sitzenzubleiben, am liebsten wäre er aufgesprungen und hätte die verfluchte Kugel zurück ins Meer geschleudert.

  16. #16
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    Einzelmasterpost: Chrys

    Als Chrys das Amulett berührte, strahlte es auf einmal hell auf und die Kugel wurde klar und durchsichtig. Unfähig die Augen abzuwenden sah sie darin zunächst nichts – ungewöhnlich da sie doch zumindest ein wenig ihre Hand durch das kristallartige Geschmeide hätte sehen müssen. Dann aber sah sie wie durch ein Fernglas Bilder erscheinen. Zunächst wirkten sie verschleiert, wie durch einen Nebel. Doch dann sah sie ihr eigenes Gesicht, mit Tränen überströmt. Neben ihr standen zwei Wachen ihres Vaters, die sie an den Armen festhielten und vor ihr spielte sich eine grausame Szene ab. Sie sah Cherek, der sich verzweifelt gegen eine handvoll Männer ihres Vaters wehrte. Er hatte eine Schlinge um den Hals – offenbar versuchten sie ihn zu fesseln wie Vieh, wie einen Sklaven. Der Rücken des jungen Mannes war mit Striemen überzogen. Etwas abseits sah sie noch ein weiteres bekanntes Gesicht: Ihr Vater hielt seine Peitsche in der Hand, bereit erneut zuzuschlagen. Ein breites Lachen verzerrte seine Mimik – auch wenn sie es nicht hören konnte, sie wusste genau wie dieses Lachen klang.

    Das Bild verschwamm erneut, ohne dass sie die Umgebung hatte erkennen können. Nur dass es ein sonniger, warmer Tag gewesen sein musste hatte die Kleidung der Männer ihr verraten. Nun sah Chrys wieder das kunstvolle Geschmeide in ihrer Hand, sah das Gras unter ihr, den Fisch auf ihren Knien. Sie hörte die Vögel, roch die Seeluft. All ihre Sinne waren zurückgekehrt und reizten ihren Magen zusätzlich zu dem Schwindelgefühl das langsam ihren Kopf verließ.
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  17. #17
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    "Chrys?"
    Das plötzliche Schweigen hatte Cherek verwundert, doch er war gerade dabei, das Feuer mithilfe eines Reibholzes in Gang zu setzen und wenn er ablassen würde, müsste er von vorne beginnen, so dass er stattdessen erneut fragte: "Chrys, ist alles in Ordnung?" Als er einen Lichtschein wahrnahm, ließ er schließlich doch das Reibholz fallen und drehte sich um, um zu sehen was geschah.

  18. #18
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    Chrys starrte völlig weggetreten in die Kugel. Entsetzen breitete sich in ihm aus. Nein, so etwas durfte Cherek nicht zustoßen! Nicht sein Cherek! "Nein, das darf nicht sein," murmelte er gequält und ließ die Kugel fallen als die Vision verschwand. Ihm war schlecht und er glaubte, er müsse sich gleich übergeben, aber seine Beine wollten ihm nicht gehorchen und so blieb er wie erstarrt sitzen, während Tränen über seine Wangen liefen. "Mein Vater... Er darf uns nicht finden! Er...er wird dir wehtun, Cherek," gelang es Chrys schließlich auf Chereks Frage irgendetwas zu antworten.

  19. #19
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    In wenigen Schritten war Cherek bei der total aufgelösten Chrys, das Feuer war fürs erste vergessen. Cherek hatte keine Ahnung, was geschehen sein mochte und wurde auch nicht sofort der auf den Boden gefallenen Kette gewahr, doch irgendetwas musste seiner Freundin einen gewaltigen Schock versetzt haben. Bei ihr angekommen ging er in die Hocke um auf Augenhöhe zu sein und strich ihr tröstend eine Träne aus dem Gesicht. "Dein Vater?" fragte er verwirrt. Wie kam sie denn auf diesen Gedanken? "Chrys, was redest du da?"

  20. #20
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    Chrys schluchzte, doch Chereks Berührung beruhigte ihn etwas und ließ Wärme durch seinen Körper strömen. Zitternd deutete er auf die Kugel. "Ich hab sie angefaßt und dann sah ich... wie mein Vater uns... Er hat uns gefunden! Er hat dich ausgepeitscht und dich wie Vieh gefesselt, während ich nur hilflos zusehen konnte." Er schlang plötzlich beide Arme um Chereks Hals und schmiegte seine Wange an dessen Schulter. "Ich will nicht, daß dir etwas passiert. Was sollen wir nur tun?"

  21. #21
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek folgte Chrys' Fingerzeig und brauchte einen kurzen Moment, bis er begriff, was dort lag - doch dann verdunkelte seine Miene sich. Chrys' weitere Worte drangen wie durch eine Schicht dicken Stoffes zu ihm und er realisierte kaum deren Inhalt. Als er die Berührung ihrer Wange spürte, zuckte er einen Augenblick zusammen, kam dann aber zu sich und strich ihr noch einmal tröstend über den Kopf, wobei die Bewegung jetzt etwas Mechanisches an sich hatte, zu sehr tobten die Gedanken gerade in seinem Kopf. Wie in aller Welt kam Chrys an Megs Kette? Darauf, dass sie diese gerade aus dem Innern eines Fischs herausgeschnitten hatte, kam er beim besten Willen nicht. Was hatte Chrys gesagt? Sie hatte etwas gesehen, eine Art Vision?
    Das alles ergab keinen Sinn! Doch während er noch mit seinem eigenen Schock zu kämpfen hatte, trat ein gewisser Beschützerinstinkt wieder hervor. "Hey", hörte er sich sagen, "beruhige Dich. Mir geht es gut! Dein Vater ist nicht hier, er weiß nicht wo er dich finden kann. Und er wird weder dir noch mir etwas antun." Doch in seinem Innern war Cherek nicht halb so ruhig, wie er sich zu geben versuchte.
    Geändert von Foxx (22.02.2010 um 21:21 Uhr)

  22. #22
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Das kannst du nicht wissen," wisperte Chrys, auch wenn er sich dankbar an Cherek klammerte. "Solche Dinge wissen nur die Götter. Nur sie können dafür gesorgt haben, daß der Fisch, der Megs Kette verschluckt hat, in unserem heutigen Fang gelandet ist." Er schluchzte leise. Was, wenn die Vision schon bald wahr werden würde? Da durfte nicht geschehen! Aber wohin sollten sie gehen? Er hatte nicht sehen können, wo dieses schreckliche Schicksal sie ereilen würde. Vielleicht war ja Weggehen genau das, was erst die Katastrophe auslösen würde, genauso wie bei Oedipus? Chrys war zu sehr mit seinen eigenen Gedanken und Ängsten beschäftigt, um Chereks zu bemerken.

  23. #23
    Mitglied Avatar von Armisael
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    Langsam schritt Trakis die hölzener Planke entlang und nahm den Moment, als sein Fuss wieder festen Boden spürte, mit ein wenig Erleichterung entgegen. Er war so lange Seereisen noch nicht gross gewöhnt.
    gemächlich wanderte er durch das für die nahct erwachende Hafenviertel. Solche Viertel sahen doch in jedem Hafen überall gleich aus; Tavernen, Fischernetze, Weinbars, leichte Mädchen und müde Matrosen. Er brauchte zuerst mal Unterkunft.
    Schliesslcih blieb sein Blick an einer Taverne kleben, die ganz gut zur Umgebung passte. In der konnte er sich wohl, wenigstens für diese Nacht niederlassen. Er war schon gespannt ob der Athenische Wein wirklich so wässerig schmeckte, wie es in Sparta immer behauptet wurde.

  24. #24
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos fasste den auf dem Tisch zusammengesackten Maristos unter den Armen und hob ihn an. Als er und sein restlos betrunkener Kamerad die Taverne verließen lenkte Telemachos seine Schritte zu seiner eigenen Unterkunft die sich nicht weit von hier befand. Als er Maristos ein provisorisches Lager eingerichtet hatte ging er zurück zur Taverne vielleicht hatte er ja noch Glück bei der Schankmaid.

  25. #25
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Masterpost

    Auch an der Küste hatte die Sonne sich nun soweit gesenkt, dass die letzten rötlichen Strahlen über das Meer glitzerten. Alles um sie herum war ruhig, im Dorf unter ihnen zogen sich die Menschen langsam in ihre Hütten zurück. Das Amulett schimmerte noch leicht im verschwindenden Licht der Sonne doch das magische Leuchten das Chrys ausgelöst hatte war erloschen. Mit Einbruch der Nacht kam auch die eisige Kälte zurück, die die Frühlingswinde tagsüber bereits zurückdrängten. In der Vision hatten die Männer eindeutig sommerliche Kleidung getragen, dafür war es selbst mittags noch zu kühl.

    Während es immer dunkler wurde, fiel Cherek auf, dass er sich beeilen musste, wollte er die Fische noch heute räuchern. Entweder das, oder er würde eine Lampe entzünden müssen – doch auch dazu musste das Feuer erst einmal in Gang gebracht werden.


    Im Hafen Athens stieß Trakis beim Betreten der Taverne mit Telemachos zusammen, welcher eben zurückkehrte. Gleichzeitig erreichten beide Männer die Tür und noch war nicht sicher welcher der Beiden zuerst Zutritt finden würde, als das Holz aufschwang und den Neuankömmling an der Stirn traf. „Pass doch auf!“ schleuderte ein trunkener Seemann Trakis zusammen mit seinem betäubendem Atem entgegen und wankte an Telemachos vorbei zum Hafen. Auch Aegis, welcher inzwischen seine Sachen gepackt und das Schiff verlassen hatte, wurde Zeuge der Szene. Irgendwie kam der Hüne der neben dem Reisenden stand sehr bekannt vor.

    Zur gleichen Zeit dämmerte Maristos auf einem provisorischen Lager, in einem dunklen Gasthauszimmer vor sich hin als plötzlich kratzende Geräusche von der Tür seine Sinne reizten und irgendjemand schien sich am Schloss zu schaffen zu machen.
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


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