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  1. #1326
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    Erwähnenswertes Detail zum Genussschein von Epsilon wäre natürlich, dass im Falle einer möglichen Insolvenz des Verlages der Besitzer solch eines Papiers sich in der Schlange der Gläubiger ganz hinten anstellen darf. Eigentlich kann man sich das Papier dann nur noch einrahmen und an die Wand hängen. Ich kenne Leute, die haben das mit ihren Rapid Wien - Aktien so gemacht.
    Möchte z.B. ich 1000 Euro in den Comicmarkt investieren, kaufe ich mir lieber beim Händler meines Vertrauens im Gegenwert dieser erklecklichen Summe die Menge an Comics ein, die mich tatsächlich interessieren. 10 Prozent Nachlass auf einen Einkauf - und somit auch ein "Gewinn"- kann dann bei so einer Summe bei einigen Händlern mitunter durchaus im Bereich des Möglichen sein.

  2. #1327
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Möchte z.B. ich 1000 Euro in den Comicmarkt investieren, kaufe ich mir lieber beim Händler meines Vertrauens im Gegenwert dieser erklecklichen Summe die Menge an Comics ein, die mich tatsächlich interessieren.
    Eine Investorenmitgliedschaft (+ 9 x verlängern) bei Finix wär auch noch eine Option.

  3. #1328
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Wenn man als Verlag dann immer mit irgendwelchen sich selbst bezuschussenden Hobby-Verlagen als leuchtendes Vorbild verglichen wird, ist das etwas realitätsfremd und der Sache nicht dienlich.
    Nun mal "Butter bei die Fische", welche Superreichen zahlen die Verluste ihrer Verlage, um diese am Markt zu halten?

  4. #1329
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    Zitat Zitat von Jonah Beitrag anzeigen
    Gerade die Leo-Serien oder auch "Golden Cup" wären allemal auf aktuellem Stand und immer zuverlässig erschienen, wenn ein anderer Verlag sie übernommen oder gleich von Anfang an betreut hätte. Selbst "small players" wie Finix oder BD hätten das locker geschafft...
    Vorausgesetzt es gäbe genug Käufer für diese Serien.

  5. #1330
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    Zitat Zitat von Bad Company Beitrag anzeigen
    Nun mal "Butter bei die Fische", welche Superreichen zahlen die Verluste ihrer Verlage, um diese am Markt zu halten?
    Nun es müssen nicht gleich Verluste sein, auch überschaubare Gewinne sind sicher an der Tagesordnung. Ich fand in dem Beitrag waren durchaus stimmige Aussagen. Wir reden nun mal über einen Markt, in dem in der Regel 2000 Ex von einem Titel erscheinen und wir reden von Bestseller, wenn man davon 1500 in den ersten 6 Monaten verkauft. So verstehe ich die Aussage über den langsamen Abverkauf selbst der Bestseller, denn im Vergleich z. B. zu Büchern ist das ein Witz.

    Die Frage ist halt: Welche Titel muss ich verlegen um wenigstens das zu erreichen, wie verlässlich muss ich arbeiten. Und da verzeiht der Markt, geprägt durch Überproduktion keine Fehler. Hier liegt das Problem bei Epsilon.

    Btw: Banker die Modelle wie geschildert ganz toll finden sind für mich wie Mitarbeiter der Arbeitsagentur, die irgendeinen armen Hansel darin bestärken sein Eigenkapital für eine windige Idee auf den Kopf zu hauen. Das Risiko tragen halt andere und hinterher kann man prima mit den Schultern zucken.
    Lest und kauft die wunderbare Serie "Unwritten". Spannend, phantasievoll - und in Deutschland von der Einstellung bedroht.

  6. #1331
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    Zitat Zitat von Bad Company Beitrag anzeigen
    Vorausgesetzt es gäbe genug Käufer für diese Serien.
    Die gibt es bzw. gäbe es. Natürlich auf dem üblichen, eher niedrigen Niveau des Comicmarktes (es sei denn, einer der Leo-Titel wird verfilmt...). Das kann sicher auch "Racing Rainer" als Händler bestätigen. Ich habe da eher Einblicke von Vertriebsseite - und da gilt: Ja, die Leo-Titel verkaufen sich trotz der bekannten schleppenden Veröffentlichung durch Epsilon gut und würden sich sicherlich woanders unter optimaleren Rahmenbedingungen noch deutlich besser verkaufen. "Golden Cup" verkauft sich in der Tat nicht gut, hätte aber anderswo bei einem Verlag ohne diese Vorgeschichte deutlich mehr Potential. Bei Splitter wäre das (so wie auch "Golden City") sicherlich ein "Bestseller".
    Epsilon ist halt leider in der Tat ein Verlag - egal, wie sehr das manche schönreden wollen -, bei dem Kunden und vor allem auch Fachhändler mittlerweile vorsichtig und misstrauisch sind und der zudem seinen Vertrieb mit massenweise schwer verkäuflichen Titeln belastet...

  7. #1332
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    Positiv: Schutz vor Veröffentlichungsschwemme

    Zitat Zitat von Borusse Beitrag anzeigen
    Wir reden nun mal über einen Markt, in dem in der Regel 2000 Ex von einem Titel erscheinen und wir reden von Bestseller, wenn man davon 1500 in den ersten 6 Monaten verkauft. So verstehe ich die Aussage über den langsamen Abverkauf selbst der Bestseller, denn im Vergleich z. B. zu Büchern ist das ein Witz.
    Dazu kann man vielleicht noch ergänzen, dass derzeit so viele Comics/Graphic Novels in deutscher Sprache veröffentlicht werden, dass zumindest ich mir nur einzelne Highlights heraupicken kann.
    Wenn man zurückblickt, spricht trotz sinkender Herstellungskosten wenig dafür, dass es auf Dauer bei dieser hohen Anzahl bleibt.

    Da kann man es doch auch als lobenswerten Verdienst von Mark ansehen, vorerst eine ganze Reihe von Serien zu blockieren und den Comicmarkt und die von der Veröffentlichungsschwemme zuweilen überforderten Fachhändler vor diesem zusätzlichen Schwall zu bewahren. Die guten Serien können dann auch später noch veröffentlicht, wenn die aktuelle Veröffentlichungsschwemme alter Frankobelgier verarbeitet ist.

    Mich interessieren aus dem Epsilon-Programm im Wesentlichen die Leo-Serien als GA, also noch "Antares", "Die Überlebenden" (falls der Zyklus beendet wird) und evt. "Kenya" und "Namibia" (falls der Zyklus beendet wird). Und von Sfar die "Schwarzen Oliven", falls sie mir mal in einem Laden in die Hände fallen sollten und spontan gefallen. Aber das alles hat keine Eile, es gibt derzeit zu viele gute Alternativen

    Sowohl bei Leo als auch bei Sfar bin ich zudem recht optimistisch, dass sich auch ein anderer Verlag dafür interessieren wird, in Deutschland - oder eben im englischsprachigen Ausland. Bei Sfar denke ich spontan an Avant, der mit "Klezmer" und "Die Katze des Rabbiners" schon zwei explizit jüdische Serien von Sfar veröffentlicht hat und wo ich als potentieller Kunde viel eher nach einem derartigen Werk Ausschau halten würde als bei Epsilon mit seinem, nun ja, unklareren Profil.

    Apropos Genussschein: Gerade einmal 10% jährliche Zinsen halte ich bei dem hohen Risiko und den fehlenden Sicherheiten für ein ziemlich mageres Angebot. Aber die isländischen Banken fanden einstmals bei nur 6% genug Optimisten, die ihnen ihr Geld gaben, vielleicht findest du sie ja auch. Falls daraus Leo-GA-Ausgaben werden, würde mich freuen und sogar per Albenkauf zur Sicherung der Genussscheine beitragen.

    Zitat Zitat von Borusse Beitrag anzeigen
    Btw: Banker die Modelle wie geschildert ganz toll finden sind für mich wie Mitarbeiter der Arbeitsagentur, die irgendeinen armen Hansel darin bestärken sein Eigenkapital für eine windige Idee auf den Kopf zu hauen. Das Risiko tragen halt andere und hinterher kann man prima mit den Schultern zucken.
    Ach, ich verstehe die Banker schon. Falls der Verlag bei Ihnen Kredite zu laufen hat, ist es sicher in ihrem Interesse, dass dieser seine Finanzen mit externen, nachrangigen Kapitalspritzen aufbessert. Erhöht sich doch damit für die Bank die Chance, irgendwann ihr eigenes, verliehenes Geld wiederzusehen. Und im Gegensatz zu einem AA-Mitarbeiter erwartet doch niemand von einem Banker, dass er im Interesse des Kunden und nicht im Eigeninteresse agieren würde.
    Geändert von Stingo (15.06.2013 um 14:53 Uhr)

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