szmtag Der GROSSE Diskussions-Thread über die Epsilon-Veröffentlichungspolitik - Seite 43

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  1. #1051
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    Man darf auch nicht vergessen: Hier äußern sich einige Händler-und nicht die unbedeutenden. Die stehen also nicht für sich, sondern für mehr. Händler wollen verkaufen. Ein Blick in die kommende PPM-Auslieferung: 3 Salleck, 1 Bunte Dim Titel für mich. Da freue ich mich - und mein Händler auch.

  2. #1052
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Es macht einfach keinen Sinn mehr, mich zu Terminen drängen zu lassen
    Ach Mark, als könnte man dich zu Terminen drängen. Und deine Terminankündigungen, das ist doch alles Kalkül von dir. Sei’s drum, wahrscheinlich wird Dan Cooper irgendwann mal erscheinen und ich drücke mir selbst die Daumen, dass ich das noch erleben kann.

  3. #1053
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    Serien aus deutschen Landen veröffentlichen wird, von denen vorher noch nie jemand etwas gehört hat
    Was ist so schlimm daran, den deutschen Comic-Markt mit neuen innovativen Produkten zu bereichern? Wenn immer nur das produziert und verkauft wird, was die Leute alle schon von früher kennen, tritt irgendwann eine Übersättigung ein und die Leute fangen an sich zu beschweren, dass die Comics alle gleich aussehen und es an innovativen Produkten fehlt, die es längst gibt, die aber nur wenige zu Gesicht bekommen haben.

    Zitat Zitat von MacGyver Beitrag anzeigen
    Deine Neuerscheinungen finde ich sehr häufig nicht auf dem Neuwarentisch meines Comichändlers. Wenn denn mal höchstens 1 Exemplar irgendwo versteckt in der Ecke. Bei den Leo Titeln und Golden City sieht das natürlich anders aus. Mensch Mark bereinige endlich Dein Programm.
    Wäre es nicht logischer, dem Comichändler zu raten, meine Neuerscheinungen auf dem Neuwarentisch anzubieten statt mir zu raten, die gar nicht erst zu produzieren?

    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen
    Du kannst das beste Produkt haben und es verkauft aber niemand bzw. kaum jemand, andereseits können die besten Verkäufer jedes Produkt verkaufen. Wenn du diese Verkäufer aber nicht mit im Boot hast, bist du nur passiver Zuseher und kannst auf dein Glück hoffen. B2B nennt sich das.
    Ja, so sehe ich das auch, ist aber nicht ganz einfach, weil in unserem Nischenmarkt zu viele Verlage um zu wenige Verkäufer buhlen.
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  4. #1054
    Mitglied Avatar von Raro
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    Du buhlst aber nicht gerade um Deine Kundschaft.

  5. #1055
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Zitat Zitat von Raro Beitrag anzeigen
    Du buhlst aber nicht gerade um Deine Kundschaft.
    Die interessiert auch keinen. Schließlich gibt es einige deutsche Topseller, wie Luzien Engelhardt und Mazehopper, in seinem Programm, die sich wie geschnitten Brot verkaufen. Zudem kommt noch eine enorme Zuverlässigkeit hinzu, nach der man Atomuhren stellt. Die interessieren zwar auch niemanden, aber sei´s drum...

    Ich warte jetzt die nächsten drei Monate ab, lache mir dabei ins Fäustchen und denke dabei an die anderen Verlage, die Geld an mir verdienen!

    Sollte ich mal ne Million (oder mehr) gewinnen, verspreche ich dir, Mark O. Fischer, dass du von dem Geld etwas bekommst. Dann können wir ja sehen, was du darauß machst. Und ja, ich spiele regelmäßig...

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  6. #1056
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    Wie ich oben geschrieben habe (und ja nicht als einziger in diesem Thread...) - Epsilon braucht dringend Profil und Konzentrierung. Alleine die Homepage stellt schon eine Überforderung dar - zumal man da zwar alle Titel bestellen kann, aber maximal die Hälfte der gelisteten Alben überhaupt schon veröffentlicht worden ist...

    Und wie sich die ständige Eröffnung neuer Fronten rechnen bzw. bezahlt machen soll, kann wahrscheinlich noch nicht mal MOF irgendwie begründen. Wie gesagt, die französische Titelauswahl gefällt mir - aber wenn ich schon meine vorhandenen Serien nicht bringen kann oder will, warum kaufe ich mir dann immer noch mehr Lizenzen ein?!

    Und die deutschen Produktionen sind nun - bis auf die erwähnten 2-3 Ausnahmen - wirklich nur eine kontraproduktive Verwässerung des Programms, binden Ressourcen bei Verleger und Vertrieb und lösen bei Händlern und Kunden nur noch Kopfschütteln und Augenrollen aus...

    Man spreche Peter Poluda mal auf Titel wie "Rechte Schergen in Schweizer Bergen" an...

  7. #1057
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen

    Wäre es nicht logischer, dem Comichändler zu raten, meine Neuerscheinungen auf dem Neuwarentisch anzubieten statt mir zu raten, die gar nicht erst zu produzieren?
    Die Masse der Händler verfährt tatsächlich so. Die lernen aber auch dazu: Wenn 100% der Zielgruppe z.B. Band 1 von Luzian nach Betrachtung wieder stehen lassen und dieses Album nach einem Monat nach hinten wandert um Platz für Neues zu schaffen, dann wird er so schlau sein und von Band 2 ganz die Finger lassen. Und als nächstes kauft er dann solche Titel überhaupt nicht mehr ein.
    Jeder Händler hat mit Sicherheit Herzblut-Titel, aber vermutlich auch da wo er eine Chance sieht eine Nachfrage bedienen zu können (!)

    Bei dir ist mir zu viel Gejammer über den Markt, statt endlich mal die Konsequenz zu ziehen, den Marktgegebenheiten entsprechend zu agieren.

  8. #1058
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    Zitat Zitat von Borusse Beitrag anzeigen
    Und als nächstes kauft er (der Händler) dann ...
    Das habe ich bisher nicht gewusst, dass Händler alle ihre Comics kaufen.
    Ich dachte immer, die werden irgendwie in Kommission genommen und können jederzeit zurückgegeben werden, wenn sie sich nicht an den Leser bringen lassen.
    Dank für die Info.
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  9. #1059
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Das habe ich bisher nicht gewusst, dass Händler alle ihre Comics kaufen.
    Ich dachte immer, die werden irgendwie in Kommission genommen und können jederzeit zurückgegeben werden, wenn sie sich nicht an den Leser bringen lassen.
    Dank für die Info.
    Händler müssen natürlich ihr Kapital (die Comics) logischerweise kaufen. Bäcker können ihr Mehl, dass sie nicht mehr brauchen auch nicht zurückgeben. Splitter hatte vor Weihnachten volles Remissionsrecht gegeben, um den Handel anzukurbeln, damit die Händler nicht vor leeren Regal sitzen und kein Risiko haben.

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  10. #1060
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    Alles klar, ich kenne es nur vom Buchladen, die schicken Bücher, die nicht gehen, an die Verlage zurück.
    (Der Vergleich mit einem Lebensmittelproduzenten ist eher unpassend, finde ich.)
    Geändert von Pegasau (04.01.2013 um 18:59 Uhr)
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  11. #1061
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Borusse Beitrag anzeigen
    Wenn 100% der Zielgruppe z.B. Band 1 von Luzian nach Betrachtung wieder stehen lassen und dieses Album nach einem Monat nach hinten wandert um Platz für Neues zu schaffen, dann wird er so schlau sein und von Band 2 ganz die Finger lassen.
    Das ist aber kein neues oder Luzian- oder Epsilon-Phänomen. Jede Serie braucht eine Anlaufzeit. Band 1 wird zur Kenntnis genommen, ab Band 3 gekauft. Das ist ein allgemein gültiger Erfahrungswert. Das beträfe Aldebaran oder Golden City genauso, wenn ich die jetzt erst starten würde. Es geht gar nicht darum, nur gute Titel zu machen, was immer im Auge des Betrachters liegt, sondern nur noch Fortsetzungen machen zu dürfen von Serien, die ihre Anlaufzeit bereits hinter sich haben. Welche Serie ist denn bitte ab Band 1 ein Bestseller? Wenn Band 2 nicht angeboten wird, weil Band 1 nicht gelaufen ist, wie soll so eine Serie erfolgreich werden?

    Nehmen wir John Lord: Da kündigen manche Interessenten offen an, sie werden erst kaufen, wenn Band 3 erschienen ist. Band 1 und 2 erscheinen, sind nicht erfolgreich und Band 3 wird vom Händler nicht gekauft, weil Band 1 und 2 nicht gelaufen sind. Die Kunden, die auf Band 3 warten, bekommen den gar nicht zu Gesicht, kommen dann vielleicht mal an meinen Stand auf der Buchmesse und stellen erstaunt fest, dass schon alle drei Bände da sind. Wie soll ein Verlag sich auf solche Marktgegebenheiten einstellen?
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  12. #1062
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    (Der Vergleich mit einem Lebensmittelproduzenten ist eher unpassend, finde ich.)
    Da kenn ich mich halt aus. Wie es woanders ist, weiß ich nicht... Im übrigen ist PPM der Vertrieb, nicht der Verlag. Und da der Vertrieb nicht wirklich viel an einem Comic verdient, werden die nichts zurücknehmen, weil es der Handel nicht verkauft. Sonst würden sich die Läden vollpacken und wenn es nicht verkauft wird zurückschicken...

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  13. #1063
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    Zitat Zitat von Comic_Republic Beitrag anzeigen
    Im übrigen ist PPM der Vertrieb, nicht der Verlag. Und da der Vertrieb nicht wirklich viel an einem Comic verdient, ...
    Oha, da muss ich widersprechen.
    Erst dieses Jahr in Erlangen ist mir zu Ohren gekommen, dass der Vertrieb von allen am meisten verdient. Und auch noch das geringste Risiko hat!
    Jetzt bin ich allerdings etwas verwirrt.
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  14. #1064
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Oha, da muss ich widersprechen.
    Erst dieses Jahr in Erlangen ist mir zu Ohren gekommen, dass der Vertrieb von allen am meisten verdient. Und auch noch das geringste Risiko hat!
    Jetzt bin ich allerdings etwas verwirrt.
    Muhahahaha! Der Händler verdient am meisten an den Comics! Allerdings ist alles Relativ, da der Vertrieb Massen an Comics verkauft und der Händler nur eher wenig im Vergleich. Im Comicgate-Magazin ist sehr schön aufgelistet, wer was an dem Coverpreis verdient. Wenn ich mich recht erinnere, kann man den Coverpreis durch sieben teilen:
    3teile der Händler
    1teil der Vertieb
    1teil der Lizenz und Druck
    2teile der Verlag
    irgendwie so war das...

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  15. #1065
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Hihi, dann war's wohl ein Händler, der mir diesen Bären aufband ... nein, Spaß beiseite.
    Es war in der Tat so, dass von über 50% Gewinn seitens des Vertriebs die Rede war.
    Die andere Hälfte teilen sich Verlag, Druckerei und Händler.
    Genaueres kann ich leider nicht sagen, ich habe ja nicht gewusst, dass ich dieses Wissen noch mal brauche. Da hätte ich besser zugehört.
    Interessant ist übrigens, dass sowohl in deiner Liste als auch in dem Gespräch nicht davon die Rede war, was die eigentlichen Schöpfer des Ganzen verdienen.
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  16. #1066
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    Es ging da ausschließlich um Lizenztitel, so dass der "Künstleranteil" ja quasi in der Lizenzgebühr enthalten ist.
    Die Aufstellung ist in der Tat so wie Comic_Republic es beschreibt (S. 181 im "Comic Report") - ausgegangen wird von einem "siebenteiligen Kuchen":

    1 Teil für den Drucker
    1 Teil für Lizenzen und Herstellung (Übersetzung, Lettering, etc.)
    1 Teil für den Verlag
    1 Teil für den Vertrieb
    3 Teile für den Händler

    Das ist natürlich insofern erst einmal hypothetisch, als dass der Händler das vom Vertrieb bezogene Album erst einmal verkaufen muss, um an seine drei Teile zu kommen.

    Dass der Autorenanteil prozentual sehr gering ist, ist ja in er Regel bei jeder Art von Veröffentlichung so (es sei denn, man hat einen großen Namen) - so dass der auch bei deutschen Eigenproduktionen wahrscheinlich das betroffene Siebtel nicht sprengen dürfte.

  17. #1067
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    Ihr werft Umsatz, Gewinn, etc. ganz schön durcheinander... Den geringsten Teil hat auf jeden Fall der Verlag, was der/die Schöpfer bekommen hängt von verschiedenen Faktoren ab, im Schnitt um die 8-10%. Der Händler hat ca. 35%, der Vertrieb ca. 20. Aber auch das kann variieren, wenn der Vertrieb z.B. eine garantierte Menge abnimmt.

  18. #1068
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    Ihr werft Umsatz, Gewinn, etc. ganz schön durcheinander...
    Tut mir leid, aber ich sagte ja schon, dass ich davon keine Ahnung habe.
    Dass der Verlag inklusive seiner eventuell mit drinhängenden Künstler den geringsten Teil abkriegt, deckt sich mit meiner Info.
    Dass jedoch die Händler diejenigen sind, die den Großteil verdienen, ist mir neu.
    Umso verwunderlicher, wenn man Händler so oft jammern hört ... (Bitte nicht falsch verstehen - Das sollte jetzt keine Kritik an den Händlern sein. Ein Geschäft ist ein Geschäft ist ein Geschäft. )
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  19. #1069
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Dass der Verlag inklusive seiner eventuell mit drinhängenden Künstler den geringsten Teil abkriegt)
    Nicht inklusive, der Verlag hat meist weniger als die Künstler.

  20. #1070
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    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    Nicht inklusive, der Verlag hat meist weniger als die Künstler.
    Das ist ja noch schlimmer!
    (Ich hatte die beiden eigentlich nur der Einfachheit halber zusammengeschmissen.)
    Vom hohen Risiko des Verlagsgeschäfts ganz zu schweigen.
    Danke für die Infos.
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  21. #1071
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    Die "Siebenerregel" bezieht sich auf die Kalkulation des Verkaufspreises. Der Artikel im "Comic-Report" ist von Philipp Schreiber verfasst - und natürlich sind das nur Näherungswerte, von denen er aber sagt, dass sie für ein typisches frankobelgisches Lizenzalbum mit normaler Auflagenhöhe gut hinkämen. Ich denke, dem Mann dürfte man durchaus attestieren, dass er weiß, wovon er spricht.

    Dass Händler jammern, dürfte daran liegen, dass sie natürlich das größte Risiko tragen, vor allem wenn sie auf vom Vertrieb georderter Ware sitzen bleiben - für den Händler ist der Profit ja am längsten hypothetisch - bis er das Album an den Mann gebracht hat.

  22. #1072
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Alles klar, ich kenne es nur vom Buchladen, die schicken Bücher, die nicht gehen, an die Verlage zurück.
    (Der Vergleich mit einem Lebensmittelproduzenten ist eher unpassend, finde ich.)
    ABer zunächst mal bezahlen sie die (Kapitalbindung), dürfen nie alles zurück geben (Quoten) und müssen für Transport sowie Gebühren zahlen. Oder es ist ausdrücklich Kommissionsware bzw. etwas anderes ausgehandelt. Beides mittlerweile eher selten.

  23. #1073
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Das ist aber kein neues oder Luzian- oder Epsilon-Phänomen. Jede Serie braucht eine Anlaufzeit. Band 1 wird zur Kenntnis genommen, ab Band 3 gekauft. Das ist ein allgemein gültiger Erfahrungswert. Das beträfe Aldebaran oder Golden City genauso, wenn ich die jetzt erst starten würde. Es geht gar nicht darum, nur gute Titel zu machen, was immer im Auge des Betrachters liegt, sondern nur noch Fortsetzungen machen zu dürfen von Serien, die ihre Anlaufzeit bereits hinter sich haben. Welche Serie ist denn bitte ab Band 1 ein Bestseller? Wenn Band 2 nicht angeboten wird, weil Band 1 nicht gelaufen ist, wie soll so eine Serie erfolgreich werden?
    Ich möchte dich da ungern quälen, aber ich kann mit Gewissheit sagen, dass da schon der Verlag und sein Vorgehen für Unterschiede in der Behandlung durch den Käufer stehen.

    Beispiele:

    Splitter: Hat einen so hohen Ausstoss bzw. ist mittlerweile auch mit so vielen Neuserien am Start, dass man vergleichsweise häufig auf einen Band 2 warten muss. Ist aber, bei allem was man hört, kein Problem - für mich selbst kann ich das bestätigen

    Salleck: Konnte es sich leisten wegen Mitdruckens bei Buck Danny mit Band 2 zu starten, hatte trotzdem Erfolg. Die Erfahrung lehrt, dass Eckart den Band 1 bringt, wenn er das sagt.

    Ehapa: Hatte mal einen völlig ruinierten Ruf wg. kaltherzig abgebrochener Serien. Hat den mit All in One und dem Einkauf komplett vorliegender Serien/Zyklen sowie deren schneller Veröffentlichung (Beispiel: Vampire von Benares in 2012) wieder zurück gewonnen. Heute liest man dort im Forum keine Beiträge mehr à la "ich wart erst mal auf Band 2".

    Insofern mag deine Aussage für Epsilon allgemeingültig sein, allgemein übertragbar auf andere Verlage ist sie nicht.

    Allgemein richtig ist deine Aussage: Es wird viel (zuviel) veröffentlicht. Aber die Konsequenz daraus ist: Der Käufer selektiert die Serien

    - die er kennt (bzw. Autor, Zeichner)
    - wo er von verlässlicher Veröffentlichung ausgeht
    - deren Verlage er priorisiert

    Bei letzterem kann es z. B. sein, dass die ZACK-Edition vielleicht das 5.Rad am Wagen war. Vorher ist der Etat für Carlsen (Fortsetzer von Altserien), Comic+ (dto.), Ehapa (nette GA's, Disney) Splitter (bietet jedem was) und Salleck (GA's, Klassiker, etcpp) draufgegangen. Dabei habe ich S&L, Reprodukt, Bunte Dimensionen noch gar nicht erwähnt, aber da hat wohl jeder seine eigene Reihenfolge.
    Und die armen Schweine wie unsereiner, die dann auch noch über den Tellerrand gucken und bei Panini US-Comics und ansonsten den ein oder anderen Manga kaufen, wollen wir nicht vergessen.
    Geändert von Borusse (04.01.2013 um 21:09 Uhr)

  24. #1074
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Jonah Beitrag anzeigen
    Dass Händler jammern, dürfte daran liegen, dass sie natürlich das größte Risiko tragen, vor allem wenn sie auf vom Vertrieb georderter Ware sitzen bleiben - für den Händler ist der Profit ja am längsten hypothetisch - bis er das Album an den Mann gebracht hat.
    Dass Verlage jammern, dürfte daran liegen, dass sie natürlich das größte Risiko tragen, vor allem wenn sie auf von der Druckerei georderter Ware sitzen bleiben - für den Verlag ist der Profit ja am längsten hypothetisch - bis er ALLE Alben an den Mann gebracht hat, die erst mal ALLE bezahlt werden müssen.
    Händler können just-in-time bestellen und tun dies auch, bestellen also kurzfristig kleine Mengen und langfristig immer wieder nach, wenn die Nachfrage da ist. Daraus entstehen dann für den Verlag "Bestseller", von denen man 3.000 Exemplare in 15 Jahren verkauft.
    Wie gut, dass es aufmerksame Kunden gibt, die einem dann den guten Ratschlag geben, dass man nur noch solche "Bestseller" machen solle. Dann werde der Verlag schon laufen…

    Das Problem sind nämlich gar nicht mal die Kosten oder die Verteilung der Gewinne, sondern die Zeit, nicht die Verzögerungen von Neuerscheinungen, die erst noch produziert werden sollen, sondern die Verzögerungen im Umsatz mit den Titeln, die bereits erschienen sind.
    Es macht überhaupt keinen Sinn, darüber zu streiten, ob man deutsche Zeichner fördern oder neue Serien starten sollte. Denn die eigentliche Frage ist, wie man so genannte Bestseller zu echten Bestsellern macht. Nicht "Wann kommt Kenya, damit ICH das weiterlesen kann, damit ICH dem Verlag vertrauen kann", sondern wann und wie verkaufe ich 10.000 Aldebaran, was zur Erfüllung aller Wünsche vollkommen reichen würde, auch wenn die Franzosen schon bei 100.000 sind.
    Geändert von Mark O. Fischer (04.01.2013 um 21:20 Uhr)
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  25. #1075
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Das ist aber kein neues oder Luzian- oder Epsilon-Phänomen. Jede Serie braucht eine Anlaufzeit. Band 1 wird zur Kenntnis genommen, ab Band 3 gekauft. Das ist ein allgemein gültiger Erfahrungswert. Das beträfe Aldebaran oder Golden City genauso, wenn ich die jetzt erst starten würde. Es geht gar nicht darum, nur gute Titel zu machen, was immer im Auge des Betrachters liegt, sondern nur noch Fortsetzungen machen zu dürfen von Serien, die ihre Anlaufzeit bereits hinter sich haben. Welche Serie ist denn bitte ab Band 1 ein Bestseller? Wenn Band 2 nicht angeboten wird, weil Band 1 nicht gelaufen ist, wie soll so eine Serie erfolgreich werden?
    Da muss ich leider auch noch einmal in die bekannte Kerbe hauen (siehe oben): Das lässt sich ganz sicher nicht 1:1 auf andere Verlage übertragen.

    Natürlich kann vor allem bei Splitter und eigentlich mittlerweile allen anderen Verlagen (Salleck und Ehapa haben ihren einstmals unzuverlässigen Ruf in der Tat nachdrücklich korrigiert) bedenkenlos ein Band 1 gekauft werden - und unter Umständen auch zu einem Bestseller werden. Selbst bei den kleineren "Playern" am Markt (z. B. BD oder Piredda) weiß ich doch als Kunde, dass es vielleicht mit meiner Lieblingsserie etwas länger dauern kann, dass ich sie aber für gewöhnlich verlässlich geliefert bekomme.

    Bei Epsilon weiß ich das eben nicht! Selbst wenn ich da dem Verleger weiß Gott den guten Willen nicht absprechen möchte, meine Lieblingsserie irgendwann auch einmal fortzusetzen, so weiß ich doch aus jahrelanger Erfahrung, dass er ein Fantast und totaler Chaot ist, der alles andere als zielgerichtete und zuverlässige Programmplanung und Veröffentlichungspolitik betreibt... Und solch ein Ruf verhindert dann sicherlich auch mal, dass ein an sich vielversprechender Band 1 sich seinem Potential entsprechend verkauft (siehe zum Beispiel "Golden Cup").

    Wie die Beispiele Ehapa und Salleck zeigen, kann man solch einen beschädigten Ruf auch wieder reparieren und sich fehlendes Profil erarbeiten, aber leider fehlt es da ja bei Epsilon an Willen und Einsicht...

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