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Thema: Die Adler Roms

  1. #51
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    "Die Adler Roms" steht auch Rome/HBO wesentlich näher.

  2. #52
    Zitat Zitat von Rorschachlebt Beitrag anzeigen
    Die Diskussion, die sich hier bezüglich der Authentizität des Szenarios der Serie "die Adler Roms" entwickelt hat, finde ich sehr interessant.
    Ich sage es mal so, letzten Endes war niemand von uns dabei, als sich die Varus-Schlacht ereignete. Der Künstler bearbeitet also einen Stoff, der auf einigen Historischen Quellen bzw. archäologischen Funden fußt, zu dem es aber bisher keine letztendliche Gewissheit gibt bzw wohl nie geben wird.
    Das schafft jede menge raum für eigene Interpretationen, und ich persönlich finde, das Marini seine Sache sehr gut macht.
    Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band, nach dem gemeinen Cliffhanger, mit dem Band 4 endete!
    Die Varusschlacht gehört zu den am besten erforschten Ereignissen der römischen Geschichte. Für einige Historiker veränderte diese Schlacht die Geschichte Europas entscheidend. Eventuell würden wir bei einem anderen Ausgang heute alle Latein sprechen und die Mondlandung hätte um 1500 stattgefunden - für das letztere kann ich leider nicht die Quelle benennen, ich fand die These aber sehr spannend.

    Es gibt über 700 Theorien wo die Schlacht stattgefunden hat. Marini hat sich neben einem sehr engen zeitlichen Rahmen ausgerechnet ein Ereignis (das Abendessen bei Varus) herausgepickt das detailiert beschrieben ist. Da bleibt kein Platz für irgendwelche Römer die einer Verschwörung auf die Spur gekommen sind. Auch waren die Römer nicht naiv, sondern nach Stöver "Tatiker der Macht". Varus war alles andere als ein Idiot. Er regiert nach antiken Quellen eine reiche Provinz (gemeint ist Syrien) und verließ eine arme Provinz. Er regierte wie wir nachlesen können mit harter Hand und schaffte es Syrien und Palästina ruhig zu halten. Eine Leistung wenn wir bedenken das es zwischen 64 - 134 nach Christus gleich drei jüdische Aufstände im Nahen Osten gab.

  3. #53
    Zitat Zitat von Klaus Schikowski Beitrag anzeigen
    "Die Adler Roms" steht auch Rome/HBO wesentlich näher.
    Wir besitzen für die Varusschlacht eine unerhört gute Quellenlage, gemessen an antiken schriftlichen Zeugnissen. Nur die Ereignisse um Jesus von Nazareth dürften für das 1 Jahrhundert nach Christus ähnlich gut belegt sein.
    Wir wissen zu, Beispiel das es den sogenannten Bataveraufstand in Germanien gab, aber was das genau war, kein Historiker kann hierauf eine genaue Angabe machen. Dies ist bei der Varusschlacht anders:

    Folgende Historike haben sich damit auseinandergesetzt:


    "Quellenlage

    Alle Beschreibungen und Erwähnungen der Varusschlacht und ihrer Folgen zeichnen die Ereignisse aus römischer Perspektive nach. Beschreibungen aus germanischer Sicht fehlen ganz, da die Germanen keine schriftlichen Überlieferungen hinterlassen haben. Diese Tatsache sollte bei der Lektüre der antiken Quellen immer präsent sein. Selbst Tacitus, der sich die Objektivität als höchstes schriftstellerisches Ziel auf die Fahnen geschrieben hatte - »sine ira et studio«, also »ohne Zorn und Eifer« -, schrieb nicht frei von Zuneigung und Ablehnung. Außerdem ist zu bedenken, dass - außer Strabon und Velleius Paterculus - keiner der Historiker die Varusschlacht als Zeitgenosse erlebt hat. Viele berichten also aus zweiter Hand und unter Verwendung älterer Beschreibungen von ganz unterschiedlicher und nicht mehr nachprüfbarer Qualität.


    Strabon

    Strabon wurde wohl im Winter 64 / 63 v. Chr. in Amaseia, in Kleinasien, geboren und stammte aus einer angesehenen Familie, die freundschaftlichen Kontakt zum pontischen Königshaus pflegte. Von verschiedenen bekannten Philosophen ausgebildet, gelangte er über Ägypten und Griechenland nach Rom. Dort verfasst er ein Geschichtswerk und eine Geographie in griechischer Sprache. Wie üblich bedient er sich dazu bereits vorhandener Quellen, seltener Augenzeugen. Sein trockener und nüchterner Stil entsprach dem Zeitgeschmack. Sein genaues Todesjahr um das Jahr 23 n. Chr. ist unbekannt.

    »Geographiká Hypomnémata« - »Geographische Abhandlungen« oder »Erdgeschichte« heißt das schon in der Antike häufig zitiert und gerne weiterverwendet Werk, das im Gegensatz zu vielen anderen Schriften Strabons erhalten geblieben ist. Seine Qualität variiert aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit des von Strabon verwendeten Ausgangsmaterials.


    Velleius Paterculus


    Der römische Geschichtsschreiber (Caius) Velleius Paterculus wurde um 20 / 19 v. Chr. geboren. Er stammte aus einer Familie des Ritterstandes und durchlief im Zuge seiner militärischen Karriere zahlreiche Ämter. In den Jahren 1-4 n. Chr. begleitete er Caius Iulius Caesar in den Orient zu den Parthern. Anschließend nahm er bis 9 n. Chr. an den Feldzügen des Tiberius in Pannonien und von 9-11 n. Chr. in Germanien sowie am Triumphzug des Tibierius im Jahr 12 n. Chr. in Rom teil. Einen letzten Hinweis auf seine Biographie liefert die Widmung seines Werkes, die in das Jahr 30 n. Chr. oder kurz zuvor datiert werden kann. Sein Todesjahr ist unbekannt.

    »Historia Romana« - »Römische Geschichte« wird das von Velleius verfasste Geschichtswerk üblicherweise benannt, der antike Name ist unbekannt. Es ist in zwei Teile untergliedert. Für die Schilderung zurückliegender Zeiten bediente er sich der Werke anderer Schriftsteller, während er die Zeit der Feldzüge des Tiberius als Zeitgenosse beschrieb. Sein Geschichtswerk ist die einzige erhaltene Beschreibung der Zeit des Augustus und des Tiberius aus der Sicht eines Zeitzeugen.


    Tacitus

    Publius Cornelius Tacitus wurde um 55 n. Chr. als Sohn einer vornehmen Familie geboren. Er durchlief in Rom unter mehreren Kaisern eine militärische Ämterlaufbahn. 78 n. Chr. heiratete er die Tochter des Iulius Agricola, des Eroberers Britanniens, dessen Biographie er später schrieb. Zur Zeit Kaiser Trajans war er Verwalter der Proviz Asia. Sein genaues Todesjahr, vermutlich um 116 / 120 n. Chr., ist unbekannt.
    Neben der »Germania«, einer Beschreibung des Landes und der dort lebenden Menschen, und weiteren kleineren Schriften verfasste er die »Historiae« (das heißt »Geschichte[n]«) und die »Annales« (zu Deutsch »Jahrbücher«) als seine Hauptwerke.

    »Annales ab excessu divi Augusti« - »Jahrücher, vom Tode des vergöttlichten [Kaisers] Augustus an« hieß eines seiner Hauptwerke wohl mit vollständigem Titel. In ihm schildert Tacitus - seinem Grundsatz folgend »sine ira et studio« (das heißt »ohne Zorn und Eifer«, also möglichst objektiv; Annalen 1,1,3) - die Ereignisse der Jahre 14-68 in streng chronologischer Folge. Leider sind heute einige Teile verloren.
    Durch seinen prägnanten Stil und sein Festhalten am moralischen Kodex der senatorischen Aristokratie ist Tacitus eine der wichtigsten Überlieferungen zur römischen Geschichte, auch wenn seine Beurteilung einzelner Personen, so zum Beispiel des Kaisers Tiberius, weder objektiv noch zutreffend ausfielen.


    Sueton

    Caius Suetonius Tranquillus wurde um 70 n. Chr. vermutlich in Nordafrika geboren. Er gehörte zum römischen Ritterstand, arbeitete anfangs als Advokat und kam schließlich durch Vermittlung seines Freundes Plinius des Jüngeren nach Rom. Dort trat er in kaiserliche Dienste ein und bekleidete schließlich das einflussreiche Amt des kaiserlichen Sekretärs (»ab epistulis«) am Hofe Hadrians. Im Jahr 121 n. Chr. wurde er entlassen und lebte noch unbestimmte Zeit als Privatgelehrter in Rom.

    »De vita Caesarum« - »Über das Leben der Kaiser« heißt sein erhaltenes Hauptwerk, in dem er das Leben der zwölf römischen Kaiser von Caius Iulius Caesar bis zu Domitian beschreibt. Dabei verwendete er ein festes Schema, dem er historische Fakten notfalls unterordnete. Der Zweck seiner Schriften lag in der Unterhaltung des Lesers, auch gerne mit Anekdoten, nicht in der Arbeit eines peniblen Geschichtsschreibers.

    Von seinen weiteren Schriften ging vieles verloren. Nur die Kapitel über die Dichter Terenz und Horaz aus seinem Buch »Über berühmte Männer« (»De viris illustribus«) sind erhalten geblieben.


    Florus

    Lucius (oder Publius) Annaeus Florus verfasste im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. einen Abriss der römischen Geschichte. Er bedient sich dabei der Geschichtswerke älterer Historiker. Seine Hauptquelle war wohl Livius.

    »Epitome de Tito Livio ...« - »Abriss [der römischen Geschichte] nach Titus Livius ...« heißt sein Werk, in dem er die Epochen der Geschichte Roms entsprechend den Abschnitten eines Menschenlebens beschreibt. Dabei liegt sein Verdienst mehr in der kunstvollen Rede als in der historischen Genauigkeit.


    Cassius Dio

    Geboren um 150 n. Chr., bekleidete Cassius Dio Cocceianus in seiner Heimatstadt Nikaia in Bithynien (Kleinasien) hohe öffentliche Ämter, wie schon zuvor sein Vater. Er durchlief die klassische römische Beamtenkarriere und wurde Verwalter der Provinzen Africa, Dalmatien und Oberpannonien. Durch seine Strenge gegen die Soldaten brachte er die Praetorianer gegen sich auf, so dass er sein zweites Konsulat als Kollege des Kaisers Severus Alexander nur außerhalb der Stadt Rom antreten durfte. Danach kehrte er nach Bithynien zurück und starb vermutlich gegen 235 n. Chr.

    »Romaïkè Historía« - die in Griechisch geschriebene »Römische Geschichte« in 80 Bänden ist nur zum Teil erhalten geblieben. Das Werk war in der Art eines Jahrbuchs in Jahrzehnte gegliedert. Er nennt die von ihm verwendeten älteren Autoren namentlich, unter anderem Polybios und Livius. Besonderen Wert hat seine ausführliche Beschreibung der Zeit nach Marc Aurel, die er - aktiv in kaiserlichen Diensten stehend - aus eigenem Erleben beschreibt. Nicht zuletzt wegen seiner zeitgenössischen Perspektive ist Cassius Dio eine der wichtigsten Quellen für die römische Geschichte.

    zitiert nach:
    http://www.kalkriese-varusschlacht.d...ftsteller.html

    Alle diese Geschichtsschreiber konnten auf alle verfügbaren antiken Quellen zurückgreifen und teilweise auf die Akten der römischen Verwaltung.

  4. #54
    Mitglied Avatar von DonMa
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    Das mag zwar alles stimmen was du schreibst und ist auch sehr interessant, aber letztendlich reden wir hier von einem COMIC was keinen anspruch auf historische korrektheit hält...dafür gibts Geschichtsbücher

  5. #55
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    Ich weiß nicht, wie viele der zitierten Werke Du tatsächlich im lateinischen Original kennst. Die Römer hatten sicherlich kein großes Interesse daran, dass dieses "ruhmreiche" Ereignis groß erwähnt wird. Wenn man sich überlegt, wessen Werke bis in unsere Zeit erhalten blieben, dann ist für jeden ersichtlich, dass sowohl in der Antike (z.B. Verherrlichung der eigenen Leistungen) als auch im Mittelalter (z.B. Zensur der Kirchenarchive) selektiert wurde und die erhaltene Datenlage somit nicht rein objektiv sein kann. Es ist zudem oftmals bekannt, dass deine zitierten Quellen bei der Beschreibung der Volksstämme Fehler gemacht haben, indem sie z.B. deren Lage bewusst um hundert Kilometer versetzt haben, um die Bedrohung zu verdeutlichen usw. Und dass jeder Autor natürlich im Kontext seiner Zeit berichtet hat und dementsprechend jeweils durch seine eigene Brille berichtet hast, hast auch Du schön geschrieben:

    Zitat Zitat von beatleswerner Beitrag anzeigen
    Der Zweck seiner Schriften lag in der Unterhaltung des Lesers, auch gerne mit Anekdoten, nicht in der Arbeit eines peniblen Geschichtsschreibers.
    Und der Zweck von Marini ist sicherlich auch die Unterhaltung der Leser und nicht das Veröffentlichen eines Geschichtsbuchs.

  6. #56
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    Und eine andere Darstellung der Gesamtlage:
    http://www.reclam.de/detail/978-3-15.../Varus__Varus_

    Und es zeigt, wie dürftig die Quellenlage zur Vernichtung der Legionen des Römers Varus durch das Germanenheer des Cheruskers Arminius im Jahre 9 eigentlich ist.

  7. #57
    Das Ereignis war in Rom Tagesgespräch, an dieser Katastrophe kam Augustus nicht vorbei. 3 Legionen (1 Legion 6000 Mann) plus der Tross waren restlos vernichtet worden. Opfer gab es in zahlreichen Familien zu beklagen. Der Janustempel wurde geschlossen, die Überlebenden der Schlacht durften Rom nicht mehr betreten, Augustus entliess seine germanische Leibwache. Die Grenze zu Germanien wurde militärisch abgesichtert.
    Natürlich wird im Senat darüber gesprochen worden sein. Natürlich mußten 18.000 neue Soldaten ausgehoben werden. Der Handel mit Germanien war betroffen. Keine Chance dieses Ereignis zu verheimlichen.
    Wir kennen einen kleinen Bruchteil der römischen Geschichtsschreibung - einen kleinen! So hat zum Beispiel das umfangreiche Werk von Plinius dem Älteren über die Germanenkriege die Zeiten nicht erlebt. Wir kennen das Werk nur als Titel aus der erhaltenen Sekundärliteratur. Dies ist sehr schade und somit sind wir gezwungen die vorhandenen Quellen zu benutzen. Velleius Paterculus war ein Zeitgenosse von Arminius, vielleicht waren sie befreundet. Er war ein großer Verehrer von Tiberius und ist in dieser Funktion mit Vorsicht zu geniessen. Aber Tiberius spielte bei dieser Schlacht keine Rolle.

    Das von dir verlinkte Buch ist keine andere Darstellung der Gesamtlage, sondern eine Sammlung der Quellentexte die ich oben aufgezählt habe. Alle Texte in Latein und Deutsch, so das dieses Büchlein wissenschaftlich zitierfähig ist. Wie bereits erwähnt ist die Quellenlage verglichen mit anderen Ereignissen im ersten Jahrhundert bei Varus nicht schlecht. Josh McDowell und BillWilson haben sich auf den Seiten 34 - 41 ihres Werkes "Jesus von Nazareth - Tatsachen und Argumente für die Wahrheit der Evangelien, Hänssler 1995 einmal die Mühe gemacht aufzuzählen welche aniken Schriften uns aus dem 1. Jahrhundert n. Christus erhalten geblieben ist. Es ist nicht viel. In Relation aber ist viel über die Varusschlacht zu uns gekommen.
    Natürlich müssen Historiker und Ärchologen mit diesen Quellen arbeiten und es gibt auf dem Büchermarkt ein sehr großes Angebot über die Schlacht 2009 erschienen alleine in Deutschland über 20 Bücher zu diesem Ereignis, dazu zahlreiche Artikel im Spiegel und anderen Zeitschriften. Es gibt ebenfalls einige Filmdokumentationen über die Schlacht, Hördokumentationen gibt es ebenfalls.

    Antike Texte wurden erst wieder in der Neuzeit entdeckt und selektiert wurde zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sondern die Menschen waren froh um jeden Text der in Klöstern überlebt hat.

    Die Texte wurden wohl auch nicht in der Völkerwanderung bewußt selektiert sondern eher durch die vielseitigen Krieg und einen kulturellen Rückfall vernichtet. Nach wenigen Jahrzehnten konnte niemand mehr einschätzen wie wichtig diese Texte als Quellen waren. Karl der Große hatte andere Probleme als sich um den Erhalt der Germania zu kümmern. Um 1200 dürfte in Europa kaum ein antiker Text bekannt gewesen sein.
    Die Textsammlung der großen Bibliothek in Alexandria wurde durch den Befehl des Islamischen Eeroberes zum Heizen der Bäder verwand, da seiner Meinung nach alle Texte die dem Koran widersprachen wertlos seien und alle Texte die dem Islam entsprechen überflüssig waren.

    Im übrigen gefällt mir neben allen historischen Unstimmigkeiten auch die Darstellung der Eroberer nicht. Wir lernen einen römischen Feldherrn kennen der sich bei der Zerstörung eines germanischen Dorfes wie ein SS-Mann gebärtet beziehungsweise an den amerikanischen Offizier erinnert der in Akokalypse Now die Bombadierung eines vietnamessischen Dorfes befiehlt. Dies jedoch ohne die Figur gut aufzubauen und begreiflich zu machen.
    Und hieran krankt der Comic, die Figuren werden nicht aufgebaut sondern handeln so wie es dem Auto geradewegs gefällt.
    Geändert von beatleswerner (08.03.2014 um 12:30 Uhr)

  8. #58
    beatleswerner,

    wo willst Du anfangen oder aufhören?

    Vielleicht wollen die Leser nur einen spannenden Comic lesen, egal ob geschichtlich einwandfrei und präzise oder

    eben nicht. Mich persönlich stört es erheblich, wenn der geschichtliche Ablauf nicht korrekt wiedergegeben wird.


    Es gab mal einen zweiteiligen dokumentarischen Spielfilm über die Hamburger Sturmflut Mitte Februar 1962.

    Der Ablauf war soweit okay, bis auf das:

    Eine Gruppe Jugendlicher unterhielten sich über Aktivitäten bezüglich Wochenende.

    Einer fragte: Kommt ihr morgen Abend auch in den Kaiserkeller? Da spielen die Beatles!


    Das war völlig daneben. Die Beatles kamen erst im April nach Hamburg und hatten diverse Auftritte im Star

    Club.

    Was ich hiermit sagen will: Gute Recherche ist alles!

  9. #59
    Leider sagt mir der Comic nicht nur aufgrund des fehlerhaften geschichtlichen Rahmens nicht zu sondern auch von seiner inhaltlichen Seite.
    Ich war sehr zufrieden mit den beiden ersten Bänden, beim dritten Band hatte ich wie oben weiter zu lesen ist schon das Gefühl das der Autor auf der Stelle tritt und beim vierten Band habe ich den Eindruck das er sich in einer Sackgasse befindet.

    Ja und mit der Varusschlacht beschäftige ich mich seit dem Jahre 1975 als ich im Radio das Hörspiel "Im Jahre 9" hörte. Ich habe dutzende von Bücher über diese Schlacht und ihr Umfeld. Da kann ich leider nicht mehr zwanglos an einen Comic herangehen und mich so verhalten als ob ich keine Ahnung von der Materie besitze.

  10. #60
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Splashcomics entscheidet sich in seiner Rezi auch mehr für die Freunde der Spannung und gepflegten Unterhaltung
    http://www.splashcomics.de/php/rezen..._roms___buch_4

  11. #61
    und läßt dabei die Logik der Geschichte weit hinter sich! Ich gehe einmal davon aus das er einen anderen Anspruch besitzt.

  12. #62
    Mitglied Avatar von idur14
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    Ich habe mich bei der Geschichte bislang köstlich amüsiert. Alles andere ist mir egal!! Und trotzdem erhebe ich für mich in Anspruch denselben zu besitzen.

  13. #63
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    Die Diskussion an sich ist nicht neu. Ich erinnere mich an eine rüpelhaft geführte Diskussion über Prinz Eisenherz, bei der es im Prinzip um ein ähnliches Thema.

  14. #64
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Marini Serien werden doch grundsätzlich mit der Anzahl der Alben immer flacher und schlechter, egal um welche Serie oder mit welchem Autor (oder wie hier alleine) er zusammenarbeiett, dass ist ja auch nix neues. (Skorpion, Raubtiere, Gypsy)
    Auch Zeichnerisch hat er Anfangs zwar auf einen ganz hohen und erfreulichen Niveau angefangen , aber sich seitdem doch eigentlich kaum nennenswert weiter entwickelt und ist so zum eigenen Viel- und Massenzeichner seiner selbst stagniert.
    Anders als bsw. ein von Kummert, der ihn auch hier schon längst überholt hat
    Für mich ist Marini irgendwie ein Michael Bay oder in seinen besseren Momenten der Ridley Scott der Comics, alles glänzt und kracht erstmal beeindruckend riesengroß und allgegenwärtig, man lässt sich am Anfang schnell davon blenden und beeindrucken, viel Popcorrnunerhaltung ohne späteren Riesenanspruch und Tiefe , aber dafür mit umso mehr Sex und Gewalt als schaler Beigeschmack zum Ausgleich.und Triebbefriedigung . gerade in den hinteren Folgebänden einer Serie.
    Geändert von Huckybear (10.03.2014 um 18:21 Uhr)

  15. #65
    Mitglied Avatar von dino1
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    Marini Serien werden doch grundsätzlich mit der Anzahl der Alben immer flacher und schlechter, egal um welche Serie oder mit welchem Autor (oder wie hier alleine) er zusammenarbeiett, dass ist ja auch nix neues. (Skorpion, Raubtiere, Gypsy)Auch Zeichnerisch hat er Anfangs zwar auf einen ganz hohen und erfreulichen Niveau angefangen , aber sich seitdem doch eigentlich kaum nennenswert weiter entwickelt und ist so zum eigenen Viel- und Massenzeichner seiner selbst stagniert.
    Anders als bsw. ein von Kummert, der ihn auch hier schon längst überholt hat
    Für mich ist Marini irgendwie ein Michael Bay oder in seinen besseren Momenten der Ridley Scott der Comics, alles glänzt und kracht erstmal beeindruckend riesengroß und allgegenwärtig, man lässt sich am Anfang schnell davon blenden und beeindrucken, viel Popcorrnunerhaltung ohne späteren Riesenanspruch und Tiefe , aber dafür mit umso mehr Sex und Gewalt als schaler Beigeschmack zum Ausgleich.und Triebbefriedigung . gerade in den hinteren Folgebänden einer Serie.
    Eben ein guter Comic der alle die unterhält welche sich einfach mal sanft berieseln lassen möchten. Ich finde das toll.
    Ich verstehe nur nicht warum du dann überhaupt seine Comics kaufst.

  16. #66
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Gekauft habe , bitte schön
    Einzig das ältere der Stern der Wüste fand und finde ich allerdings heute noch sehr gut, Raubtiere abgebrochen , fand ich grottig. Skorpion nach Band 3 ausgestiegen, Adler Roms auch raus...
    Vielleicht sollte ich mich lieber auf zukünftige Miniserien unter seiner Beteiligung beschränken , vielleicht habe ich mich aber auch nur selbst weiter und von solcher sanften Berieselung entwickelt und lass es lieber ganz

    Gibt inzwischen zuviele andere gute Comics, Serien und Autoren die mir inzwischen viel mehr zusagen.
    Geändert von Huckybear (10.03.2014 um 23:56 Uhr)

  17. #67
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    Die Kritik mag ja durchaus zutreffen, doch was bitte ist an diesem Comic "sanft"?

  18. #68
    Mitglied Avatar von Germon
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    Zitat Zitat von MarthaWashington Beitrag anzeigen
    Marini hat mal in einem Interview gesagt, dass er Stoff für fünf bis sieben Alben hat.
    Ist denn mittlerweile genauer bekannt bei wie vielen Bänden sich das einpendeln wird?

  19. #69
    Junior Mitglied Avatar von Last Ninja
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    Habe gerade auf bedetheque gesehen, dass auch im Original bisher nur vier Bände erschienen sind. Weiß eventuell jemand wie/wann es mit dieser Serie weitergeht (zum Beispiel von einem französisch-sprachigen Forum). Verstehe leider kein französisch.

  20. #70
    Mitglied Avatar von franque
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    Auf der Dargaud-Seite steht wenigstens "en cours", also "läuft noch"...

  21. #71
    Mitglied Avatar von Jolly Roger
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    Marini ist mit den Zeichnungen zu Band 5 fertig und arbeitet zurzeit an der Kolorierung. Das Album wird voraussichtlich Ende des Jahres (2016) erscheinen. Er ist sich noch nicht sicher, ob die Serie nach 6 oder 7 Alben endet.

  22. #72
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    Zitat Zitat von Jolly Roger Beitrag anzeigen
    Marini ist mit den Zeichnungen zu Band 5 fertig und arbeitet zurzeit an der Kolorierung. Das Album wird voraussichtlich Ende des Jahres (2016) erscheinen. Er ist sich noch nicht sicher, ob die Serie nach 6 oder 7 Alben endet.
    Hallo,
    das wäre mal eine gute Nachricht. Bin am Gratis Comic Tag 2015 zufällig auf Album 1 gestossen und habe mir die drei anderen gleich bestellt. Bisherige Nachfragen verliefen ergebnislos. Bei solch einem langen Erscheinungsrhythmus gerät Manches fast in Vergessenheit...

  23. #73
    Ich bin selbst auch sehr begeistert von dem ersten Band. Das wird ein neuer Klassiker werden und hier hat meiner Meinung nach Carlsen den richtigen Riecher gehabt.
    Bin jetzt auch auf Marini aufmerksam geworden. "Die Adler Romas" sind ein echtes Highlight, nicht nur für mich als "Germanen" Insgesamt gefällt mir der Zeichenstil ohnehin sehr gut.

  24. #74
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  25. #75
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    Kaum eingetroffen und schon gelesen.
    Hat mir sehr gut gefallen.
    Wann erscheint Band 6?
    Hoffentlich müssen wir nicht wieder so lange warten.

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