szmtag Anstand? - Seite 3
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Thema: Anstand?

  1. #51
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    klingt wie das morgige Handtuchhinlegenundplatzreservierung der Engländer am Strand oder Swimmingpool


    ich kann da auch nur mit dem Kopf schütteln, Bernd - normal is das ganze nicht - Normalsterbliche die mal eine Zeichnung haben wollen, kommen da gar nicht zum Zuge während diese "fanatischen" Jäger eine Zeichnung nach der anderen bekommen, Nein danke!

    ich frage mich, was passiert (von diesen fanatischen Leuten), wenn andere, die gar nichts von dem wissen das Du uns gerade erzählt hast, die Koffer einfach irgendwo anders hinstellen und diese Leute nicht nach vorn lassen. Gibts dann ne Prügelei?
    Geändert von Martin (22.06.2009 um 18:16 Uhr)

  2. #52
    Mitglied Avatar von McSilent
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    Zitat Zitat von Derma R. Shell Beitrag anzeigen
    Zu den unangenehmen "Koffer"-Methoden:
    Leider sind unsere französischen und belgischen Nachbarn uns an Erfahrung mit solchen Signierevents um einige Jahre voraus und haben uns "in unseren Anfängen" als gutgläubige Fanboys in ihren Heimatländern erstmal abgewatscht und alle möglichen "Unarten des Skizzenjagens" spüren lassen, so daß wir gar keine andere Möglichkeit hatten als uns "anzupassen", wenn wir auch zum Zug kommen wollten. Und wenn man die gesamten Reiseausgaben ( z.B. nach Angouleme oder Barcelona) betrachtet, da möchte man ja schon eine entsprechende "Ausbeute" einfahren.

    Als Einzelner ist man dabei fast machtlos, da es hier neben etwas Glück grundsätzlich auf schnelle Information und Weitergabe derselben ankommt - man muß aushängende Pläne studieren, Änderungen rechtzeitig bemerken, die jeweiligen Zeichner einschätzen hinsichtlich Pünktlichkeit oder Schnelligkeit und die Abläufe bei den diversen Verlagen oder Ständen verinnerlichen. Daher wird sich arrangiert: zunächst mal schliessen sich im Ausland die deutschsprachigen Fans kurz und wenn nötig werden Kontakte zu den "Einheimischen" aufgebaut.
    Schnell hat man gelernt, dass bestimmte Gesichter immer wieder vorne in Schlangen auftauchen und man erkennt die Technik des "Hopping" unter Zuhilfenahme abgestellter Rucksäcke oder Koffer bzw. Freunden, die "Platzreservierungen" bezeugen.

    Diese Vorgehensweise wird von den "üblichen Verdächtigen" nun auch hierzulande weitergelebt, was leider in München durch einige Vertreter der rücksichtsloseren Sorte unangenehm ausgeartet ist.
    Leider nicht erst nur in München, sondern schon seit Jahren. Aber du willst jetzt nicht ernsthaft dieses unhöfliche, beinahe asoziale Verhalten damit begründen, "dass das andere ja auch machen..." ?

    Mittlerweile finde ich es gut, wenn einzelne Zeichner nur in die Bücher signieren und nicht in die Blöcke. Diese Schlangen sind meist deutlich angenehmer, z.B. letztes Jahr in Erlangen bei Achdè.

    Vielleicht sollte man wirklich von Seitens der Verlage deutlichere Regeln aufstellen, auch wenn das schlimm und schade ist. Und ich denke mal, die Verlagsvertreter haben auch was besseres zu tun, als sich um manche Personen zu kümmern, die ihre gute Kinderstube mit betreten der Halle vergessen...

    Eine Vertreterin von Carlsen hat mal bei Schlange stehen bei Carlsen erzählt, bei Stargästen hätten sie auch regelmäßig mit gefälschten Nummern zu kämpfen. Ich habe bislang gedacht, das wäre übertrieben, aber wenn ich das hier so lese, dann muss man sich doch ernsthaft Gedanken machen.

    Zitat Zitat von Kaifalke Beitrag anzeigen
    ich frage mich, was passiert (von diesen fanatischen Leuten), wenn andere, die gar nichts von dem wissen das Du uns gerade erzählt hast, die Koffer einfach irgendwo anders hinstellen und diese Leute nicht nach vorn lassen. Gibts dann ne Prügelei?
    Mir hat ein Endzwanziger in der Schlange von (ich glaube) Pajarillo (Erlangen 2004) mal Schläge angedroht, als ich ihn nicht in die Schlange lassen wollte. Er hätte in einer anderen Schlange gestanden und war vorhin schon mal da. Sein Koffer war irgendwie aus der Schlange gerutscht, keiner kannte ihn. Konnte aber seitens der Verleger geklärt werden. Sein Pech, dass das dieser holländische Variant-cover-Verlag war und er kein englisch konnte

    Gleicher Stand, anderer Tag. Die Schlange war bereits geschlossen, kam einer der Umhängeschildchen-vor-zehn-uhr-schlange-eröffnen-fraktion und hat dem letzten in der Schlange das Schild "Letzter" abgenommen und sich aufgeklebt. Wurde aber auch vom Verlag bemerkt und dieser weggejagt.

  3. #53
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    na wenn er in einer anderen schlange steht, hatte er in deiner doch nichts zu suchen - kopfschüttel

  4. #54
    Mitglied Avatar von McDuck
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    @Derma: Deine Erklärungen lassen mich ungläubig den Kopf schütteln. Ich meine, ich kann das sowieso nicht verstehen. Ich jage nicht nach Skizzen. Aber was da nach Deiner Beschreibung abgeht, auch dass man europaweit für ein paar Zeichnungen reist... Ne, kann ich nicht verstehen.

    Hallo Bernd,

    die einen züchten Meerschweinchen, andere folgen ihrem Lieblingsfußballverein oft auch in die weite Ferne wegen einem einzigen Spielabend in Istanbul und manche lieben es eben, Ihren Lieblingszeichnern beim Erstellen eines schönen Bildchens mit persönlicher Widmung zuzusehen. Das Ganze hat meist nichts mit "Jagd" zu tun, aber manches Mal zugegebenerweise mit der verrückten Bereitschaft, sich für eine begehrte Zeichnung oft stundenlang anzustehen.

    Die paar Leute, die dieses Hobby pflegen, tun in 99 Prozent der Fälle niemandem Böses. Sie stellen sich meist brav (aber eben auch oft sehr früh) in die Reihen und warten bis sie drankommen.

    Ich verstehe das Lamentieren einiger Leute hier auch deswegen nicht, da es fast bei allen internationalen Starzeichnern innerhalb der vier Tage völlig unabhängig von einigen manchmal herrenlosen Taschen leicht möglich war, durch gemütliches rechtzeitiges Anstehen wunderschöne Zeichnungen zu bekommen.

    So waren z. B. bei Meynet, Seron, Bergese und Kujpers ab Samstag oft nur zwei bis drei Leute in der Schlange. Auch von Frank Pe, Superstar Philippe Francq, Rossi oder Bravo bekam man locker seine Widmungszeichnung. Man musste sich hier eben vielleicht ein Stündchen oder mal zwei anstehen, was ich, will man ein persönliches Andenken von diesen Künstlern erhalten, wirklich nicht übermäßig viel finde (vor allem verglichen mit Festivals in Frankreich)!

    Lediglich bei Bonhomme war es auf Grund der kurzen Zeit, die er leider nur in München verweilte, naturgemäß etwas schwieriger!

    Alle teilhabenden Verlage haben sich wirklich immer erfolgreich bemüht, auch Kurzbesuchern die Gelegenheit zu geben, einige ihrer Lieblingsautoren kennenzulernen und von den meisten auch eine Widmungszeichnung zu erhalten!

    In allen Schlangen, in denen ich war (und das waren nicht wenige), ging es ausgesprochen lustig, friedlich und nett zu. Und wenn sich einer mal die Beine vertreten musste, wurde er auch wieder selbstverständlich an seinen Platz gelassen.

  5. #55
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Hm ja, manche werden es vermutlich genauso wenig verstehen, dass wir uns die Anreise und die Kosten aufhalsen, um dann bunte Filmchen über die Veranstaltungen ins Internet zu stellen und eigentlich ansonsten kaum etwas von der Veranstaltung zu haben. So gesehen sind wir von Splashcomics irgendwie auch nur Freaks der anderen Art. Wir sind halt Sammler von Daten Wenn ich dran denke, dass ich gerade in Mailand sitze und drüber nachdenke meinen Urlaub im Juli zu verlängern, um Interviews mit ein paar italienischen Zeichnern zu machen und Walt Disney Italia zu besuchen ist das vermutlich genauso wenig für einige verständlich...

  6. #56
    Mitglied Avatar von Roguemann
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    Ein paar Gedanken von einem der "Unentwegten":

    Es kommt viel auf die Rahmenbedingungen an. Ich habe selbst bei Rote nicht angestanden, aber wenn ich mich recht erinnere, gab es bei ihm sehr schnell Skizziertes, aber so, dass jede/r, der die entsprechenden Voraussetzungen erfüllte (Skizzenalbum oder dieses "Wie zeichnet man die Simpsons"-Buch?) eine Skizze bekam. (So wurde es auch von Bill Morrison in Essen letztes Jahr gehandhabt). Da würde es aus Sicht von Panini ja nur unnötigen Aufwand bedeuten, jetzt auch noch Nummern auszugeben, da eine einzelne Skizze in der Regel in etwa zwei, drei Minuten gezeichnet ist. Das ist natürlich eine ganz andere Situation als bei einem Zeichner oder einer Zeichnerin, wo dann schon mal eine Viertelstunde pro Zeichnung verwendet wird oder die einfach kürzer (nur an einem Tag und dann auch nur für zwei, drei Stunden) da sind und wo dann z.B. Nummern ausgegeben oder gewürfelt werden muß.

    Nach meinen recht begrenzten Erfahrungen bei kleineren Messen und Signierterminen in Paris ist es in Frankreich absolut normal, seine Tasche oder seinen Rucksack als Platzhalter hinzustellen - da habe ich es schon mehrfach gesehen, dass "Schlangen" zum größten Teil aus aneinandergelehnten Rucksäcken bestanden. Im Endeffekt ist das ja auch nicht viel anders als Nummern ausgeben, nur eben nicht von den Ausstellern organisiert, sondern von den Fans selbst. Ich weiß nicht, wie jede/r andere es handhabt, aber wenn ich mich auf deutschen Veranstaltungen von der Schlange entferne und mein Gepäck da lasse, dann kläre ich das in der Regel vorher mit den Leuten vor und hinter mir in der Schlange ab, und oft genug löst man sich dann gegenseitig ab, was bei so langwierigen Schlangen wie etwa den morgentlichen Panini-Schlangen in Erlangen oder Essen das Leben erleichtert (man kann dann ja auch z.B. etwas zu essen oder trinken besorgen, die Toiletten aufsuchen, mit anderen schnacken oder sich die eine oder andere Ausstellung ansehen, zu der man sonst mangels Zeit nicht mehr käme).

    Das Verfahren hat übrigens auch andere Vorteile. Zum einen, dass es etwas mehr Platz für alle gibt, was gerade bei einem beengten Lokal wie einem Comicladen oder etwa an der Salleck-Ecke (wenn mal wieder vier oder fünf Zeichner gleichzeitig signieren wie in München ja öfters vorkam) nicht schlecht ist. (An den Morgen, wenn die Nummern ausgegeben wurden und alles an die Tische drängte, konnte man da ja schon Platzangst kriegen).
    Zum anderen, wenn ich die Schlange verlasse, dann tu ich das in der Regel um zu Ständen zu gehen, wo man nicht oder nur kurz anstehen muß, wo also wenig oder kein Betrieb ist, sei es für ein Gespräch oder auf der Suche nach einer Skizze. Und für kleinere Verleger, Selbstverleger, Fanzines usw. kann das schon einen kleinen Unterschied machen, wenn ich bei der Gelegenheit etwas kaufe (auch, um eine Zeichnung zu ergattern), denn wieviele von denen, die bei einer großen Schlange für einen der großen Stars leer ausgingen (sei es durch unsoziale Vordrängler, sei es durch Pech beim Würfeln), gehen dann stattdessen zu einem der weniger bekannten Künstler/innen? Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass auch diesmal bei einer Menge guter Leute deutlich weniger Andrang war, als sie verdient hätten.
    Tilman
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  7. #57
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Das kann ich bestätigen. Während sich vor der Bühne die Leute drängelnden, war es im "blauen Raum" doch manchmal sehr ruhig.

  8. #58
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Das kann ich bestätigen. Während sich vor der Bühne die Leute drängelnden, war es im "blauen Raum" doch manchmal sehr ruhig.
    Daraus ensteht übrigens eine Problematik die ich nach den mir mitgeteilten München-Berichten und dem nun hier Gelesenen nicht ganz unkritisch finde.

    Wir haben das selbe Phänomen ja auch in Erlangen, wo in der grossen Haupthalle teilweise Riesenandrang herrscht, in den beiden Seitenhallen oftmals noch nicht mal ein Bruchteil der Leute die Zeit zum Rundgang findet.

    Und genau hier ist zum Teil natürlich die Künstlerpräsenz und das "lange" Anstehen in Schlangen die Ursache.
    So bleiben oft anderen Kleinverlegern nur ein Bruchteil der Aufmerksamkeit - die aber gerade bei grossen Messen so wichtig wäre - denn die Grundkosten (Standgebühr je m² / Anreise / Unterkunft) liegen bei ihnen gleichhoch wie bei jedem anderen Verlag, der im Augenmerk der Fans liegt.

    Nun kann man ja nicht deswegen keine Künstler mehr einladen - sind sie doch das Salz in der Suppe (die sich leider nicht jeder Verlag gleichermassen leisten kann)

    Doch bedarf es m.E. eines viel besser ausgeklügelten Aufstellungsplan seitens der Messe-Organisatoren.
    Hier wird zu wenig wert darauf gelegt - so setzt man z.b. in Erlangen die drei Branchengrössen (Ehapa / Carlsen vertreten durch Ultra Comix / Panini) zwar etwas verteilt in der Haupthalle ein - aber dadurch geht auch ein grosser Prozentsatz der Zuschauer eben nur einmal in diese Haupthalle rein und kommt gar nicht wieder aus dieser heraus.

    Profitieren durch diese geballte Ladung Messebesucher noch die Verlage in der Nähe der Branchengrössen, haben es die Aussenstehenden oft sehr schwer.
    Würde man z.b. in jeder der drei in Erlangen befindlichen Hallen einen der drei Grossen setzen und dann mit etwas Geschick und Fingerspitzengefühl die anderen Verlage dazu verteilen, wäre glaube ich jedem dieser Verlage enorm geholfen.

    Um wieder auf das Thema Schlange am Künstlerstand die Kurve zu bekommen - würde man bei guter Organisation seitens der Nummernverteilung (wie auch immer die ausschauen müsste) plötzlich nicht mehr stundenlang in der Warteschlange verweilen (was ja sicher diesen Leuten auch keinen Riesenspass bereiten dürfte), sondern hätte die Möglichkeit zwischendurch auch zu den kleineren Verlagsständen zu gehen, mit dem Vorteil des besseren Überblicks, da nun die Laufwege wegen des o.a. besseren Aufsteller-Managements wesentlich verkürzt wären.

    In wieweit das auch für München zutrifft vermag ich nicht zu beurteilen, denn nach den Aussagen soll dort die Lokalität ja ohnehin deutlich kleiner als in Erlangen sein.

    Grundlage jeglicher Überlegung ist natürlich der höfliche und respektvolle Umgang der Fans untereinander - ohne den es von Beginn an nur scheitern kann.
    Geändert von hipgnosis (23.06.2009 um 09:15 Uhr)

  9. #59
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    Würde man z.b. in jeder der drei in Erlangen befindlichen Hallen einen der drei Grossen setzen und dann mit etwas Geschick und Fingerspitzengefühl die anderen Verlage dazu verteilen, wäre glaube ich jedem dieser Verlage enorm geholfen.
    da beisst sich die katze leider oft in den schwanz - wir haben´s oft erlebt, dass eine lange schlange, die quer durch den saal zu einem stand eines grossverlags führt komplett die sicht auf die stände von uns 'kleinen' verdeckt und uns stundenlang das gesamte laufpublikum kostet.

  10. #60
    Mitglied Avatar von McDuck
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    Wenn ich dran denke, dass ich gerade in Mailand sitze und drüber nachdenke meinen Urlaub im Juli zu verlängern, um Interviews mit ein paar italienischen Zeichnern zu machen und Walt Disney Italia zu besuchen ist das vermutlich genauso wenig für einige verständlich...
    Doch, das verstehe ich als Disneyfan nur zu gut! Nicht umsonst warte ich immer noch sehnsüchtig auf die Übersetzung deines Marco Rota-Interviews vom letzten Jahr

  11. #61
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von dinter3 Beitrag anzeigen
    da beisst sich die katze leider oft in den schwanz - wir haben´s oft erlebt, dass eine lange schlange, die quer durch den saal zu einem stand eines grossverlags führt komplett die sicht auf die stände von uns 'kleinen' verdeckt und uns stundenlang das gesamte laufpublikum kostet.
    Sehe ich ein - gutes Argument!

    Daher muss man wirklich in beiden punkten taktisch klug organisieren.

    1. Der Veranstalter bei der Wahl der jeweiligen Plätze

    - nicht alle Grossen komprimiert aufstellen - vielleicht sogar in einen Eckbereich, damit die Mitte schön übersichtlich bleibt?

    2. Der Verlag - welcher einen künstler am Stand sitzen hat.

    - erst gar keine Riesen-Schlange bilden lassen, sondern das Ganze irgendwie limitieren, zumindest bei den Zeichnern, die hier angesprochen 15-20 Min. für jede Zeichnung benötigen. Anderswo bilden sich ja erst gar keine Schlangen.

  12. #62
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    Zitat Zitat von McSilent Beitrag anzeigen

    Mittlerweile finde ich es gut, wenn einzelne Zeichner nur in die Bücher signieren und nicht in die Blöcke. Diese Schlangen sind meist deutlich angenehmer, z.B. letztes Jahr in Erlangen bei Achdè.
    t.
    Der Grund warum es bei Achde recht schnell ging, war nicht die Weigerung in Blöcke zu zeichnen, sondren dass der nur schnelle Skizzen macht und nicht auf Wünsche eingeht (auch nicht auf simple Wünsche). Hätte Ehapa Nummern ausgegeben, wäre es noch schneller gegangen und Leute hätten mehr Zeit für Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Kleinverlage.

  13. #63
    Mitglied Avatar von McDuck
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    Zitat Zitat von dinter3 Beitrag anzeigen
    da beisst sich die katze leider oft in den schwanz - wir haben´s oft erlebt, dass eine lange schlange, die quer durch den saal zu einem stand eines grossverlags führt komplett die sicht auf die stände von uns 'kleinen' verdeckt und uns stundenlang das gesamte laufpublikum kostet.
    Ein guter Ansatz ist sicherlich das zum Teil in München wie auch auf der Frankfurter Buchmesse praktizierte Verfahren, die Zeichner an von den Verlagsständen separierte, eigene Signiertische zu setzen. Man braucht dazu "nur" entsprechend Platz, damit sich Schlangen nicht doch wieder bis zu den Verlagen erstrecken.

  14. #64
    Mitglied Avatar von Roguemann
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    Was in München tendenziell ganz gut war (und was ja auch in Leipzig ähnlich gehandhabt wird), ist, dass dort auf der Bühne ein zentraler Signierbereich ist, an dem auch die "Kleinen" öfters zum Zuge bzw. in das Gesichtsfeld der Leute kommen, die sonst die Stände ohne große Stars links liegen lassen . Nur war es dann leider öfters so, dass bei einigen der betroffenen Zeichner/innen doch nur sehr wenige (bis keine) Fans anstanden, selbst z.B. bei jemand wie Peter van Dongen, den man ja auch nicht so oft antrifft, um den es aber vorher nicht so viel Rummel gab. Auch was die "Normalfans" gilt dann wohl das Sprichwort "You can lead a horse to water, but you can't make it drink."
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  15. #65
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    Mal eine witzige Episode: Bei Uli Oesterle ist einer (ich glaube der hier oft beschriebene Skizzenjäger mit den Koffern) angestanden und wollte eine Death Zeichnung. Uli hat nein gesagt. Nachher hat er einem anderen sein Sammlung von Death Zeichnungen gezeigt die er zB auch in Barcelona abgestaubt hat.
    Irgendwie will ich dem seinen Spaß nicht verderben, solange es gesittet zugeht. Das ist halt sein Hobby.

    Andererseits hab ich folgende Frage:
    Wäre es für die Verlage nicht besser (auch für die Verkäufe???), wenn man nicht immer dieselben die Skizzen bekommen lässt, sondern auch unbedarfte? Wirken hier Stammkäufer oder Neueinsteiger mehr?
    Dazu nochmals meine persönliche Erfahrung: Ich hab mir die signierten Titel extra bei der Börse gekauft, der "Sammler" hatte sie auch, hat sie aber wohl schon vor Jahren gekauft.
    Ist so eine Skizze für einen Neueinsteiger nicht ein gutes Marketing Instrument,dass diesen auch etwas an den Verlag bindet und ihm das Programm überhaupt erst vorstellt? Sollte man denen nicht auch die (Zufalls)chance geben?

  16. #66
    Mitglied Avatar von Derma R. Shell
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    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen
    Dazu nochmals meine persönliche Erfahrung: Ich hab mir die signierten Titel extra bei der Börse gekauft, der "Sammler" hatte sie auch, hat sie aber wohl schon vor Jahren gekauft.
    Über welche "Titel" schreibst du da gerade ?
    Gruß Derma

  17. #67
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    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen

    Wäre es für die Verlage nicht besser (auch für die Verkäufe???), wenn man nicht immer dieselben die Skizzen bekommen lässt, sondern auch unbedarfte? Wirken hier Stammkäufer oder Neueinsteiger mehr?
    Dazu nochmals meine persönliche Erfahrung: Ich hab mir die signierten Titel extra bei der Börse gekauft, der "Sammler" hatte sie auch, hat sie aber wohl schon vor Jahren gekauft.
    Ist so eine Skizze für einen Neueinsteiger nicht ein gutes Marketing Instrument,dass diesen auch etwas an den Verlag bindet und ihm das Programm überhaupt erst vorstellt? Sollte man denen nicht auch die (Zufalls)chance geben?
    Wenn man mal von Bonhomme, Bravo und Frank Pe absieht, hat jeder in München eine Chance bekommen eine Zeichnung von einem Zeichner zu bekommen. Ob Neueinsteiger oder Stammkunden. Wie schon einer gesagt hat, es war eher befremdlich wie leer es tw. bei Van Dongen, Meynet oder Kuijpers war.

    Und wie willst Du das trennen? Denn Stammkunden sind wie der Name schon sagt Stammkunden, d.h. die meisten lassen recht viel Geld beim Verlag übers Jahr hinweg. Und denen sagen "Du kriegst keinen Sktech", sondern lieber der hier, der kauft hier sein 1. Comic und im nächsten Jahr noch eins? Man muss da sicher einen Mittelweg finden, und der ist in München denke ich hervorragend gelungen.

    Generell finde ich das Beste an eingeladenen Zeichnern, dass man dadurch mal neue Bände ausprobiert die man nicht auf seiner Standard-Einkaufsliste hat und dabei ganz tolle Bände entdeckt.

  18. #68
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    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen
    Mal eine witzige Episode: Bei Uli Oesterle ist einer (ich glaube der hier oft beschriebene Skizzenjäger mit den Koffern) angestanden und wollte eine Death Zeichnung. Uli hat nein gesagt. Nachher hat er einem anderen sein Sammlung von Death Zeichnungen gezeigt die er zB auch in Barcelona abgestaubt hat.
    Es gibt halt solche und solche Zeichner, die einen fänden es seltsam, wenn man eine Figur haben möchte, die er ursprünglich nicht gezeichnet hat, die anderen haben da sogar richtig Spass daran. Generell kann man wohl sagen, dass Zeichner, die für den US-Markt arbeiten, flexibel sind, weil die dort häufig mal die, mal ne andere Figur zeichnen. Und seltenst die Figur erfunden haben, wie die meisten Franko-Belgier. Frank Pe würde ich jedenfalls nicht um nen Batman bitten :-)

  19. #69
    Mitglied Avatar von Comicfan 666
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    Grundsätzlich hat "Landbeer" diesen Titel eröffnet, da er beobachtet hat das es bei einigen "Älteren Herrschaften" mit dem Benehmen nicht weit her ist. Und das kann hier ja wohl KEINER abstreiten, auch wenn einige hier jetzt versuchen ihre Kofferabstellerei zu rechtfertigen.
    Klaro sind es nur einige wenige, c.a. 10-12 Deppen wie ich es seit einigen Jahren LEIDER immer wieder mitbekommen muss. Aber gerade diese paar Leute reichen schon um bei einem Signiertermin die Stimmung unter den Wartenden in den Keller zu treiben.
    Schlimm ist das teilweise aggressive Auftreten das mich persönlich sehr verwundert.

  20. #70
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Zitat Zitat von McDuck Beitrag anzeigen
    Doch, das verstehe ich als Disneyfan nur zu gut! Nicht umsonst warte ich immer noch sehnsüchtig auf die Übersetzung deines Marco Rota-Interviews vom letzten Jahr
    Autsch, dieser Stachel in meinem Fleisch, Auaaaaa

  21. #71
    Mitglied Avatar von Roguemann
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    Zitat Zitat von Comicfan 666 Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich hat "Landbeer" diesen Titel eröffnet, da er beobachtet hat das es bei einigen "Älteren Herrschaften" mit dem Benehmen nicht weit her ist. Und das kann hier ja wohl KEINER abstreiten, auch wenn einige hier jetzt versuchen ihre Kofferabstellerei zu rechtfertigen.
    Grundsätzlich hat Landbeer diesen Titel mit seiner Interpretation von etwas eröffnet, das er aus einiger Entfernung und allem Anschein nach unvollständig beobachtet hat. Ob sich das betreffende Ehepaar tatsächlich in unzulässiger Weise vorgedrängt hat, ob sie einen "Platzhalter" benutzten oder ob sie sich vielleicht sogar von Anfang an mit den Leuten an der Spitze der Schlange verabredet hatten (was immerhin etwas plausibler erklären würde, warum das "Vordrängeln" offenbar widerspruchslos geschah obwohl die Leute in der Schlange nach Landbeers Angabe schon eine Stunde lang gewartet hatten) - ich weiß es nicht, was hier dazu geäußert wurde ist letztlich Spekulation. Landbeer, der einzige hier, der die Vorgänge selbst beobachtet hat, hat sich seit seinem Eröffnungsstatement nicht wieder gemeldet, weshalb wir nicht einmal sagen können, ob dort ein Koffer stand oder nicht. Wir WISSEN also sehr wenig über den Fall.
    Geändert von Roguemann (23.06.2009 um 19:47 Uhr)
    Tilman
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  22. #72
    Mitglied Avatar von Comicfan 666
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    Sehr lustig....
    Hallo Roguemann, da scheint mir doch ein kleiner "Kofferabsteller" ein wenig angefressen.
    Ich habe selbst schon sehr oft ein asoziales Verhalten von "Extremsammlern" erlebt wie es hier mehrere User geschildert haben.
    Also müssen wir uns hier nicht nur auf die Beobachtung von Landbeer beschränken.
    Es geht darum das Landbeer völlig Recht hat, das immer wieder bei Signierstunden die Kinderstube über den Haufen geworfen wird.
    Was geht es uns an wie es in Frankreich zugeht ???? Mir haben selbst schon einige Zeichner aus Frankreich bzw. Belgien erzählt das für sie Signierstunden in Frankreich inzwischen alles andere als ein Vergnügen sind.

  23. #73
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Ich kann jedenfalls immer wieder nur folgende Lektüre empfehlen:


  24. #74
    Mitglied Avatar von Roguemann
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    Zitat Zitat von Comicfan 666 Beitrag anzeigen
    Sehr lustig....
    Hallo Roguemann, da scheint mir doch ein kleiner "Kofferabsteller" ein wenig angefressen.
    Ich habe selbst schon sehr oft ein asoziales Verhalten von "Extremsammlern" erlebt wie es hier mehrere User geschildert haben.
    Also müssen wir uns hier nicht nur auf die Beobachtung von Landbeer beschränken.
    Es geht darum das Landbeer völlig Recht hat, das immer wieder bei Signierstunden die Kinderstube über den Haufen geworfen wird.
    Was geht es uns an wie es in Frankreich zugeht ???? Mir haben selbst schon einige Zeichner aus Frankreich bzw. Belgien erzählt das für sie Signierstunden in Frankreich inzwischen alles andere als ein Vergnügen sind.
    Auch ich habe genug asoziales Verhalten von Sammlern erlebt, danke der Nachfrage, nur ist es eben die Frage, ob "Kofferabstellen" so grundsätzlich dazu zu rechnen ist. Zumindestens hier in dieser Diskussion habe ich noch kein überzeugendes Argument gesehen, was denn so verwerflich daran sein soll. Soweit ich sehen kann, ist der Haupteinwand dagegen, dass es Sammler/innen ermöglicht, innerhalb des betreffenden Zeitraums bei mehreren Zeichner/innen anzustehen, während sie sonst gezwungen wären, eine halbe Stunde, eine ganze oder noch länger nichtstuend an einer Stelle zu stehen (und sich dann womöglich mit fortschreitender Zeit immer mehr zu fragen: Hätte ich mich jetzt besser in eine andere Schlange gestellt?) Wem nützt es dann, wenn das zeitweilige Verlassen der Schlange verboten wird? Nicht den Ausstellern (die dann insgesamt weniger Geschäfte machen), auch nicht den Künstlern, und auch nicht den anderen in der Schlange, die auch noch woanders was ergattern wollen und die dann ja genausogut ihren Koffer abstellen könnten (das ist ja nicht nur für die "Großsammler" von Interesse, sondern auch für die, die nur an einem oder zwei der vier Tage da sein können). Soweit ich sehe sind die einzigen, die wirklich einen Vorteil hätten, die "Schmalspursammler", also diejenigen, die nur hinter einem Zeichner her und an den anderen, die zur gleichen Zeit signieren, nicht interessiert sind. Für solche wäre es natürlich von Vorteil, diejenigen, die zu der Zeit auch noch woanders anstehen, an das Ende der Schlange oder ganz aus ihr heraus verdrängt zu sehen.

    Übrigens hat Landbeer das, wo Du hier sagst, er habe völlig recht, so gar nicht gesagt, er schilderte den Vorfall als Einzelfall, derart verallgemeinernde Statements kamen von anderen im Verlauf der Diskussion (nicht zuletzt von Dir selbst).

    Meine (begrenzten) Erfahrungen mit "Kofferabstellen" in Frankreich habe ich erwähnt, weil das Thema bereits von jemand anderem angesprochen worden war und ich den Eindruck hatte, dass meine Erfahrungen von den dort beschriebenen differierten. Übrigens wage ich jetzt einmal dreist zu bezweifeln, dass die von Dir erwähnten Zeichner ausgerechnet wegen des "Kofferabstellens" bei Signierstunden in Frankreich so mißvergnügt sind, denn das kommt ja in der Hauptsache zum Zuge bevor die Zeichner überhaupt eintreffen.
    Geändert von Roguemann (24.06.2009 um 00:00 Uhr)
    Tilman
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    Die Frage wäre also doch: Wer hat überhaupt etwas von Schlangen vor den Signiertischen?
    Interessanterweise doch die, wo sich selten Schlangen bilden. Denn das Phänomen ist immer wieder zu beobachten: Der unbekannte Zeichner sitzt stundenlang unbeobachtet am Stand. Dann kommt mal jemand vorbei und möchte eine Zeichnung haben. Und plötzliche beginnen die zuvor achtlos vorbeischlendernden Passanten sich für diesen Stand zu interessieren, möchten womöglich auch eine Zeichnung, kaufen sogar etwas.
    Dem Starzeichner kann es dagegen ziemlich egal sein, ob vor seinem Platz 2 oder 25 Leute warten. Nur: ganz allein da zu hocken und Bestellisten abzuarbeiten macht natürlich auch keinen Spaß.

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