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  1. #1
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    Der Tod des Prinzen - 1. Kapitel: 3-Tages-Frist

    Nacheinander führte der Commissaire Facella, Reno und Falerian hinaus, um sie ihren neuen Begleitern vorzustellen. Erst machte Gashrimm sie untereinander bekannt und dann „übergab“ er die neuen Rekruten der Krone an Sarina Goldrose, die sie bereits aus der Befragung kannten, die sie die letzten Stunden über sich hatten ergehen lassen müssen.
    Die zierliche Waldelfe schüttelte ihre rotblonde Mähne, woraufhin einige der darin befestigten Blumen stark wackelten. Sie trug ein knielanges, gelbes Kleid mit kurzen Ärmeln und Blumenmuster am Saum, das an den Seiten geschlitzt war. Darüber einen dunkelgrünen Umhang, der mit einer Brosche aus weißen Federn gehalten wird. Ihre hellbraunen Schnürstiefel gingen bis zu den Knien. Am auffälligsten aber war die große, mit Dornen besetzte Peitsche, die Sarina neben anderen Utensilien an einem hellbraunen Ledergürtel befestigt hatte.

    Gashrimm hatte sich mittlerweile zum Leiter der Mission hinüber begeben. Laros Gothanien war über 2 Meter groß, hager aber athletisch und mit seinem langen rotbraunen Haar, den grünen Augen und dem schön geschnittenen Gesicht unglaublich gut anzusehen.
    Der Elf ließ ab und zu einen traurigen, verständnislosen Blick zu den „Neuen“ hinübergleiten, während er sich mit dem Hauptermittler unterhielt. Seine leeren Augen ruhten bei dieser Gelegenheit immer einige Zeit auf jedem der drei.
    Abwechselnd nickte er Gashrimm zu oder machte eine abwehrende Handbewegung. Dadurch erhielten Facella, Reno und Falerian die Möglichkeit auch Laros länger zu betrachten. Viel offenbarte er nicht, da er die blaue, hoch geschlossene Uniform Sutals und darüber nochmal einen langen Mantel in ebenfalls dunklem Blauton trug. Allein die an den Spitzen mit Dornen bewehrten Stiefel und der ebenfalls mit Dornen versehene festsitzende Schlagring auf dem silbernen Halbhandschuh an seiner rechten Hand.

    Ein letztes Mal nickte Laros dem Zwerg zu, dann kam auch er zum Rest der Gruppe hinüber. „Gut.“ sagte er mit ruhiger, sonorer Stimme. „Wie uns nun allen bekannt, beginnt unsere Ermittlung mit der Ausfindigmachung des besagten Alten, der noch vor der Tat dies Lokal verließ und Richtung Dorász feige entfloh.“
    Plötzlich unterbrach er sich selbst und sah etwas verwirrt drein. Bemüht den Faden wieder zu finden dabei professionell zu wirken ließ er seinen Blick wandern, der schließlich bei der weißen Frau liegen blieb. Etwas aus der Fassung geraten blinzelte der Elf. „Nunja.“ sagte er bestimmt; offenbar hatte er seine Erinnerung wiedererlangt. Bedeutungsvoll hob er seinen rechten Zeigefinger empor. „Diesen gilt es nun zur Strecke zu bringen und daher werden wir uns gleich an seine Fersen heften.“ Laros sah sich mit ernster Miene um. Ein schriller Pfiff drang zwischen seinen Lippen hervor. „Heda, Stallbursche. Lass alsbald die Tiere hier erscheinen! Eile dich!“ Genervt schüttelte der Elf den Kopf. „Etwas noch“. Wieder hob er den Zeigefinger. „Es hat sich herausgestellt, dass es zwar für uns alle Reittiere gibt, also insgesamt 5 an der Zahl. Doch zu meinem tiefsten Bedauern musste ich feststellen, dass eines davon ein Maultier und kein Pferd ist. So wird einer von uns wohl das Lastentiere nutzen müssen.“ Laros‘ Augen ruhten bei dieser „Auslosung“ eindeutig auf Sarina Goldrose, obwohl er genau wusste, dass eines der 4 Pferde ihr eigenes war. Als wäre er gerade erwacht hob Laros den Kopf und fragte abschließend: „Nun, gibt es – neben diesem unerfreulichen Sachverhalte – noch weitere Unklarheiten auf Eurer Seite, meine geschätzten Gefährten?!“

  2. #2
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    Reno

    Reno schüttelte nur jeweils die Hand von Facella und Falerian und nickte kurz, nicht jedoch ohne seinen Namen noch zu erwähnen.
    Schließlich wurden sie dann hinausgeführt wo Reno die Gelegenheit nutzte ein Auge auf Laros zu werfen. Er erkannte die vielen Blautöne und auch die vielen Stachel und Dornen. Schließlich kam er auf sie zu.
    Reno blieb ruhig und hörte den Worten von Laros zu, auf seine letztendliche Frage bezüglich Unklarheiten wollte er eingehen.
    "Gibt es keine genauere Beschreibung des Flüchtigen bezüglich Kleidung, Größe, Verhalten oder ähnlichem?"
    Aethratas
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  3. #3
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    Noch bevor der Fremde ihre Hand ergreifen konnte, war Facella geschickt nach hinten ausgewichen. Ihr Gesicht wandte sich Reno zu, es wirkte streng, abweisend. Trotz der silbernen Binde, welche ihre Augen bedeckte, hatte der junge Mann das Gefühl ihrem missbilligenden Blick ausgesetzt zu sein. "Facella!" stellte sie sich ihrerseits vor, nachdem er seinen Namen genannt hatte. Ein eisiger Hauch lag über ihrer Stimme. Sie nickte auch Falerian kurz zu. Dann wandte sie sich zu Laros um "Wenn es Euch recht ist, so würde ich es vorziehen auf dem Maultier zu reiten. Das Temperament dieser als Lastenträger missachteten Tiere liegt mir recht gut." Sie lächelte freundlich, bei dieser Bitte und erwähnte nicht die Tatsache, dass die meisten Maultiere um vieles zuverlässiger waren und weit intelligenter als die Pferde die die meisten Menschen bevorzugten. Renos Frage war für sie nicht weiter von Interesse - das Aussehen von Menschen war für sie niemals ein Kriterium sie zu erkennen. Das Äußere war so wandelbar wie der Mond.
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  4. #4
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    Felerian hörte dem allen zu, sagte aber nichts. Er blickte Reno nach seiner Frage an und wartete genauso gespannt auf die Antwort. Sie mussten schon wissen wie die jenige Person aussah, die sie verfolgen sollten. Nur mussten überhaupt gleich alle die Verfolgung aufnehmen? Wäre es nicht geschickter hier weiter nach Hinweisen zu suchen? Doch diese Fragen behielt er für sich.

  5. #5
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    Am frühen Morgen:

    Facella betrat das kleine Zimmer neben der Küche der "Lohnenden Einkehr", das man in aller Eile für die Befragungen der Gäste hergerichtet hatte. Ein großer, grob gefertigter Tisch aus Eichenholz nahm die Mitte des Raumes ein. Zwei Stühle waren vor und hinter dem mit Papieren bedeckten Tisch aufgestellt worden.

    "Guten Morgen!" wurde Facella von einer jungen Stimme begrüßt, die wie Vogelgezwitscher klang. Eine junge Elfe, das rotblonde Haar mit Blumen geschmückt, saß hinter dem Tisch, der sie noch ein Stück kleiner und zierlicher wirken ließ als diese ohnehin schon war. "Ich bin Sarina Goldrose. Setzt Euch doch bitte! Wir wollen gleich anfangen." Damit strich Sarina ein Pergament glatt und tauchte eine Feder ins Tintenfaß. "Zuerst die Personalien: Wie heißt Ihr? Wo wohnt Ihr? Wie alt seid Ihr? Welchem Beruf geht Ihr nach?" zirpte sie.


    Ein paar Stunden später:

    Felerian war schon ungeduldig geworden, aber endlich wurde er in das kleine Befragungszimmer geleitet. Durch die offenen Fenster strömte warme Luft. Hinter einem großen Eichentisch saß eine Elfe, die versuchte, während sie offensichtlich Wasser aus einem ramponierten Holzbecher trank, einige Pergamente zu lesen. Als sie Felerian bemerkte, setzte sie den Becher ab und winkte ihn mit einem leicht erschöpften Lächeln heran. "Guten Tag! Setzt Euch doch!" Ihre Stimme klang wie das Zwitschern eines Vogels, wenn auch eines leicht genervten.

    Sie wischte eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht und ergriff ein neues Stück Pergament. "Ich heiße Sarina Goldrose. Laßt uns keine Zeit verlieren: Wie heißt Ihr, wo wohnt Ihr, wie alt seid Ihr und welcher Tätigkeit geht Ihr nach?"


    Noch ein paar Stunden später:

    Die Gaststube war schon fast geleert. Außer Reno waren nur noch einige wenige Gäste anwesend. Die meisten schliefen, zwei vertrieben sich schon seit Stunden mit einem Kartenspiel die Zeit. Gerade war er am Überlegen, ob er sich nicht doch zu den Kartenspielern gesellen sollte, als ihn eine der Wachen ansprach, er sei nun an der Reihe.

    Im Befragungszimmer saß eine junge Elfe hinter einem Eichentisch, den Kopf auf die Hände gestützt. Es war unangenehm stickig im Zimmer trotz der weit geöffneten Fenster und der Befragerin liefen die Schweißperlen über die Stirn. Bei seinem Eintreten bewegten sich lediglich ihre Augen. "Sarina Goldrose," stellte sie sich vor. "Seid gegrüßt! Setzt Euch, dann wollen wir beginnen." Die Elfe hustete und griff nach einem Becher. Nach einem kritischen Blick stellte sie das offenbar leere Gefäß wieder ab und zog ein Stück Pergament zu sich. "Name, Alter, Wohnort, Beruf?" ratterte sie in einer Stimme herunter, die sicher hübsch geklungen hätte, klänge sie nicht so kratzig.

  6. #6
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    Sarina war froh, dem Befragungszimmer, das bald einer Backstube geglichen hatte, entkommen zu sein. Nach einem guten Essen und drei Krügen Wasser klang ihre Stimme wieder fast normal und sie fühlte sich wieder fit. Als Facella, Reno und Felerian das Gasthaus verließen, nickte sie ihnen lächelnd zu, schwieg aber vorerst.

    Erst nach Laros' Vortrag, dem sie mit großen Augen gelauscht hatte und Facellas Angebot, das Maultier zu nehmen, zirpte sie: "Das wäre fantastisch! Meine arme, kleine Dulcinea ist ein so sensibles Tier, ich kann sie nicht hergeben! Sie läßt nur mich auf sich reiten!" Damit sah sie von Facella zu Laros und bedachte ihn mit einem zauberhaften Augenaufschlag.

    (OOC: Lauf, Laros, Lauf! )

  7. #7
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    Befragung

    Zielstrebig hatte Facella sich auf den Stuhl gegenüber von Sarina gesetzt. Sie lauschte der fröhlich zirpenden Stimme - selbst wenn der Name es nicht verraten hätte so wusste sie sofort dass sie eine junge Elfe vor sich hatte. "Man nennt mich Facella!" beantwortete sie ruhig die erste Frage ihrer Gegenüber und obwohl sie bei ihren Worten stets lächelte wirkte ihre Stimme eisig. "Ich kam vom großen Ozean und ziehe nun durch dieses schöne Land, kann jedes und kein Dorf meine Heimat nennen!" Bei der nächsten Frage zögerte Facella kurz "Viele Monde sind über den Himmel gezogen, seit ich mich erinnern kann. Jedoch müsst Ihr mein Alter schätzen, ich vermag nicht es Euch zu nennen!" Diese Aufgabe war jedoch nicht einfach, denn Facellas Gesicht war alterslos, die weiße Frau hätte ebenso gut mitte Zwanzig wie Ende Fünfzig sein können. Nicht wirklich jung, aber eben auch nicht wirklich alt.

    "Mein Beruf?" fragte sie schließlich nach, als Sarina sie darauf ansprach. Sie schüttelte den Kopf und meinte schließlich "Ich helfe den Menschen, erlöse sie von ihren Leiden." Ihre Ausstrahlung war bei diesen Worten nur noch kälter geworden, jedoch fügte sie mildernd hinzu "Ich glaube Ihr würdet mich am ehesten als Hebamme bezeichnen!"
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  8. #8
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    Reno

    Reno trat in das Zimmer ein. Er nickte Sarina kurz zu als sie sich vorstellte, äußerte sich aber weder verbal noch sonst wie über die abgestumpfte Stimme der Elfin.
    "Name Reno, Alter 24, Wohnort Sündstadt, Beruf Ermittler der ansässigen Polizei" sagte er formal.
    Sein Gesicht blieb ausdruckslos wie immer. Die einzige Bewegung ausser die seiner Lippen und dem Zwinkern seiner Augen war, dass er seinen Mantel wieder richtete als dieser ein wenig verrutschte.
    Dennoch war sein Blick auf Sarina fixiert. Nicht weil sie ihm gefiel, sondern weil es als unhöflich gegolten hätte sein Gegenüber nicht anzusehen.
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  9. #9
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    Laros freute sich über die schnelle Klärung bezüglich der Reittiere. Doch das mithin stürmische Verhalten seiner ewigen Begleiterin ließ ihn verstummen, noch bevor er sich bei Facella hatte bedanken können.

    Die forsche Frage Renos gefiel Laros dagegen wenig, auch wenn er darum gebeten hatte. Eine genaue Beschreibung wollte er gar nicht abgeben, um nicht die Zügel aus der Hand zu verlieren. Immerhin bestand die minimale Möglichkeit, dass einer der anderen den Gesuchten durch einen dummen Zufall flüchtig erhaschte und damit die Lorbeeren für etwas einheimste, das er, Laros Gothanien, akribisch geplant hatte und was nur durch seine wohlüberlegte Strategie überhaupt erst möglich geworden war.

    Doch Gashrimm, welcher ihn gut genug kannte, hatte ihn klar instruiert alles mit den anderen Verfolgern zu teilen und so ergab sich Laros in sein Schicksal und zog ein braun-gelbliches Pergament unter seinem Mantel hervor.
    Er rollte es auf und hielt es den anderen vieren unter die Nase. Darauf zu sehen war (nach Laros knapper Auskunft) ein von Gashrimms Assistenten gefertigtes graues Bild des alten Mannes, das nach den Angaben des Wirtes (und zweier anderer Gäste) gezeichnet worden war.

    Im Detail war es ein faltiger, alter Mann mit dummen, aber gütigen Augen, die Stirn verdeckt von einem breitkrempigen Hut. Er trug eine Weste oder etwas ähnliches und darüber einen Mantel, der allein an einer großen Brosche (an der vorderen rechten Schulter) befestigt war. Außerdem schien er einen Wanderstock mit sich zu tragen. "Zur Größe lässt sich noch sagen, dass er etwas kleiner war als Ihr, mein Herr!" fügte Laros noch hinzu und deutete auf Felerian. "Er hielt sich wohl bedeckt und gab sich geheimnisvoll. Das und die Tatsache, dass er der einzige war, der kurz vor dem Zeitpunkt des offenbaren Mordes die Taverne verließ, reichen für die Rechtfertigung der Verfolgung aus." Damit endete Laros, wandte sich um und lief geradewegs in den Stall, wahrscheinlich um dem Stallburschen die Leviten zu lesen.
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  10. #10
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    Reno

    Reno nickte bestätigend und speicherte die Information in seinem Kopf. Er zog mit seiner linken Hand seinen Mantel wieder etwas enger und sah Laros kurz nach der sich wohl um die Pferde kümmerte
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  11. #11
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    "Darf ich?" und bevor Laros das Pergament wegziehen oder auch nur antworten konnte, glitten Facellas feine, weiße Finger über die Zeichnung. Dabei schien sie das Blatt kaum zu berühren, zumindest verwischte sie nicht eine Linie darauf. Doch hatte der Zeichner der grauen Skizze wohl nicht allzufest aufgedrückt, zumindest zog sie schnell die Hände wieder zurück und wandte sich dann in Richtung Felerian, als wolle sie seine Größe in Augenschein nehmen. Dann wandte sie sich wieder zu Laros, der aber schon davon gegangen war.
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  12. #12
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    Felerian tat wie ihm geheißen und setzte sich Sarina gegenüber. Er wusste eigentlich gar nicht genau warum er befragt werden sollte. Ganz sicher hatte er mit dem Vorfall nichts zu tun gehabt. Er blickte sie an und wartete auf die Fragen, die sie ihm stellen würde.
    "Ich heiße Felerian, bin 154 Jahre alt, bin Bogen- und Armbrustbauer und wohne etwas außerhalb der Stadt. Sonst noch irgendwelche Fragen?" fragte Felerian knapp und nicht sonderlich freundlich. Man merkte ihm an, dass er nicht sonderlich erfreut wegen dem "Verhör" war.

  13. #13
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    Laros kam nach einer Minute wieder aus dem Stall. Er führte 2 Pferde am Zügel. Die restlichen Pferde und das Maultier brachte ein dahinter her trottender Menschenjunge, der nicht älter als 14 war. Er machte einen geknickten Eindruck.

    Laros drehte sich nach ihm um und nahm ihm sprichwörtlich die Zügel aus der Hand. Eines der Pferde "schob" er Sarina zu. Die Zügel des dritten Pferdes gab er an Felerian weiter. Währenddessen blickte der Stallbursche zwischen Reno und Facella hin und her, nicht wissend, wem er das Maultier und wem er das Pferd geben sollte. Laros schüttelte verärgert den Kopf, reagierte aber nicht weiter darauf und wandte sich Sarina zu: "Ich melde uns bei Gashrimm ab und dann reiten wir los." Der Elf zog seinen Mantel zurecht und begab sich ein vorerst letztes Mal in die Taverne, um den Zwerg zu suchen und den Beginn der Reise zu melden.

  14. #14
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    Reno

    Reno ging langsam auf den Stallburschen zu. Er streckte seine Flache Hand nach den Zügeln des Pferdes aus. Dabei sah er nicht den Stallburschen an, sondern sein Blick blieb noch immer an Laros haften dessen weg er verfolgte bis er im Gasthaus verschwand. Erst dann wandte er sich dem Jungen zu.
    Aethratas
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  15. #15
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    Mit sanftem Lächeln näherte sich Facella dem Stallburschen. "Hab Dank!" sagte sie und obwohl ihre Stimme immer noch eisig klang so wirkte sie doch sehr freundlich. Sie streichelte das Tier, kraulte seine Mähne und beugte sich vor um ihm etwas ins Ohr zu flüstern. Dann richtete sie sich wieder auf und wandte sich dem Stallburschen erneut zu. Ihr Gesicht wirkte erstaunt. "Sieh mal, ich glaube das gehört dir!" meinte sie lächelnd und reichte dem Jungen eine Münze, welche sie hinter dem Zaumzügel des Maultieres hervorgezogen hatte. Bevor er irgendetwas sagen konnte nahm sie ihm die Zügel aus der Hand. Überraschend sicher kletterte sie auf den Rücken des Tieres, setzte sich im Damensitz zurecht. Ihre Füße blieben unter den langen weißen Gewändern verborgen. Sie kraulte das Maultier sanft an den Ohren und flüsterte erneut etwas, worauf hin es sich in Richtung der anderen in Bewegung setzen sollte. Die Zügel hielt sie nur locker in der Hand. Sie wusste dass es bei Wesen wie diesen besser war, ihnen ihren eigenen Willen zu lassen oder ihnen zumindest das Gefühl zu geben als ließe man ihnen freie Zügel, anstatt sie unter den eigenen Willen zu zwingen.
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  16. #16
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    "Dann wird es wohl los gehen," murmelte Felerian. Er blickte sich nochmals genauer seine Gefährten an und stieg leichtfüßig auf sein Pferd.

  17. #17
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    Reno

    Reno wandte sich dem Pferd zu und strich ihm kurz beruhigend über den Hals, bevor er sich in den Sattel schwang. Die Zügel mit nur einer Hand haltend, mit der anderen von unter dem Mantel ebenjenen geschlossen haltend warf er den beiden Gefährten nur kurz einen Blick zu, und sah dann zu Laros, den er mittlerweile als Leiter der Gruppe betrachtete.
    Aethratas
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  18. #18
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    Als Reno die Hand nach den Zügeln ausstreckte, wichen sowohl der Stallbursche, als auch die Tiere etwas nervös zurück. Das Pferd gab einen Laut des Unbehagens von sich und warf den Kopf nach oben.

    Erst, als sich Facella dem Jungen näherte, wandelte sich dessen ängstliche, und zugegebener Maßen, dumme Miene zu einem lächelnden Gesicht.
    Das Maultier hatte sich ihr derweil ganz ergeben und nahm dankbar das Graulen entgegen. Blöd grinsend nahm ihr der Stallbursche nun die Münze aus der Hand und quetschte ein entzücktes "Danke" zwischen den Zähnen hervor. Dann warf er der weißen Frau einen treu-dummen und gleichsam verliebten Blick zu und "reichte" ihr in einer schwebenden Bewegung das Zaumzeug des Mulis. Dieses passte mit seiner seltenen grau-weißen Fellfarbe nahezu perfekt zu Facella. Ihre Worte nahm das (männliche) Tier "aufmerksam" auf und folgte ihnen, indem es in einen langsam trottenden Gang geriet.

    Unterdessen hatte sich die rot-braun-haarige Fuchsstute an die Gegenwart Renos gewöhnt und seine behutsamen Annäherungsversuche mit gefälligem Entgegenkommen belohnt. Sicher und leichtfüßig trug sie den Ermittler hinüber zu Felerian und Facella.

    Bevor der Knabe wieder im Stall verschwand, verriet er den Gefährten noch kurz die Namen ihrer Tiere (Facella - Ystavad; Felerian - Hobun; Reno - Tuulaé).

    Indessen war Laros wieder aufgetaucht und verlor einige unfreundliche Wortfetzen in Richtung Sarina, aus denen zu entnehmen war, dass Gashrimm dem Elfen noch einmal (unnötiger Weise) Druck gemacht hatte.
    "Aufsitzen!" befahl er mit harschem Ton und stellte erst danach fest, dass bereits alle im Sattel saßen.
    Knurrend schwang er sich auf sein eigenes Pferd und ritt - der kleinen Gemeinschaft voran - los.

    Sie ließen die Stadtmauern hinter sich und ritten durch einen kleinen Wald, um darauf auf große weite Felder zu kommen.
    Nachdem sie ungefähr 2 1/2 Stunden geritten waren, die Sonne hinter ihnen langsam über die Felder kroch und ein seichter Wind ihnen den frischen, wohligen Geruch taugetränkten Grases in die Nasen trug, ließ sich der schweigsame Anführer plötzlich zurückfallen und begann ohne Vorwarnung ein Gespräch: "Nun denn. Sarina ist bereits unterrichtet über Eure Geschichte anhand der Faktenlage. Doch um zu wissen, mit wem wir hier an Seit an Seit ermitteln, vielleicht aber auch im Kampfe zueinander stehen mögen, sollten wir untereinander vielleicht doch die ein oder andere Kleinigkeit aus dem Munde unserer neuen Gefährten erfahren. So halte ich euch nun an, einen Schwank zum Besten zu geben, der uns, wenn möglich auch erheitern sollte!" Während dieser Ansprache behielt Laros sowohl seine steife Haltung, als auch diese altertümliche Art zu reden bei.
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  19. #19
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    Facella wandte sich nicht zu Laros, als er die Gefährten aufforderte zu sprechen. Zwar war es ziemlich sicher, dass die Blinde ihn gehört hatte. Jedoch schien sie nicht gewillt etwas zu sagen und ritt schweigend inmitten den Gefährten auf ihrem Maultier, welches sie immer wieder sanft kraulte.
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  20. #20
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    Felerian blickte sich ein wenig um und schaute,wo sie entlang ritten. Anscheinend war niemand von seinen neuen Gefährten gewillt etwas von sich preis zugeben. Das würde ja eine wunderbare Zusammenarbeit geben.
    "Laros, wie wäre es, wenn sie anfangen würden?"

  21. #21
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    Reno

    Reno seufzte. Für ihn war das keine Bitte, es war halb Bitte und halb Befehl. "Ich bin in Sündstadt geboren worden. Ich weiss nicht viel über meine Eltern, sie haben mich ausgesetzt. Man hat mir gesagt, bei meiner Geburt wäre meine Mutter verstorben. Und mein Vater hätte mir die Schuld daran gegeben. Vielleicht war es auch etwas anderes..." Er umgriff seinen rechten Arm über dem Mantel als er das sagte. "Jedenfalls bin ich dann im Waisenhaus aufgewachsen, bis ich erkannt habe, dass ich die Fähigkeit besitze unheimlich viele Dinge auf einmal zu behalten. Ich glaube das nennt man... Photographisches Gedächtnis. Oder so... Dann kam ich zur örtlichen Polizei als Ermittler, aufgrund ebenjener Fähigkeit schaffte ich es fast immer meine Fälle in 2, allerhöchstens 3 Tagen zuende zu bringen. Schließlich wurde ich eben diesem Mordfall zugeteilt, und deswegen bin ich hier"
    Während er seine Geschichte erzählte, sah er niemand direkt an. Er sah auf die Mähne des Pferdes das ihn trug und strich dem Tier sanft über den Hals. Manchmal sah er auch in den Himmel, jedoch niemals in die Gesichter seiner Gefährten.
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