
Rezension von: Christel Scheja
Dreamland ein Manga aus der Feder eines französischen Künstlers, der am Ende des Bandes ebenfalls ausführlich in einem kleinen Bericht und einem Interview zu Wort kommen darf, so dass man mehr über ihn und die Geschichte erfährt. Daher versteht man auch recht schnell, warum einen manche der Figuren an die eines anderen Manga erinnern.
Die Geschichte ist an junge männliche Leser gerichtet, die Spaß an sinnfreier Action, wüsten Dialogen und schrägen Gestalten haben. Die Handlung ist denkbar einfach gestrickt, auch wenn sich durch die einzelnen Episoden natürlich auch ein feiner roter Faden und mögliche spätere Konflikte herauskristallisieren.
Die actionreichen und manchmal etwas peinlichen Erlebnisse des Helden werden mit einem großen Augenzwinkern, frechen Sprüchen und flotter Feder in Szene gesetzt. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass die Figuren Profil erhalten oder der Hintergrund weiter ausgearbeitet wird. Auch sorgt die hektische Erzählweise dafür, dass nicht jeder Gag wirklich sitzt und die Handlung selbst manchmal aus den Augen verloren wird.
Eher im Gegenteil, jede Traumwelt ist neu und bietet Gelegenheit, neue schräge Typen und Kreaturen auftauchen zu lassen, die dem jungen Helden ans Leder wollen, bevor er überhaupt weiß, was Sache ist. So gesehen kann man noch nicht genau sagen, welche Richtung die Geschichte letztendlich nehmen wird und kann der Reihe durchaus noch eine Chance geben.
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