Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wo gehts lang
Dann wollen wir doch gleich mal ein Thema eröffnen:
Der Dezember wird ja wohl der spannenste Monat im Leben der Abrafaxe überhaupt:
- erster Film
- neues Abenteuer mit neuem Outfit
- Abrafaxe gehen weiter
Mich würde interessieren: dahinter gibt es doch sicher ein Konzept. Wie sieht das aus? Warauf dürfen / müssen wir uns freuen? Wie wollt Ihr neue Fans im In- und Ausland gewinnen?
Hallo ?!?
Ist die Redaktion hier eigentlich vertreten?
War meine Frage zu blöd?
Oder was?
FilthyAssistant
15.07.2000, 00:55
das frag ich mich auch, wie das mit den faxen weitergehen soll.
als ob man mit neuem design neue leser findet!
wenn, dann vergrault man höchstens die alten stammkunden. (meine 3-jahres-frist für die abo-kündigung läuft auch bald aus. wär ja mal ne überlegung wert... ;))
und woher sollen denn die neuen leser wissen, dass es neue zeichenstile gibt, die sie mehr ansprechen als früher?
ich meine, die beste strategie ist die, die jetzt gerade (wenn auch notgedrungen) genutzt wird: alter zeichenstil, ganz behutsame modernisierungen in kombination mit gewohnten figurendesigns, und dazu neue erzählformen (seitenaufteilung, storyaufbau etc.) und technische verbesserungen...
[Dieser Beitrag wurde von Studnix am 28. Juli 2000 editiert.]
Michael aus Rostock
17.07.2000, 11:27
Hallo euha, hallo Studnix: Was ich bisher von den neu-designten Abrafaxen gesehen habe - so es wirklich die sind - macht mir wirklich Angst! Ich frage mich, ob der Film wirklich das neue Design auch für´s Mosaik-Heft erfordert. Für mich wirken sie nicht modern, sondern austauschbar. Ich habe Zweifel, ob es Mosaik gelingen kann, mit den neuen Abrafaxen mehr neue Leser zu gewinnen, als alte zu verschrecken.
Ich will hier auf keinen Fall die Vergangenheit glorifizieren, in den 80ern erreichte das Artwork auch nicht unbedingt Weltniveau, aber die Richtung, wie sie durch die Ägypten-Serie und die ersten HEfte der Eldorado-Serie mitte der 90er Jahre vorgegeben war, hat gestimmt. Spannende Geschichten, die kein wenig verstaubt waren und sowohl alte wie auch neue Leser ansprachen, und dazu Zeichnungen, die die guten MOSAIK-Traditionen ins neue Jahrtausend weiterentwickelten. Aber das wurde ja schon nicht mehr während der Eldorado-Serie durchgehalten.
Die aktuellen Mosik-Hefte sind nach einigen Turbulenzen jedoch wieder auf einem wettbewerbsfähigen Stand. Sollen die Abrafaxe doch jetzt so bleiben! Ich kenne Sammler, die seit Jahrzehnten dem Mosaik treu geblieben sind, jetzt das Heft aber ungelesen in den Schrank packen oder ihr Abo schon abbestellt haben...
Wohin das Sich-an-Trends-hängen führen kann, zeigt doch die angekündigte Einstellung des vor wenigen Monaten mit erheblichen Aufwand neu gestarteten Fix-und-Foxi-Magazins. Und FF haben sogar eine eigene Fernsehserie, deren Figuren "internationaler als früher" sind!
Ich wäre eher für ein Beibehalten der eigenen Unverwechselbarkeit und einen vorsichtigen Ausbau der Nische (die durch die Abonennten so klein ja gar nicht ist). Die Zweitserie "Die Abrafaxe" oder die Alben waren doch schon ein Schritt in diese Richtung, oder?
Michael
Schön, dass ich hier nicht ganz alleine bei.
@Michael: Du bist doch auch Moderator hier, oder? Äußert sich jemand aus der Redaktion zu den Thread hier, oder sind wir hier "unter uns" ;)
Grundsätzlich finde ich eine Vereinheitlichung gar nicht verkehrt. So haben sich die Abrafaxe in versch. Richtungen bewegt (Heft, Alben, Zeitung), was neue Fans (und schließlich bin ich auch noch einer, wie Du weißt) sicherlich verwirrt.
Ob das so "stromlinienförmig" sein muss, wie im Film sei dahingestellt. Man müßte dies mal in Comics sehen. Aber Du hast da wohl mehr Einblick, insofern graut mir vor Dezember.
Das Beispiel Fix und Foxi ist sehr gut. Man wird es mir kaum glauben, aber in den 60ern, Anfang der 70er gab es sehr gute Comics aus dem Hause Kauka.
Und der Ehapa-Relaunch war ein totaler Flop, weil austuschbar, nichtssagend, langweilig. Ich hoffe uns bleibt das mit den Abrafaxen erspart.
Um so mehr hoffe ich auf ein paar Lebenszeichen aus Berlin.
Gruß von der Nordsee (da bin ich gerade fast im Urlaub) an die Ostsee.
Michael aus Rostock
28.07.2000, 10:20
Hallo euha, sorry dass ich mich nicht gemeldet hatte, ich war krank.
Ja, ich bin auch mit Moderator, denn Mosaik und MIR hatten zeitgleich die Idee, ein Forum zu machen, es wäre aber albern gewesen, 2 Foren zu öffnen. Ich finde ohne, dass das schon ganz schön zerfasert ist. Das kann man ja gar nicht ansatzweise lesen...
Original erstellt von euha:
Grundsätzlich finde ich eine Vereinheitlichung gar nicht verkehrt. So haben sich die Abrafaxe in versch. Richtungen bewegt (Heft, Alben, Zeitung), was neue Fans (und schließlich bin ich auch noch einer, wie Du weißt) sicherlich verwirrt.
[..]
Das Beispiel Fix und Foxi ist sehr gut. Man wird es mir kaum glauben, aber in den 60ern, Anfang der 70er gab es sehr gute Comics aus dem Hause Kauka.
Und der Ehapa-Relaunch war ein totaler Flop, weil austuschbar, nichtssagend, langweilig. Ich hoffe uns bleibt das mit den Abrafaxen erspart.
Ich finde es ziemlich wichtig, dass die Redaktion auch von neuen Lesern wie Dir solche konstruktiv-kritische Resonanz bekommt. Sonst entsteht vielleicht der Eindruck, wir "alten" Fans kleben nur am Gestern und können uns nicht mit dem Neuen anfreunden.
Die Kiecker/Pada-Faxe, wie sie zur Zeit im Zack-Abenteuer "Congo" umherspringen, finde ich zum Beispiel großartig, auch wenn sie nicht allzuviel mit den alten Abrafaxen gemein haben.
So, jetzt ist dieser Beitrag wieder nach oben gerutsch, vielleicht hat ja noch einer eine Meinung dazu. Ich stelle mal drei Fragen auf:
- Kleben die "alten" Leser nur am Gestern?
- Was sind die besten Abrafaxe?
- Was ist wichtig an den Abrafaxen, was sollte unbedingt erhalten bleiben, wenn sie sich ändern?
Michael
------------------
MOSAIK Initiative Rostock
Der Fanclub von der Ostseeküste
http://www.abrafaxe.de/mir
eMail: m-i-r@gmx.de
FilthyAssistant
29.07.2000, 03:35
erst mal zu michas fragen:
mosa-leser kleben nicht am gestern, sondern an dem was sie zu mosa-lesern gemacht hat: an der knuffigkeit und einmaligkeit der faxe!
wichtig an den abrafaxen ist, das sie ihre unverwechselbarkeit, die sie von allen anderen comicfiguren unterscheidet (sowohl zeichnerisch als auch inhaltlich) beibehalten! ausserdem seh ich das so wie die meisten: einheitliches design muss nicht sein, die original-mosa-faxen können neben den modernisierten alben-faxen (kieker oä) bestehen, genau wie die neben den film-faxen!
stilistische übereinstimmung schön&gut, aber bitte nur in angemessenem rahmen! und wenn ich mir dei neuen faxe ansehe, dann gute nacht!
so, nun möchte ich auch noch was zum inhalt sagen:
für die zukunft sehe ich diese möglchkeiten, die dem allgemeinen leserwunsch entsprechen:
1. russland: transsib;iwan der schreckliche; das ende der romanows?
2.amerika: kolonialzeit/unabhängigkeitskrieg; wilder westen/ transkontinentale eisenbahn?
3.antikes rom?
dabei stellen sich mir mehrere fragen:
muss es immer einen bösewicht/schurken a lá ömer oder don ferrando geben?
müssen die faxe immer unterwegs sein, oder könnte sich eine staffel auch am selben ort (zB in Rom) abspielen?
welche grenzen sollte die zeitreisefähigkeit der abrafaxe haben? sollten sie im mosaik ins 20. jhd reisen können?
[Dieser Beitrag wurde von Studnix am 29. Juli 2000 editiert.]
Zu den Bösewichten: Der klassische Aufbau einer Story ist nun mal so - Spieler und Gegenspieler. Die Konflikte die sich aus dieser Kombination ergeben, machen eine Story erst interessant.
Desweiteren finde ich schon, daß die Faxe ihre Zeitreisefähigkeit behalten sollten.
Wilder Westen und Antikes Rom sind aber zu abgelascht. Wie wär´s denn mit Atlantis ?
Michael aus Rostock
01.08.2000, 09:12
Zum Thema "wo geht´s lang" passt super die aktuelle kolumne, die auf www.image-rules.de (http://www.image-rules.de) steht. mosaik wird auch erwähnt - und zwar postiv.
Michael
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